Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1896)
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 148 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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148 Die hebräischen Druckereien zu Karlsruhe i. B. und ihre Drueke. Mit Benutzung der Akten des Grossh. General-Landes-Archiv in Karlsruhe, beschrieben von Dr. Ed. Bibepfeld. (Fortsetzung.) Die Eingabe geht an den Hfr. zum Antrag41) und dieser übersendet sie am 2. Juni 1770 an das OA. ״zum Bericht unter Bezug auf das unterm 8. November 1766 ergangene Decret42״). Demgemäss vernimmt das 0. A. auf’s Neue den Wippermann und übersendet am 6. Juli die folgende Eingabe desselben d. d. 3. Juli 1770: [Nach Berufung auf seine Erklärung von 1766.] ״Also füge ich zur Widerlegung des den Jud W. tangirenden calumniösen Vorgehens nur noch bey, dass vom 12. April 1768 bis den 1. April 1769 ein hebräisches Werk in Folio von 961/2 Bogen abgedruckt worden seye43), wobey'“*!**> der Juden-Sezer, wann er vor das Sezen, wie die Lotterin vor das Drucken auch nur 2 fl. 30 er. pro Bogen erhalten, jedoch in dieser Zeit 241 fl. 85 er. baares Geld verdient hat. So wurde des Juden W.’s eigenes Verlags-Buch44) und an des Juden-Vorsinger Hirscheis Werk46) vom 7. Januar 1770 bis den 22. April ejusdem 46. Bogen gedruckt, welchen Verdienst der Supplikant in Zeit von 3 Monaten wenigstens auf 115 fl. bereclmen konnte — An eben dieses Juden-Vorsingers46) sowohl als an des Juden Wolfen Verlags-Buch47) wurden vor diesem auch 98 Bogen gesetzt und gedruckt. — Alles Dieses ist bey dem Juden W. baarer Verdienst ohne Auslagen. Er besitzet aus der Lotterischen Officin gegen 12 Otr. hebräische Schriften zu diesseitiger Abnutzung und seyn anno 1768 vor 150 fl. 17 er. dergleichen nur zur Beförderung und Aufname der hebräischen Druckerei angeschafft worden. Von der zweiten Press in der Lotterischen Druckerei werden die Recognition-Gelder 48) jährlich mit einer Louisdor blos um des hebräischen willen zum fürstlichen Gymnasio bezalt und der Lehr Jung in der Lotter’schen Druckerei tragt dem W.*alles ab und zu. — Wann nun die L’sche Druckerei ein starkes Capital und noch jährlich viele Rösten auf den hebräischen Druck verwendet, und dahero ihren Verdienst, davon kaum auf die Helfte dessen, was der JudW. ohne Auslaage und haar verdient, berechnen darf, dessen ungeachtet aber und da solche keinen besonderen und gewiessen Verdienst des Jahres hindurch hat, die Subsistenz derselben hauptsächlichen auf dem beruhet, was sie mit denen hebräischen Schriften verdienet, der Juden-Setzer hingegen weit mehreren und genügsameren Nutzen dabei hat, auch dessen Vermehrung von der Anschaffung mehrerer Verlags-Bücher einzig und allein abhänget, 41) Vermerk auf Stk. 11. — 42) vgl. S. 95. — 43) Gemeint ist der סדר הדורות vgl. Anl. I. s. t. — 44) Nicht festzustellen. — 45) Die Uebersetzung des אלשיך vgl. Anl. I s. t. 46 •— חורת משה) Der עץ יוסף vgl. Anl. I. s. t.;47 ־־) Wahrscheinlich der bei Macklott gedruckte 48 — זבד בנימין) üeber das Druckerprivilegium des Gymnasiums vgl. Fecht S. 290 ff. — נד