Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 2 (März-April 1896)
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 69 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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69 , לתנא) mit: ״ein Schüler“ übersetzt; allein wer aueh nicht aus eigener Belesenheit die Bedeutung des ״Tanna“ in den amoräischen Lehrbäusern kennt, der hätte sich z. B. aus Friedmanns Einl. in die Mechilta S. XLII darüber genau informiren können. S. 30 Z. 22 דיה לצרה בשעתה heisst nicht: ״es ist an der Not der Gegenwart genug“, wie die Uebers. es wiedergiebt, sondern: ״es genügt, dass die Not zu ihrer Zeit vorhanden ist“; d. h. sie, sollte nicht noch vor dieser Zeit Gram und Sorgen verursachen. S. 33 Z. 26 הוה שכיח heisst: ״war oft anwesend.“ S. 40 Z. 23 ist ספרא דבי רב der bekannte so benannte halachische Midrasch zu Leviticus; ״Bach der Schule Rabhs“ ist also keine richtige Heber- Setzung. Das. ist in Note die Erklärung des ״Midra*“ als ״agadische Sehrifterklärung“ schwerlich richtig. Die TJebers. folgt überhaupt einer entschieden falschen LA. Die richtige LA. scheint die von unserem Herausgeber unbegreiflieherweise ignorirte Randleseart des Cod. M. zu sein, die der des Alfasi ähnlich ist. S. 42 לאצריכא wird unrichtig mit: ״nein, nötig ist u. s. w.“ wiedergegeben. Es steht dieser Ausdruck aber stets statt לא צריכא אלא (es ist nur nöthig), wie Cod. M. hier wirklieh hat. S. 50 ist במה nicht ״Göfczenaltar“, sondern ״ein Privataltar“, (ausserhalb Jerusalems) auf dem nach Deut. 12 auch für Gott nicht geopfert werden darf. S. 52 übers. ״ כאלו מעיד עדות שקר בעצמוals hätte er falsches Zeugniss gegen sieh abgelegt“; es hätte aber bemerkt werden müssen, dass בעצמו Euphemismus ist, wie sehon Raschi erklärt. S. 53 תרם heisst: ״die Hebe absondern“; nicht: ״entrichten.“ S. 63 Z. 1 übers. אבירי לב mit ״Hartherzigen“; das ist aber für ״die Frommen“, die der folgende Satz darunter versteht, eine höchst unglückliche Bezeichnung. S. 69 Z. 14 שאתה מתחטא heisst nicht: ״Du vergehst dich“; denn מתחטא ist hier aus dem aram. חטי, zart sein, und dem arab. Ui»־ abzuleiten (vgl. Fleischer bei Levy chald. Wörterb. I, S. 424). S. 72 Z. 3 נזיקין darf nicht mit ״Entschädigungen“ übers, werden. •S. 73 Z. 10 דרדומי נינהו Wied übers.: ״das ist ja nur ein Flehen!“ Das ist ein Missverständniss. Das Gegentheil sagt der Talmud: weil das Gebet רחמי (Bitte um Erbarmen) ist, sind auch Frauen dazu verpflichtet. מברך wird S. 74 und sonst mit: ״liest die Segenssprüche“ übersetzt, als wenn die Tannaim die Segenssprüche aus einer Schrift gelesen haben wollten (vgl. dagegen Sabbat 115b). תנן wird S. 77 u. sonst mit: ״es wird gelehrt“ statt: ״wir haben . gelernt (in der Misehna)“ wiedergegeben, wodurch der Unterschied zwischen תנן und תניא in der Uebers. gänz verschwindet. Ueberhaupt bietet die Uebers. oft Ausdrücke, die dem Original nicht adäquat sind. Es sei nur auf Einiges hingedeutet. S. 28 Z. 18 u. s. ״ מכללא איתמרaus dem Zusammenhang geschlossen“ statt: