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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-05-01 · 3 (Mai-Juni 1896) · p. Seite 94

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
3 (Mai-Juni 1896)
Date
1896-05-01
Page
Seite 94 (sequence 22)
Language
German
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auch Moses W. nicht nür abgewiesen, ,sondern ״es hat auch das Ober-Amt demselben zu bedeuten, wie sein Sohn sich mit dem bei Lotter acquirirenden Setzer-Verdienst gar wohl begnügen könne.“25) — Zwei Jahre ruhte nunmehr die Sache; dann erfolgte die Flucht Lotters und nunmehr hielt es Moses W. an der Zeit, in folgender ausführlichen Bitte sein Gesuch am 13. August 1766 zu erneuern: \ ״Die dermahlig zerrüttete Umstände der Lotteriscben Buchdruck erey, nach welchen dieselbe; schwerlich lauge dauern, sondern dem Vernehmen nach vielmehr eingehen dörffte, und die bey derselben aibereits zum Verkauf ausgesetzte sieb in meiner Hand befindenden Hebräischen Buchstaben geben mir Anlas, dass ich mich wiederholter erkühne, dasjenig Gesuch bey Euer Hochfürstliche26) Durchlaucht2?) submissest zu wiederholen .... vor meinen Sohn, der sowohl die Setzerals auch die Drucke* kunst in hebräischen Schriften dergestalt erlernt, dass er bey dieser Profession vor eineuvollkommenen Meister passiren kann.1-י Da dermahlen die Umstände völlig cessiren, welche dämahls obgewaltet haben und Buchhändler Macklot sich schon mehrmals erklärt, dass er mit Druckung der hebräischen Schrifften nichts zu thun haben wolle, überdies auch der Buchdrucker Lotterischen Frau und Kindern ein wahrer Nutzen dadurch zugehet, wenn sie die hebräische Buchstaben, welche sie mir nehmlich den Centner vor 22 fl. feilgethän, wohl anbringen kann, Euer Hf. Dl. auch, sowie dem gemeinen Person bey einer dahier aufgerichtet werdenden hebräischen Buchdruck erey in Ansehung ׳der dadurch hierher kommenden fremden Juden und mehr anderen Stücken ein grosser Vörtheil zugehet: So lebe ich der tröstlichen Hoffnung, dass Eure Hf. Dl. mein unterthänigstes Bitten umso eher gnädigst erhören werden . . . ., als in vielen, ja in allen Hauptstädten Teütschlauds, als zutn Exempel in Amsterdam. Frankfurt, Bresslau, Fürth, Anspach und vielen anderen mehr hebräische Buchdruckereien sich befinden, ich auch dieser Kunst halber Vieles auf meinen Sohn verwendet, und zur Druckung ein eigens wohl gelegenes Hauss habe. — Ich ersterbe indem ich .. ... noch dieses zu einigem Beweg-Grund anführe, dass meine Famiile schon über 100 Jahre in diesen fürstlichen Landen wohnt and noch niemahlen sich nur m dem geringsten verfehlet, sondern jederzeit eine gute Aufführung gehabt.28״) Wiederum ging das Gesuch, am 16. August ds. Js. an das OberrAmt zum Bericht nach vorheriger Vernehmung sowohl Buchdrucker Lotter’scher Ehefrau, als auch des Hofbuchdruckers Macklott.549) Darauf berichtet das OberrAmt unter dem 1. Nov.: ״Der Hofbucbführer Macklott hat zwar wegen der von Jud Moses \V\s Sohn dahier zu errichten vorhabend^n Buchdruckerei- Presse . . . einigen Anstand gemacht, nunmehr aber sowohl mündlich als schriftlich sich erklähret, ־ dass er es geschehen lassen wolle, in Sofern der junge W. einen eigenen Setzer und Drucker dazu anschaffe, und nichts anderes als hebräisch drucke. Dazu sich, dann auch der junge W. verbindlich gemacht hat; die Buchdrucker Lottersehe Ehefrau hat gleichfalls nichts dagegen, wiewohlen auch ohnehin sie diese Buchdruckerei nicht behaupten kann. —Es erachtet also -־-־־"- t - . — 25) Fase. 274, 3. — 2*י) Fernerhin: Hf. — 2?) Fernerhin: Dl. —? 28) Fase-־ id., 4. -r29 ־) ibid., 6. — 3°) Fernerhin: 0. A. — i31) ib. Stk. 5.

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