Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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9 (zu S. 96), desgleichen die Abkürzung der Listen Neh. 12; die ״unsinnigen Worte“ v. 26 b (S. 108) geben hierfür, wenn man das enge chronologische SchemaChr’s. (s. u.) in Betracht zieht, den Schlüssel; ebenso erklärt sich die ״absurde Erwähnung Zerubbabels“, 12,47 (S. 98 Anm.) Jener Umstand aber wurde n. m. A. verhängnisvoll für die Erklärung der vielumstrittenen, historisch nicht unwichtigen Einleitung der Mauer״ urkunden Esra c. 4 (S. 27 40), trotzdem auch hier erst die einzigartige Universalität des Verfs. die Personen- und Völkemamen, Titel und technischen Ausdrücke der persischen Kanzlei in’s Reine brachte. M. stellt den Text der Vorlage Chr’s. (V) aus v. 6 11 folgendermassen her (S. 29): ״Unter Xerxes zu Anfang seiner Regierung schrieben Bglm (Perser), Mitradat (Perser), Tab‘el (Syrer) und seine übrigen Genossen eine Anklage gegen die Bewohner Judas und Jerusalems. (״Hier folgte vielleicht der Text, den Chr. ausgelassen hat“ 6;7). Unter Artaxerxes schrieben Rechüm der Statthalter und Samsaj der Schreiber einen Brief gegen Jerusalem an König Artaxerxes folgendermassen — die Depesche war aber persisch geschrieben und in’s Aramäische übersetzt — (8;7): Copie des Briefes (11), den Rechüm der Befehlshaber und Samsaj der Schreiber und seine Genossen, die persischen Richter, die persischen trpl (Beamtentitel), die Leute aus üruk, Babel, Susa [d. i. Elam] und den übrigen Völkern, die Assurbanipal der Grosse und Erlauchte fortführte und in der Stadt Samaria und im übrigen Abamaharä (Syrien) ansiedelte, an ihn sandten. An den König Artaxerxes Deine Knechte die Leute von Abarnaharä (Rechüm u. s. w.) etc. Es sei dem König bekannt, dass .. (9. 10/‘. V. habe die amtliche aramäische Ueber- Setzung dei urspr. persischen Urkunden im Tempelarchiv gefunden und an der richtigen Stelle nämlich in der Fortsetzung von Esra c. 10. gebracht. Chr. habe sie irrtümlich auf den Tempelbau bezogen (4, 24), sie daher vom in einem ״ungeheuerlichen Zusammenhänge“ mitgeteilt, sei überdies durch den Uebergang in’s Aramäische in Verwirrung geraten (S. 18) (obwohl er nach 31. 4,24 5,1 f. 6,14b. 16 18 aramäisch verfasste) und habe dabei aus 2 Vorgängen 8 gemacht, ohne die Xerxes- Urkunde mitzuteilen; habe allen Ernstes geglaubt, dass Xerxes und Artaxerxes vor Darius regiert hätten, und habe endlich im Satze 6, 14 b, wo er Artaxerxes trotz allem unter den Förderern des Baus nennt, eine ״kaum fassbare Flüchtigkeit“ begangen. Wahrlich ein Zopf von Irrtümera Chr.’s — vielleicht aber des verehrten Verf’s. — 1) Chr. gab n. m. A. die Einleitung v. 7—11 aus V. summarisch, aber korrekt wieder1). Wir ersehen daraus deutlich, dass 8 Briefe nötig waren, um Esra bei Artax. zu stürzen. Beamte der näheren Bezirke samt den Samaritanem schrieben zuerst (7); der Statthalter von Syrien bekräftigte die ג) Nach kurzem Zaudern (7) entschliesst er sich (trotz Neh. 13, 24) aram. fortzufahren und entschuldigt sich damit, dass der Brief [sc. des Königs, sing, sonst auffallend, da 2 Vorlagen; in den Einleitungen (trotz 4,18. N. 2, 7) bezieht sich konsequent נשתון auf Königsschreiben (4,23. 5,5. 7,11), אגרא auf Schreiben an den K. (4.8.11. 5,6); vgl. die nach Nöldeke beabsichtigte Unterscheidung zw. ta‘am u. te‘em 6,14. Strack, Gr. d. bibl. Aram. 2. Aufl. S. 20] aramäisch geschrieben <d. i. ״assyrisch“ zum Unterschied von d. althebr. Schrift Chr’s. vgl. Ludw. Blau, Zur Einleitung in d. hl. Schrift, Budapest 94. S. 66) und aram. übersetzt war (Wenn dies Wort streng zu nehmen ist, so setzt Chr. voraus, dass die persischen Könige hebr. schrieben oder auch persisch. Esr. 1,2 4). Man darf nach Analogie des Ausdrucks annehmen, dass Chr. für die aram. Stücke auch aram״ Schrift anwandte (gegen M. S. 18f.).