Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1896)
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 101 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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101 Punktes Sie mit der Bitte behelligen, mir gefälligst noch nach- .träglich den Platz für noch einige Randbemerkungen einzuräumen, um eine gegen mich erhobene falsche Anklage zurfickzuweisen. ׳ ־ Lazarus Goldschmidt hat nämlich in einer Broschüre*) unter dem Titel: ״Die Recension des Herrn Dr. D. Hoffmann über meine Talmud-Ausgabe im Lichte der Wahrheit“ meine Einwendungen ״Punkt für Punkt widerlegt.“ Wie? — darüber werde ich Ihnen am Schlüsse meines Schreibens einige Mittheilungen machen. Nun könnte ich diese ״Widerlegung“ sammt allen drum- und dranhängenden Sottisen**) getrost dem Urtheile der anständigen Fachmänner überlassen, wenn L. G. es nicht für gerathen gehalten hätte* seine Rabulistereien mit versteckten und offenen Anklagen gegen meine Wahrhaftigkeit zu verbrämen, deren gravirendste auf S. 22 lautet: , . ״Nichts destoweniger behauptet Herr H., dass er nur einen Theil von seinen Randbemerkungen wiedergebe. Das muss ein eigenthümlicher ״Irrthum“ von Seiten des Herrn H. sein. Wer vor Unwahrheiten nicht zurückschreckt, um. eine Arbeit durchaus schlecht zu machen^ wird doch nicht ein grösseres Quantum noch vorhandenen Materials einfach aus Liebenswürdigkeit zurückstellen. Direckt bewiesen’ wird aber noch das ״Unzutreffende“ jener Behauptung durch die Thatsache, dass die Hinwendungen des Herrn H. zunächst mit S. 2 beginnen und bis zur S. 77 fortschreiten, sodann erfolgt eine weitere (schon weniger ergiebige) Nachlese, die er schon nur als Ungenauigkeiten zu bezeichnen vermag, welche wieder mit S. 8 beginnt und bis S. 74 fortschreitet. Jene Behauptung ist also direkt auf Täuschung des Publikums berechnet.“ Wiewohl der hier beigebrachte indirekte und direkte ״Beweis“ mit der in der Broschüre vorgebrachten ״Widerlegung“ meiner Ausstellungen auf gleichem Niveau steht und auf logisch denkende Leser nur einen komischen Eindruck zu machen vermag; so scheint doch Herr Lazarus Goldschmidt selbst, der in seiner ״Broschüre eine solche Ignoranz an den Tag legt, dass er selbst die ־ ihm nachgewiesenen groben Fehler bestreitet, von dieser seiner Behauptung fest überzeugt zu seih; sonst würde er es doch nicht gewagt haben, mich . zur Veröffentlichung meiner übrigen Randbemerkungen herauszufordern. Um nun dem והייתם ומישראל ,ip נקיים gerecht zu werden und mich auch bei dem *geringsten Menschen nicht dem Verdachte der Unwahrhaftigkeit *) Herr L. Goldschmidt hat auch uns mit einer Entgegnung beehrt, die wir aber, weil nach Schluss derRedäction eingelaufen, erst in dernäehsten Nummer unserer ״Zeitschrift“ zum Abdruck gelangen lassen können. Zur Beruhigung der geehrten Leser bemerken wir hier gleich, dass damit für uns die leidige Affaire ihren Abschluss erreicht haben wird. D. Red. **) Schon das Titelblatt hat das Motto: ״Proverbia 26 5“ (d. h.: Antworte dem Thoren nach: seiner Thorheit, dass er sich nicht weise dünke)!