Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1896)
- Date
- 1896-11-01
- Page
- Seite 184 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 2× ep/1002670
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184 diese richtige, allenfalls doch sehr wichtige LA. ganz, d. h. auch in seinen Varianten, ignorirt hat, gar nichts zu erwidern. Nichts -,destovveniger aber behauptet er* er habe alle Varianten vonirgend welcher Bedeutung aufgenommen!! Welche Selbstwiderspräche und1״ sträfliche Leichtfertigkeit sich L. G. ferner bei seinen Varianten zu Schulden kommen liess, ist ihm in einer Rezension in der ,*Israel. Monatsschrift.“ Nr. 5 (ßeibl. zur ״Jüd. Presse“ 1896) drastisch nach- # gewiesen worden. Die dort angeführten Beispiele Hessen sich noch hundertfach vermehren. — Nicht weniger verdammenswerth sind diejenigen Fictionen, wo L. G seine (wie bald gezeigt werden soll) falsche und widersinnige Erklärung aus Raschi geschöpft zu haben vorgiebt, während er dieselben in der That Pinner nachgeschrieben hat. Pinners Vorarbeit war überhaupt für L. G. recht verhängnisvoll. Ihr hat er den furchtbaren Schnitzer "עלל hinaufgehen“ nachgeschrieben, ihr hat er die grobe Unwissenheit verrathende Auflösung von ורמינדיי in ורמינא איהי entnommen, aus ihr hat er die falsche Uebersetzung von דמנקפן mit ״wanken“ abgeschrieben, nach ihrem Vorgänge hat er zu נזיקין die monströse Uebersetzung: ״Entschädigungen“ ge^ geben, und dabei in seiner ״Widerlegung“ (S. 16) die lächerliche Fiction ausgesprochen; ״ich befinde mich hierbei in Uebereinstimmung mit sämmtlichen ’) wissenschaftlichen Autoritäten“!! Pinner ist es nun auch, dem der Unglückliche noch anderes unsinniges Zeug nachgeschrieben. Ich nenne hier nur die drei fehlerhaften Noten, auf die ich gegen Schluss meiner Recension hingewiesen: S. 21 Note 6; S. 72 Note 1 und S. 74 Note 7. Dass L G. diese unsinnigen Bemerkungen Pinner nachgeschrieben, davon überzeuge sich Jeder gefälligst, indem er diese Noten mit den Anmerkungen Pinners zu ders. Stelle vergleicht. Da aber L G. sich vermisst, seinen Unsinn zweimal hintereinander (S. 20) Raschi anzudichten, sehe ich zur Ehrenrettung Raschi’s mich genötigt, den Sachverhalt klarzustellen und die dreiste Fiction G’s aüfzudecken. Der Talmud (Ber. 19 b f) erörtert die Frage, ob man der Menschenehre (כבוד הבריות) wegen eine Sünde gegen Gott (durch Uebertretung einer religiösen Satzung) begehen darf und kommt zu dem Resultate, dass in solchem Falle eine Sünde durch eine That (קום ועשה) zu verüben (wie etwa שעטנז anzuziehen) verboten sei, dagegen sei es erlaubt, zur Wahrung der Menschenwürde eine Unterlassungssünde (שב ואל תעשה) zu begehen, Damit meint der ו) Man traut seinen Augen kaum bei diesen ״sämmtlicben“! Levy, Eohut, Strack (Einl. z. Talm.) u, A. wissen gar nicht einmal davon, dass je dieser Unsinn ausgesprochen worden ist!! Pinner ist der Einzige, bei dem ich ihn entdeckte. Möglich, dass noch irgend ein Querkopf ihm darin beistimmt.