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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-09-01 · 5 (September-Oktober 1896) · p. Seite 149

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
5 (September-Oktober 1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 149 (sequence 21)
Language
German
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149 ־2 80 solle ich Ew. Hf. Hochl. O. A. Namens meiner Curandin ganz gehorsamst bitten, den berichtli :hen Antrag dahin ׳u machen, dass die L.’sche Ehefrau bey denen Gerechtsamen ihrer Officin, so wie sie solche erkaufet hat, gnädigst mainteniret und vor alle fernere gefährliche Nach- Stellungen ihrer Nahrung in Ansehung des Jud W. sichergestellt, folglich demselbigen einmal vor allemal nicht mehr gestattet werden möchte, dass er, da er schon seit anno 1764 sich auf disseitige Kosten ernähret hat, nunmehro erst der L.’schen Druckerei den besten Verdienst zur Dankbarkeit raube. — Je vorzüglicher eine schon so viele Jahre zum Besten des Publici etablirte Officin vor einer anderen ist, die zu jener Ruin erst aufgerichtet werden will, und jemehr die Besitzerin jener als eines fürstlichen Bedienten Tochter so nun de damno vitando certiret, vor einem so undankbaren angehenden Schutz Juden diese gerechteste Rücksicht verdienet, mit dsto gegründeterer Hoffnung ff . . .“49) Das 0. A. begleitet diese Vorstellung mit der Bemerkung, dass ״wir zwar geglaubt haben, es dörfte ceteris paribus demjenigen Anstand, den die L’sche Officin hat, dadurch begegnet werden können, wenn der Jud obligieret würde alle Lettern zur hebräischen Druckerey in der L’schen 0 ficin zu nehmen, allein es ist auch dieses denen L’schen wegen verschiedenen Besorgnüssen nicht anständig.41 0. A. wisse also nichts weiter zu berichten, als was bereits 176£ berichtet wurde und überlasse die Entscheidung dem Hofrath60). Dass diese ablehnend ausfiel, ergiebt sich aus der sechs Jahre darauf erneaetten Eingabe Moses Ws. d. d. ‘28׳ Mai 1776. In derselben hejsst es nach den Eingangsworten: ־ ... .•^Ob ich mir nun gleich, auf mein letzteres demüthigstes Bitten mit der; Hoffnung einer gnädigsten Erhörung um so mehr schmeichelte, als ich dazumalen schon in die fürstl. Einnehmerey 2 fl. 48 er. Taxgeld51) ״ ' bezahlen musste, so habe ich mich doch bis deshero einer Ankündigung dieser höchsten Gnade noch nicht erfreuen können, sondern mein jüngerer Sohn*2) musste noch weiter sein Brodt in der Fremde kümmerlich suchen, und mein älterer sich mit dem sehr geringen Sezerverdienst bey der bisherigen L’schen Buchdruckerey ängstlich68) behelfen. Da nun aber auch diese nunmehro verkaufet54) werden soll und also mein älterer Sohn auch diesen wiewohl sehr geringen Verdienst zu verlieren Gefahr laufet; so . . . Meine Söhne haben ihr Metier sowol hier als auf ihren dieserwegen angestellten langwürigen Reisen so erlernet, dass sie nicht nur keinem etwas nachgeben, sondern sich auch durch ihre mit« vielen mir disfalls erwachsenen Unkosten erlangte Bekanntschaft mit auswärtigen Juden viel Geld in das Land zu ziehen getrauen und sich auch in diesem Betracht eine ununterbrochene Beschäftigung ... zu versprechen 49) ib, Sk. 14. R0) ib.Stk. 13. 51) das Privilegium (vgl. Anm. 49) trägt den Kanzleivermerk: Taxe: Concess. p. Gymn; 5 fl., Exped. 2 fl., -Ch(arta) 30 er. — Das Concessionsgeld scheint also nicht erhoben, dagegen zu den verbleibenden Gebühren noch ein Aufschlag von 18 ,er. gemacht zu sein. — 62) Hirsch W. — 53) i. e. kümmerlich, — 84) Am 9. Juni 1776 kaufte Macklott die L’sche Druckerei für 5200 fl. Später entwickelte sich über die Bezahlung ein Streit zwischen ihm und der Masse, der schliesslich damit endet, dass i, J. 1784 (16. April) durch Kirchenraths־ Beschluss ihm die Bezahlung erlassen wird. (Fase. 273.). —־

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