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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-03-01 · 2 (März-April 1896) · p. Seite 67

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
2 (März-April 1896)
Date
1896-03-01
Page
Seite 67 (sequence 35)
Language
German
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67 Recensionen. GOLDSCHMIDT, L., Der babylonische Talmud etc. Berlin, S. Calvary & Co., 1896. (Oben S. 6). Herr Goldschmidt hat sich zwei Aufgaben gestellt, von denen jede allein die ganze Kraft eines Mannes Decennien hindurch in Anspruch zu nehmen geeignet ist. Für die eine Aufgabe, einen kritischen Talmud-Text mit den wichtigsten Varianten zu liefern, hat zwar R. N. Rabbinowitz in seinen: VariaeLectiones in Mischnam et Talmud Babylonicum 15 Theile, (München 1868—1886) bedeutende Vorarbeiten geliefert; allein derselbe hat trotz seiner stupenden Gelehrsamkeit und trotz seines immensen Fleisses in ,mehr als 18 Jahren nicht viel über die Hälfte des Talmuds bearbeitet: die Ordnungen Seraim und Moed ganz, Nesikin mit Ausnähme des Traktats Abot, und von der J)rdätrag Qodaschim die Tr. Sebachim undMenachot. Für beinahe die Hälfte des Talmuds existirt also noch keinerlei Vorarbeit. Dabei sei davon abgesehen, dass, ungeachtet der unschätzbaren Leistungen Rabbinowitz’, dessen Angaben dennoch von seinen Nachfolgern nicht ohne jede Cöntrolle hingenommen werden dürften, wie dies z. B. B. Zomber in seiner Schrift מורה דרך״ oder De Commentariis in Moed Katan etc.“ (Lyk 1870) gezeigt hat. Und nun wie viel Zeit und Kraft würde erst eine correcte Uebersetzung und Erklärung des Talmuds erfordern, wofür nur spärliche Vorarbeiten (vgl. Strack, Einl. in T. S. 116 ff.), zum Theil nur mit grosser Vorsicht, zu benutzen sind. Wenn nun ein einzelner Mann eine solehe Doppel-Riesenarbeit übernimmt, so wird jeder einigermassen Sachverständige nicht ohne Misstrauen hinsichtlich der Qualität der Arbeit an deren Prüfung herantreten. — Wir haben von der vorliegenden ersten Lieferung die Uebersetzung fast ganz und ungefähr ein Fünftel des Textes einer Revision unterzogen und wollen hier nur einige der vorgefundenen Mängel und Fehler der Arbeit einfach registriren. Was zuvörderst den Text betrifft, so entspricht derselbe, wie auf dem Titelblatte angegeben, der ed. pr. (Venedig 1520—23), während die Varianten aus anderen Quellen ihren Platz unter dem Striche einnehmen. Dennoch aber hat der Herausgeber oft in seinen Text eine andere LA. aufgenommen und die der ed. pr. unter den Strich verwiesen. Wenn auch ein solches Verfahren keineswegs zu billigen ist, so hätten wenigstens consequentermassen dann auch andere offenbare Incorrectheiten aus dem Texte wegbleiben sollen, so z. B. S. 3, Z. 10 u. 19 ליה st. לו; S. 41Z. 1 המנונא st. הונא; s. 43 Z. 1—4 die ganze eingeklammerte Stelle. S. 17 Z. 28 ist richtig nach der LA. בדובר übersetzt; beim Texte aber vermisst man diese LA. (sogar auch unter dem Striche). S. 80, Z. 10 hat der Text באהמא ohne jede Notiz, während es nach

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