Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1896)
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 102 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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102• auszusetzen, bitte ieh Sie, g. H. Red., folgendem Nachträge noch Raum zu geben. Herr Goldschmidt, der sich mit meiner verhältnissmässig äusserst milden Beurtheilung seines Machwerkes nicht zufrieden gab, hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn durch diesen Nachtrag seine Unwissenheit sowie die gänzliche Unzuverlässigkeit und Werth! osigkeit seiner Arbeit noch deutlicher erkannt Wird. Tu l’asvoulu, George Dandin, tu l’as voulü! Und .nun zur Sache. S. 2 Zeile 1: מכדי*) (da doch) wird in der Übers, hier und sonst mit ״merke!“ übertragen — eine Neuerung, die doch einer Begründung bedürfte! — Das. Zeile 14 והדר פשטו לה heisst: ״sie entschieden nachher“ (den Zweifel), nicht wie vorl. Uebers. hat: ״sie erklärten dies:“ — Das. Z. 20: עני ונזק חד שיעורא הוא ist übertr.: ״für deu Armen und den Priester ist eine Zeit festgesetzt.“ Die Zeit für das Abendbrot des Armen ist doch nicht festgesetzt?! Diese Unrichtigkeit in der Uebers. ist durch die Note 13 zwar richtiggestellt. Es wäre aber besser gleich richtig zu übersetzen, wie dies z. B. weiter S. 3 Zeile 3 geschieht. Dieselbe unbegreifliche Methode befolgt der Uebers. auf der folgenden Seite 3 Zeile 23 bei ״ ואי אפשר לעמוד עליוes ist nicht möglich, ihn (den Augenblick) genau zu bestimmen“. Die Uebers. G’s: ״es ist nicht möglich, sie von einander zu trennen“ ist falsch; die in Note 11 gegebene annähernd richtig. S. 5 Z, 20 תנא citirt immer eine Baraita (Tosephta), muss also übersetzt werden: ״eine Baraita lehrt“ oder ״es wird gelehrt.“ Die Uebers: ״er lehrt“ (nachPinner) ist irreführend.**) S, 6 Z. 33 st. ״Rabba“lies: ״Raba“. — S. 7 Anm. 9 st.: ״genau erwägen“ muss es heissen: ״entscheiden,“ S. 10 Zeile 12 אתי׳ אחד אחד hier und an noch vielen Stellen dieses Heftes wird die wichtige Regel der ״Wortanalogie“ (גדרה שוה> angewendet. Der Uebers. halt es nicht der Mühe werth, auch nur eine Andeutung in einer Note darüber zu geben — ein charakteristisches Zeichen für dessen Sachkenntniss. Das. Uebers. Zeile 47: ״so erinnere er ihn,“ soll heissen: ״so erinnere er sich.“ Das. Anm. 4: ״Pietistisch“, soll heissen: ״Euphemistisch. S. 11 Note 3: ״(Wieso ist dies erwiesen), dass man das Sema im Bett lese?“ Die Erklärung ist falsch. Dies wurde ja schon oben S. 10 Z. 16 ff. bewiesen! Die Note müsste lauten: ״dass dieser *)מך?־ךי=מכדי Dasbibl. Aram. kennt nur die Formen: 5די und ״מךרי Anders erkl. Levy und Kohut). **) Zum. Schutz vor Rabulisten' bemerke icb, dass ich weiss, dass תנא eine Activform ist, sowie dass nach unserer Tosefta es so scheint, als habe R. Nathan selbst diese Lehre ausgesprochen. Dass es sich aber in Wahrheit nicht so verhält (vgl. Frankel. Jerus. Comment.), und demnach die Uebers.: ״er lehrt“ ein irreführendes Falsum enthält; dürfte jedem Verständigen .einleuchten. Am richtigsten ist es nach dem Ms. des בית נתן das תנא ganz zu streichen.