Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1896)
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 92 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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— ■ 92 — Aufträge ihr Faktor Wilhelm Friedrich Lotter das Geschäft ,weiterführte, ohne aber hebräisch zu drucken. Erst mit der Uebemahme der Held’schen Druckerei durch Lotter i. J. 1762”) begann für diese Drucke eine neue Aera. I. J. 1763 wurden 3er 3'עין יוסף) des R. Joseph Darmstadt und der קצור םמ״ג mit einem Anhänge עובר אורח fertiggestellt; es folgten i. J. 1765 ר die Eesponsensämmlung אור נעלם und die Novellen אור לו בציון des R. Jizchak Seckel Ethausen״); i. J. 1766 der viertitelige שמות בארץ des R. Moscheh ihn Chabib; 1669 der סדר הדורות des R. Jeehiel Heilprin; 1773 der תפארת ישראל des ß. Jonathan Eybeschütz und das אגרתא רהטתא חשביא des ß. Moscheh Meir Wesel; 1775 der erste und 1777 der zweite Theil אורים ותומחש des R. Jonathan Eybeschütz. Inzwischen war über Lotter bereits läagst die Katastrophe hereingebrochen, die bei den unzureichenden Mitteln, über die er verfügte, von vornherein vorhergesehen werden konnte, und schon 17661S) hatte er sich durch die Flucht seinen Gläubigern entzogen.16) IJeber seine Erbschaft entstand ein langwieriger, harter Streit zwischen demHofbuchdrucker Michael Macklott:7) einerseits und dem bisherigen hebräischen Setzer Lotter’s, Juda Löw Wormser, Sohne des Karlsruher Schutzjuden Moses Wormser18) anderseits, während die Massenverwalter des Lotterschen Nachlasses naturgemäss darauf bedacht waren, die Masse möglichst günstig zu yerwerthen., lieber diesen Kampf, der von beiden Seiten mit grosser Hartnäckigkeit geführt wurde, geben die Akten des Grossh. General - Landes - Archivs zu Karlsruhe 1761. Bestätigung des Privilegs der Held’schen Waisen als der Enkel Maschehbauer’s. — 12) Fase. 15, * *unter 29. April 1772. — 13) *Vgl. für diesen und alle folgenden Titel das Verzeichniss der Drucke Anl.l.— 14) Vgl. über ihn L öwenstein. Beiträge zur .Geschichte der Juden in Deutschland 1. (Frankfurt a. M. 1895), S. 244, Ahm. 3. — 15) Grosh. GLA. (Akten Ober- Amt Karlsruhe Die Erlaubniss und, das Privilegium zur Errichtung einer Buchdruckerey in hebräischen Schriften in Karlsruh betr.) Fase. 274 (nicht *nummerirt)• St. 11. — 6ג) So erklärt es sich auch, dass nur die Drucke bis zum Jahre 1766 den Vermerk ״Gedruckt bei Herrn Wilh. Friedr; Lotter״ tragen, während später die Druckfirma fehlt oder die Namen der Faktoren mit enthält. Vgl. w. u. — 17) Vgl. über ihn Fecht S. 316. — 18) Löw Wormser, wohl der Vater Moses’, wird bereits 1726, also unter den ersten jüdischen Ansiedlern genannt, F echt S. 85. Ob die Familie ursprünglich aus Worms eingewandert war, worauf der Natne hinweist, lässt sich, da dieselbe ausgestorben zu sein scheint, schwerlich feststellen. Moses W. giebt aber in seinem Gesuch an den Markgrafen . v. 13. August 1766 (Fase. 274 Stk. 4), auf das oben noch zurückzukommen seih wird, an, dass seine ״Familie schon über 100 Jahre in diesen fürstlichen Landen wohnt.״ I. J. 1740 wird ein Jakob Wormser aus Worms, von Neckarbischofsheim nach Karlsruhe eingewandert, bei F e cht S. 239 genannt. 19) Es sei an dieser בר