Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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7 wohner in Speier vor 1084, die Verf. S. 29 Anm. 6 anführt, als irrig zurückzuweisen. Sehr zweifelhaft erscheint mir die Vocalisation u. die Uebers. Waschteich (S. 26), wo ich מ#(רתי vermute; allerdings bleibt dann מגידולי (das.) schwierig, selbst wenn wir dafür מגדולי lesen wollten. — A. Freimann.] ERNST, L., Kalte u. warme Herzen. Ein Nachtrag zur Brochure ״Kein Judenstaat sondern Gewissensfreiheit״. Leipzig u. Wien, Liter. Anstalt, 1896. 12 S. — — Die Juden, die verjudeten Christlichsocialen und Deutschnationalen. Leipzig u. Wien, Literar. Anstalt, 1896. 26 S. fl. 0, 50. GUTMANN, J., Liturgik (Orchoth-Chajim). Ritualu. Cermonialgesetze mit besond. Rücksicht auf die Liturgie in Synagoge und Haus. Teschen 1896. Xl u. 147 S. M• 1. — KIRK, T., Saul, First King of Israel. London, A. Elliot, 1896. 288 S. 3 S,6 d. KITTEL, R., Die Anfäuge der Hebräischen Geschichtschreibung im Alten Testam. Rede. Leipzig, Hirzel, 1896. 26. S. LUTHER, M., Wartburg-Bibel. Das ist die ganze heil. Schrift. Deutsch durch Dr. M. L. Aufs Neue verglichen mit der Ausgäbe letzter Hand vom J. 1545• 12. Aufl. Mit e. künstlerisch ausgeführten Stahlst, u. e• Familienchronik. Gotha, Perthes, VIII, 902 u. II, 247 S. M. 15. MAYER, F., La femme juive a travers l’histoire. Conference. Yalenciennes, Lepez et Ayasse, 1896. 31 S. MENZINGER, J., Friede der Judenfrage! Mit einem Auhang: Zur Geschichte des Antisemitismus. Berlin, Schuster & Löffler, 1896. 247 S. M. 2. — [Das Buch, die Arbeit eines bekehrten Antisemiten, enthält einige recht gesunde Gedanken, von denen zu wünschen wäre, dass sie in die Volksmassen eindringen. In einigen Fällen constatieren wir mit Bedauern, dass Verf. sich hinter ein ״Wenn“ und ״Aber“ verschanzt, um nicht gefasst werden zu können. Im Uebrigen glauben wir, dass dem Antisemitismus viel zu viel Ehre erwiesen wird, wenn man ihm ernste Absichten in dem Maasse zumutet, wie das hier der Fall ist. Es fehlt uns auch der Optimismus, den die Annahme voraussetzt, dass durch solche Mittel eine alte Krankheit gehoben werden könnte. Verf. wendet sich in seiner Schrift an seine Glaubensgenossen, hütet sich aber seine Ansichten darüber, was von jüdischer Seite zu thun wäre, klar darzulegen. Nur in Andeutungen spricht er von einer Assimilation, von einem Mittel also, dass ein vernünftig denkendes jüdisches Publikum nie in Anwendüng bringen wird. Was Scheiterhaufen und Folterwerkzeuge nicht zu Wege gebracht, das wird auch das Treiben verirrter und verwirrter Geister nicht veranlassen. Es ist thöricht, demjenigen, der Schutz sucht