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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-09-01 · 5 (September-Oktober 1896) · p. Seite 152

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
5 (September-Oktober 1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 152 (sequence 24)
Language
German
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152 die Presse um 50 fl. angeschlagen ״״ Der Jud hat sich annebst anerhotten vor jeden Bogen, den er druckt, dem Gymnasium 4 er. zu geben.— Der Kirchenrath und Rector Sachss, mit welchem wir dissfals communicirt, ist des dafürhaltens, ״dass so sehr' ers zum Wohlthun und zur Liebe gegen die unter uns wohneriden, Juden geneigt seyn und daher dem n Supplikanten die Gewährung «einer Bitte wünschen möchte; So sehr hielten ihn doch einige Gründ&fub dazu anzurathen. Die Aufstellung einer Presse bey einem Judetffseye etwas höchst seltenes in einem Evangelischen Fürstenthuiti und könnte eine Menge Unterschleife und Gewinnsucht durch solche׳ Presse veranlasst werden, welche allerhand Verdrüsslichkeiten naefe •sich ziehen dürften, massen der Jud leicht heimlich andere als hebräische^ Schriften haben könnte, ja es wäre möglich, dass ihm ein Setzer christlicher Religion selbst in Macklotts Officin die Formen nach und nach -mit M’s eigenen Schriften setze und dem Juden ins Hauss unter die Presse brächte. Wobei die Drohung, ihm bey solchem Fall die Druckerey zur Strafe zu nehmen, wohl nicht hinreichend sein würde, sondern wenn man ihm die Concession ertheilen wollte, so t pnisste er durch einen förmlichen Eyd verpflichtet werden. Doch möchte dem Juden *ein Vortheil zugehen, wenn ihm M. die hebräischen Schriften und dazu gehörige Kästen in einem billigen Preyss, nicht gerad als neu, aber auch nicht gantz als alte Schrift überliesse, und einen ebenfalls billigen accord mit dem Juden machte, nach welchem er jeden Bogen drucken wolte, und der Jud für das Pappier Jedesmahlen selbst sorgen müsste. Und dass also folglich das Gymnasium auf diese Art nichts dabei zu gewinnen oder zu verlieren hätte“. — Zur Abwendung aller besorglichen Unterschleife würde uds. unterth. E. allenfalls, dienen: primo dass der W. sich eydlich verbände, nicht das mindeste teutsch, weder vor sich noch jemand anders zu drucken oder drucken *zu lassen, secundo dass er nie keine Gesellen halten, sondern die Druckerei allein besorge und verwahre. Bedingungen, zu welcher er sich auch gern versteht.“64) (Fortsetzung folgt.) Reeensionen. Lazarus Goldsehmidts Talmud-Uebersetzung noch einmal! (Fortsetzung.) S. 25 Z. 14: דלאחורי נשרא• die gedankenlose Gebers. (nach Raschi): ״den man'nach hinten wirft“ ist grammatisch unmöglich (נשרא heisst nicht ״w&fen“; Raschi hat דלאחור נשדייה gelesen, wie die Eandschr. des בית נתן). Auch Levy’s Erkl. ist gezwungen. Grammatisch am richtigsten ist die;,Erkl. des R. Gerschom im Aruch (v. נשי, vgl. Kohut). Ä>Doch dürfte die Annahme nicht gewagt sein, dass uns zwei mit einander confundirte LA. vorliegen. Die Eine, wahrsch. richtige כחיזרא בגבבא דעמרא, ähnlich wie R. Chananel im Ar. (v. נב) hat; die andere כחיורא דלאחורי נשר*י (wie ein Dorn, ה M) ib. Stk. 23.

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