Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1896)
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 96 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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965 * . Der ungnind des vorgebend der Lotterischen Elieleute hat sich unterdessen deutlich daraus veroffenbaret, weilen ■sich 1) Ihre Driickerey keineswegs verbessert, sondern durch die schlechte Leute, die sie beständig dabey gehalten, vielmehr verschliinmert und 2) dieselben unter dieser Zeit38) sehr wenige hebräische Schriften zu drucken gehabt39), deren Setzung sie mir übertragen können^ ja es ist vielmehr bey dem hohen Preiss, den die Lotterischen vor Druckung hebräischer Schriften aufgestellet,‘ nicht wohl anderst möglich gewesen, als dass die Verleger derselben an solche Orte ge- .trieben worden, wo* sie dieselben nicht nur wohlfeiler, sondern auch die Arbeit früher bekommen haben, massen dieselben mit diesen Schriften so.oft zu drucken aufgehört, so oft ihnen wieder teutsche Drackereyen zugekommen sind. Es ist dahero denenselben sowohl als mir dadurch ein grosser Schade zugegangen, mich aber hat derselbe am meisten betroffen, weil ich die meiste Zeit müssig sitzen müssen und nichts zu thun gehabt habe. ־— Euerer Bf. Dl. gnädigsten Intention gemäss sollen auch die in Höchstderselben Landen wohnenden Juden Professionen lernen und sich damit bey denen Ihrigen za ernähren suchen. ‘,Ich habe, dieses gethan, viele Kosten darauf verwendet und meine Profession so erlernet, dass ich mich gar wohl darauf zu ernähren getraue, wenn ich nur dieselbe treiben dürfte. — Da es nun ohne Abbruch eines anderen geschieht, vielmehr E. Hf. Dl. Höchstes •Interesse durch die. in dem Land ab- und zugehende viele Juden spwohl als der aus- und eingehenden Waare in Ansehung des Zollö und Juden Geleits verbessert wird und bekünntermaassen in denen meisten Hauptstädten Teutschlands viele ׳ Jüdische Buchdruckereyen errichtet werden dörfen, so erkühne ich mich wiederholter . . . . der gnädigsten Willfahr meines submissesjten Gesuches um so getroster entgegen zu sehen, als E. Hf.‘ DL jederzeit dem ältesten Sohn eines dahiesigen Schutz Juden, wenn Er sich ehrlich verhalten, eine Gnade za erzeigen geruht. Ich mache mich sofort anheischig [ . . folgen die Bedingungen des Privilegiums' ä. 1766, ferner] sofort der Loiterischen Frau ihre Lettern zurückzugeben und mir. alle Selbsten anzuschaffen; Da ihr dann nun auf solche Art ohnbenommen bleibt, wann sie will, hebräisch za druckeä ... so ersehe ich der gnädigsten Erhörung meiner submissesten Bitte um so. getröster entgegen, ... als ich auch meinen alten, nichts mehr zu verdienen im Stande seyenden Eltern damit unter die Arme greiffen kan.“*0) . (Fortsetzung folgt.) Mitteilungen aus handschriftlichen Bibel- Commentaren. Von Dr. Samuel Poznanski. I. Aus Jehuda Ibn Bal'äm’s 'Commentar zu II. Samuel. Der Bibelcommentar Jehuda Ibn Bal'äm’s ist yon doppelter "Wichtigkeit. Einmal in exegetischer Hinsicht, ■ da es eines der ältesten Producte der jüdisch-arabischen Exegese in Spanien ist -7•• 36) ib. Stk. 10. — 37) s. w. u. Stk. 14. — ®) sc. seit 1766. — ®V im Gaiizen: 2. 4יי)‘ ib. Stk; UL. _ '; גד