Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1896)
- Date
- 1896-11-01
- Page
- Seite 181 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2254995-7565884-7600069--0197-2255185- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
181 schwieriger Bibelstellen die seltenere Bedeutung mancher Stämme heranzieht• so fasst er 4 ,ברא. B. M. 16, 30, im Sinne von spalten auf, wobei er sich auf Ez. 43,47 beiuft, und חלף Hi. 20,24, in der Bedeutung durchbohren, unter Bezugnahme auf Ri. 8, 26. Manchmal veranlasst ihn auch der Zusammenhang, ein Wort in sonst ungebräuchlichem Sinne zu nehmen, z. B. Gen. 20,4, wo er גד als Bezeichnung für eine einzelne Person hinstellt; vergl. Landau, Die gegensinnigen Wörter, S. 194 ff. *) Es wäre ein verdienstvolles Werk, Volterras eigenartige Arbeit durch Drucklegung der Wissenschaft zugänglich zu machen. Weilburg-Lahn, 1896. Reeensionen. Lazarus Goldschmidts Talmud-Uebersetzung־ noch einmal! (Schluss). Ein zweites noch drastischeres Beispiel: Ich habe (oben S. 68 Z. 23 — 37) geschrieben: ״In Cod. München sind manche Stellen radirt, und auf der Rasur befindet sich eine andere LA., oft eine Verschlimmbesserung. Von diesen Fällen hat unser Herausgeber (Goldschmidt) gar keine Notiz genommen. Dadurch ist z. B. S. 17 Note 18 (זרב טש אף סימן) ganz unverständlich, vgl. Rabbinowitz zur Stelle.“ — Für diejenigen, die Rabbinowitz’ Werk nicht besitzen, sei zur Erklärung meines Vorwurfs Folgendes bemerkt: Es gibt in Cod. M. manche unechte LAA., die der ehrliche und gewissenhafte Rabbinowitz durch die Bern.: כתוב על הגרד (geschrieben auf einer Rasur) als solch’ unechtes Material gekennzeichnet, wo mitunter ein späterer Pfuscher die alte echte LA. ausradirt, um sie vermeintlich zu ״verbessern“, sie aber oft nur verschlimmert hat. Alle diese unechten LAA. erscheinen in L. G.’s Ausgabe ohne jeden Vermerk als LAA. des Cod. M.; sie werden also als echtes Material des alten Cod. in Umlauf gesetzt. Das ist objectiv eine schwere Fälschung, die ich aber nur in äusserst milder Form L. G. zum Vorwurf machte, weil er dieselbe nur aus Unverstand und Nachlässigkeit verübt hat. Um nun an einem Beispiel zu zeigen, welche bösen Folgen solche Nachlässigkeit haben kann, fügte ich hinzu: ״Dadurch (durch die lgnorirung der Rasuren) ist z. B. S. 17 Note 18 ganz unverständlich.“ — Das dort befindliche סימן (mnemonisches Zeichen) זרב טש אף ist ג) Berlin 1896, S. Calvary & Co,