Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 2 (März-April 1896)
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 70 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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70 ,durch einen Schluss gefolgert,“ S. 8 Z* 28 לשנות ,zu studiren“ statt: ״Mischna zu lernen.“ S. 48 Z. 27 ״ :דמהדר אשמעתאer hielt: eine Vorlesung“ st.: ״er suchte nach einer Lehre“, oder ״er war bestrebt, eine Lehre vorzutragen.“ S. 51 Z. 20 אינו צריך לומר ״man lese nicht“ st.: ״man braucht nicht zu sagen“. S. 74 Z. 3 ״ דאתו דרבנן ומפיק דרבנןda kann eine Anordnung der Rabbanan einer Anordnung der Rabbanan entledigen“ (!). י Wo der Talmud aus Bibelstellen eine Lehre entnimmt oder an dieselben eine Sentenz anlehnt, hat der Uebersetzer oft nick* die Bibelstelle so zu übersetzen verstanden, wie sie der Talmud gedeutet hat; in Folge dessen ist die betr, Stelle in der Uebers. unverständlich. So z. B. S. 18 Z. 8: ״Kerum [wie das Er^ habene]“ während nach dem Talmud hier ״Kerum“ Name eines Vogels sein soll. S. 37 Z. 2, תמיד müsste hier mit ״beständig“ übers, werden, um das ״beständige“ Opfer darin angedeutet zu finden. S. 65 Z• 23 will der Talmud מלוה lesen, während der Uebers.: ״er leiht“, also nach מלוה übersetzt. S. 68 Z. 20 ■והמטים עקלקלותם בו gibt nach der Uebers.: ״die auf krummen Wegen wandeln“ gar keinen Sinn. Der Talm. will übersetzt haben: ״Die sie (die Guten in V. 4) schief (krumm) beurtheilen“, (מטים urtheilen, oft im Talmud). Wenn wir noch die spärlichen Erläuterungen unter dem Texte einer Kritik unterziehen, so wird der Nutzen der vorliegenden Arbeit noch mehr in Frage gestellt. Es dürfte Jedem, der nur einige Talmudstellen gelesen hat, sich die Ueberzeugung aufgedrängt haben, dass der Talmud, namentlich dessen halachischer Theil, ohne Commentar unverständlich ist. Es sind da oft Notizen hingeworfen, die Vieles (Biblisches und Talmu-, disches) als bekannt voraussetzen und dem mit diesen Voraus^ Setzungen Unbekannten absolut unverständlich sind. Wenn nun in vorhegender Ausgabe derartige Stellen zumeist ohne auch nur einigermassen ausreichende Erklärung wiedergegeben werden, so ist jeder Leser geneigt zu glauben, im Talmud sei recht viel unverständliches oder gar unsinniges Zeug enthalten! Dass auch bei agadischen Stehen die Erläuterung höchst mangelhaft, ist, mögen folgende zwei Beispiele darthun. Die Uebers. zu $. 66 Z. 5 f. lautet: ״Er schlug die zwei Ariel Moäb“ — er hinterjiess seines gleichen weder zur Zeit des ersten Heihgthums, noch des zweiten Heihgthums.“ — Hier hätte man doch, eine kurze, Notiz erwartet,, wieso der Talmud in ״zwei Ariel Moäb“ die zwei Heihgthümcr angedeutet findet, — S, 67 Z. 26 ff.: ״Indess sah er (Samuel) Levi ausserhalb sitzen, Da frug er. ihn: Warum sitzest du ausserhalb? Warum bist du nicht hinaufgegangen? Dieser erwiderte: Es wurde mir beschieden: So viele Jahre, wie du das