Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 2 (März-April 1896)
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 71 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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71 ל Collegium des R. Aphes nicht besucht und ihm dadurch Kummer bereitet hast, lassen ־wir dich in das Collegium des Himmels :nicht hinauf.* *)“ — Hier wäre doch ein Hinweis auf die Stelle in Ketubot, wo der Conflict zwischen Levi und R. Aphes erzählt wird, viel nöthiger gewesen als z. B. die Note 9 auf S. 56, wo für die Absurdität von Schorr, der Talmud erkläre מלכים בה aus dem griech. 6[1010\00$ך und ßo־/j, ein Platz reservirt wurde. Dass sich in den wenigen Noten auch direct falsche Erklä- ־rangen finden, wird nach allem bisher Bemerkten nicht mehr überraschen. Man vgl. z. B. S. 2 Note 3 (falsche Erkl. zu ״Bärajta“); die unrichtige Deutung S. 21 Note 6; die falsche Erkl. zu ספרא רבי רב S. 66 Note 1; die total missverstandene Stelle Anf. :S. .72, wie dies aus Note 1 das. hervorgeht; und die ganz widersinnige Erklärung auf S. 74 Note 7. Von einer Uebers. mit einem kritischen Text wäre schliesslich billig zu erwarten, dass sie sieh stets nach der wahrscheinlich richtigsten LA. richte. Allein ein solches kritisches Verfahren wird häufig bei vorliegender Uebers. vermisst. Wir bemerken nur als Beispiele, was uns gleich in den ersten Seiten aufgefallen ist. S. 3 Z. 16 ist nach Cod. M. א״ר נחמן בר יצחק einzuschieben; die Uebers. berücksichtigt das nicht. S. 4 Z. 19 ist naeh Cod. M. 4איי ל zu lesen (die Ausgg. haben das לי anstössig gefunden); dennoch ist naeh den Ausgg. übersetzt. Das. Z. 23 ist והמתי*! לי nach Cod. M. zu streichen, da es nur eine erklärende Randglosse zu ושמר לי ist. Der Uebers. fühlt das nicht. So freudig wir nun die Erscheinung einer kritischen Talmud- Ausgabe und einer guten Uebersetzung mit wissenschaftlichem Commentar begrüssen würden, so sehr müssen wir es bedauern, dass durch das vorliegende Unternehmen unser Wunsch kaum einigermassen befriedigt wird. D, Hoffmann. Danksagung. Die p. p. Herren Mitarbeiter an der, zu meinem 80. Geburts- ־tage erschienenen Festschrift mögen mir gestatten, den Ausdruck meiner Genugthuung und meines Dankes auf diesem Wege Ihnen zukommen zu lassen, verbunden mit dem Wunsche, dass es auch .ihnen gegönnt sein möge, in Rüstigkeit und Freudigkeit bis ins höhe Greisenalter der Wissenschaft zu leben. .Berlin, 10. April 1896. Moritz Steinschneider. *) Soll heissen: ״hinein“. — Der Uebers. hat sich Mer und in den nächsten Zeilen noch zweimal den Schnitzer gestattet, das aram. Verb *עול (hineingehen) mit עלי (hinaufgehen) zu verwechseln.