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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-09-01 · 5 (September-Oktober 1896) · p. Seite 151

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
5 (September-Oktober 1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 151 (sequence 23)
Language
German
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151 zogen und hinzugefügt, ״er wolle dem Supplicanten in seiner Druckerey das hebräisch drucken gegen einen sehr billigen Zinss auf alle Stücke erleichtern. Sollte aber ... die Deduction alles Drackens nicht unter eine einzige Druckerey und Aufsicht gnädigst beliebt werden; So würde es gehorsamst darauf ankommen, dass bey einer dem Juden zu ertheilenden Ooncession aller besorgliche Unterschleif vorhütet würde, welches dadurch geschehen könnte, wenn ihm bey Strafe der Confiscation der ganzen Druckerey verbotten würde, andere als hebräische Letters zu haben und dass deswegen von Zeit zu Zeit eine Visitation in seinem Hauss vorgenommen werden solle. — Hiernächst würde auch die Billigkeit,״ wie OA. bemerkt, ״erfordern, dass er die hebräische Lettres, die Macklott mit der L’schen Druckerey erkauft, diesem in leidentlichen Anschlag wieder abkaufe, weilen sonsten Macklott offenbahr zu Schaden käme, massen die hebräische Lettres blos wegen des Supplicanten angeschafft worden. — Fürs dritte würde der Jud dem fürstlichen Gymnasio vor die Presse eben das bezahlen müssen, was die weitere Heldische Presse dahin bezahlen muss, denn die anerbottene Abgabe von jedem Bogen würde wegen der dabey nöthigen zu vielen und daher nicht wohl möglichen Aufsicht nicht so schicklich seyn. — Endlichen wäre die Verfügung, dass der Supplicant nichts ohne hiesige Censur drucken solle, wesentlich nöthig.60״) Schon am darauffolgenden Tage ergeht darauf an das OA. der Bescheid des Hofraths, dass das OA. Macklot und Wormser ״wegen derer gegen Billigen Preiss zu überlassenden hebräischen Lettres״ und ferner Wormser, nach Rücksprache mit dem .Kirchenrath Sachs61) ad protocollum vernehme, was er dem Gymnasium zu zahlen bereit sei. Auch solle OA. Vorschläge zur Verhütung von Unterschleifen machen.62) Da dieser Bericht bis zum 31. August noch nicht eingegangen war, so erfolgt an diesem Tage eine Erinnerung,63), worauf endlich am 4. Oktober derselbe eingeht. Derselbe lautet: ״Der Hofbuchführer M. wiederholet noch immer seine Protestation gegen eine besondere jüdische Druckerey und behaubtet, dass er alsdann vor Unterschleifen, die einige Drucker Gesellen mit seinen Schriften vornehmen und heimlich unter des Juden Presse abdrucken könnten, niemahlen sicher wäre, auch sehr grossen Schaden und daher Verdruss zu gewarten haben könnte. Und wann ja seine Vorstellung nichts verfangen sollte; So hat er auf solchen Pall erklähret, dass er nach Pro־ portion des hohen Preisses, in welchem er die L’sche Druckerey weit über den Anschlag angenommen, dem Juden die hebräische Druckerey unter 500 fl. nicht erlassen könne. — Der Jud hingegen hat uns dagegen erklähret, dass diese abgenützte, alte hebräische Lettres neu nicht über 400 fl. gekostet und jetzt nicht mehr die helfte werth seyen. — Bey dem Sturtz der L’schen Druckerey sind sie um 277 fl. 35 er. und 60) ib. Stk. 18. - 61) Fecht S. 295. - *2) ib. Stk. 21. 63) ib.Stk.22.

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