Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1896)
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 133 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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133 Bearbeitung der 3. Ordnung der Miscbna, dass er, *wie selten jemand, dieser schwierigen Aufgabe gewachsen ist. Seine Uebersetzung ist klar und correct, die Vocalisation den Regeln der Grammatik durchaus entsprechend. Die erklärenden Anmerkungen sind sachlich und sehr präcise gehalten; sie verraten ein tiefes Eindringen in das behandelte Thema. Auf Einzelnes werden wir in einem andern Zusammenhang zurückkommen. Wie uns mitgetheüt wird, sollen die Schlusshefte des IY. Bandes, Nesikin, den Dr. Hoffinann bearbeitet, demnächst erscheinen.] 1TZKOWSKI, H.,ילוח תרנ״ז Berliner Kalender für Israeliten auf das Jahr 5657 (1807). XIX. Jahrg. Berlin, Itzkowski, 1896. Mk.—.30. [Neu zugegeben: הזכרת נשמות ,סדר ברכת החדש* u. ספירת העומר]. JUEDISCHE GESCHICHTEN. (יידישע נעשיכטען) Verfasst von berühmten jüd. Schriftstellern. Budapest, Allgem. jüd. Zeitung, 1896. 105 S. 32 °. [Deutsch in hebr. Lettern. SA. aus der ״Allg. jüd. Zeitung“.] LEHMANN, M., יזאען אונד ערנטען Säen und ernten. Eine Erzählung. Budapest, Allgem. jüd. Zeitung, 1896. 270 S. 32 °. [Deutsch in hebr. Lettern. SA. aus der ״Allg. jüd. Zeitung“.] LI BO WITZ, N. S., ״ ר׳ יהודה אריה מח־ינאA critical Account of the Life and literary Äctivity of Leon Modena.“ Wien, Selbstverl. des Verf. (Newark N. J., Kinney Str. 299.) 1896. 120 S. [Leon de Modena war ein genialer und talentvoller Mann. Er beherrschte verschiedene Gebiete des Wissens, war ein gründlicher Talmudist, ein gewandter Hebraist, ein leidlicher Dichter und ein geistreicher und äusserst produktiver Schriftsteller. Es haben ihm aber auch verschiedene Mängel angehaftet. Er war für Geld zu allen Dingen zu haben, was seine 26 ,,Professionen“ beweisen; das auf jede mögliche Weise erworbene Geld opferte er dem Moloch des Kartenspieles; trotz seines kritischen Geistes war er doch dem Aberglauben verfallen, huldigte er doch der Astrologie und ähnlichem Unsinn; oft stand er in Wort und That mit sich selbst in Widerspruch; im Verkehr mit andern war er nicht offenherzig genug. Das ist das allgemeine Urteil über ihn und seinen Oharakter. Hierzu kommt noch sein Streben nach Reformen, das einer objectiven Beurteilung sich entzieht und immer nur nach dem individuellen Standpunkt des Kritikers gebilligt oder verworfen werden kann. Libowitz nun kann es nicht vertragen, dass de Modena von allen seinen Biographen wegen seiner Fehler verurteilt wird; er unternimmt es nicht nur, dem Motto seines Buches (Jes. 1,16) treu, seinen Helden von allen Sünden rein zu waschen: er will vielmehr den Nachweis führen, dass "זדונות נעשין לו כזכיות“! Schon die ersten Versuche aber hätten L. überzeugen müssen, dass dies ohne den Scharfsinn eines R. Meir (Erubin 18 b) unmöglich sei. Die Arbeit macht in der That an manchen Stellen den Eindruck, als wollte der Verf. sich selbst täuschen. Oder ist es nicht eine Selbsttäuschung*, wenn Verf. de Modena (S. 25 u. S. 93) als einen Märtyrer hinstellt, der Hunderte von Dukaten verspielt hat, um dadurch seinem Volke Dienste leisten zu können, indem er da Gelegenheit fand, seinen hochgestellten Spielgenossen eine gute Meinung vom Judentum beizubringen? Man lese folgende Sätze und versuche, sich dabei des Lachens zu enthalten:!נמצא אנו למדים מזה כי משום כלוי ממון הקהל דרשריא/,ס.בדמעתו על לחייו שיתירו חרם הצחוק/ באשר מעת נאסר הצחוק נמשך מזה