Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 2 (März-April 1896)
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 64 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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64 dec die bergumschloss’nen Cederu splittert. Was soll fortan das Volk am Tag des Sturmes thun, za wem: sieh flächten, wenn ans Städtthor dringt der Kampf? Wer soll mir Schild und Tartsche tragen, wer in der Enge für mich äufhalten den Feind? Sind, was wir Herrscher nennen, doch nach ihm nur ein Gespött und all ihr Heer, ob zahlreich selbst wie Sand, doch Zweiglein nur, die fortkommen im Staub. Mir ist das Ohr betäubt, das Auge blind, allnächtlich bis. zum Morgen brennet mein Gebein. Wie soll ich trösten den versprengten Rest, was bring den armen Lämmern ich zum Gleichniss nur? Gross wie das Weltmeer ist das Unglück allerseits, wer heilt den Schmerz, der ewig von Geschlecht währt zu Geschlecht! Barmherziger Vater Du, gewähr uns Trost, der Meister bürge für die Frommen, die ihn schauen, vor der Allmacht Glanz! (Fortsetzung folgt.) Aus dem Briefweclisei christlicher Professoren, mit einem jüdischen Gelehrten. Von Dr. A. Berliner. (Fortsetzung.) (Datum fehlt.) Hochgeehrter Herr! Vorläufig meinen herzlichsten Dank für die gütige Mittheilung der Abschrift aus Ihrer Handschrift! Sie gibt viele und wesentliehe Berichtigungen zu dem schlechten Text von Dukes. Schadedass Ihre Handschrift nicht das ganze Werk von Chajug umfasst. Denn die Uebersetzung des Abenezra, die sie enthält, ziehe ich doch im ganzen als die kundigere vor, und diese scheint gewiss• sieh nur selten zu finden, da, nach den Angaben von Dukes, die auf den Bibliotheken vorhandenen Exemplare fast sämmtlich die von Gekatilia enthalten. Der Text von beiden ist freilich, nach der gegebenen Probe, so verschieden, auch dem Inhalte nach, indem der eine mehreres hat, was dem andern ganz fehlt, dass man; um so begieriger auf das Original in Oxford wird, was doch einmal wird herausgegeben werden müssen um diesen ältesten Hebr. Grammatiker authentisch kennen zu lernen. Diesen Plan hatteschon vor 100 Jahren Gagnier, und zwar mit der Hebr. Ueber- Setzung und einer Lat. in zwei Columnen zur Seite, grade wie es zu wünschen ist: Schade dass dieser schöne Plan unausgeführt geblieben ist; und ich meine er müsse noch einmal seine Aus-