Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 2 (März-April 1896)
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 51 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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51 , Zu Grunde Kegen die Angaben des Catal. libr. k. in Bibi. BodUiana (״CB.“), dessen Seitenzahl citirt wird. Ich habe getaufte Juden und zweifelhafte Gelehrte, auch einige irrige Angaben, in Klammer gesetzt; den Grund zu erörtern ist überflüssig. A. Mittelalter. Die Kenntnis des Hebräischen war in der mittelalterlichen Christenheit überhaupt, namentiieh in Europa, eine Seltenheit. ״Den scholastischen Theologen war selbst der griechische Urtext fremd, und den unwissendenMönchen galt hebräische Sprache fast für jüdische Ketzerei“; diese Worte sind der Geschichte der hebräischen Sprache von Gesenius (S. 104) entnommen, welcher am Ende des § 31 in seinem Handexemplar, das ich seit 1857 besitze, eine Verweisung auf J. C. Ulrich, de ling. hebr. inter Christianos ante ReUchlinum cultae, 4. Halae 1751 (mein Handb. n. 2290) hinzugeschrieben hat•1) Gesenius bespricht dort 3 Gelehrte des XIH. m XIV. Jahrh., wovon 2 getaufte Juden; aus dem XV. Jahrh. giebt er 4 Namen; sie kommen alle unter ihrem Hamen auch in unserer Liste vor. Da die hier folgenden Hebraisten grossenteils einer noch schwankenden Zeitbestimmung unterliegen, so böte eine hypothetische chronologische Anordnung nicht genügenden Vorteil vor der alphabetischen. Hingegen ist die doppelte Aufsuchung, oder ein gemeinschaftliches Register dadurch unnötig, dass die Namen in A mit blosser Verweisung auch in B aufgenommen sind. Als Schlagwort ist hier meistens der Vornamen gewählt. 1. Adam, Eston, Benedictiner, Dr. in Oxford und Cardinal, gest. in Rom 1397, schrieb: Alphabetum Judaeor. hebr. Postilla (ein Werk?), Hebraica Saraceni und Hebraica Jarchi (Rasehi?) Salomonis, nach Imbonatus p. 2 und 298. 2. [Alcuin verstand nicht Hebräisch, wie Einige glauben, s. R. L. Poole, Illustrations of the History of Medieval Thought, London 1884 p. 21.] 3. Anonymus übersetzt latein. Abraham ibn Esra, De nativitatibus, gedr. Ven. 1485, revidirt von Jo. Dryander, Marpurg 1537; Cat. Bodl. p. 688, p. 1680 op. 8. Vgl. auch Henricus Bates und Petrus d’Abano. Ibn Esra selbst ist der angebl. inag.Deiade (vielmehr ״de Aide“Uebersetzungvon ״Esra“), der im J. 1273 ein Buch ״de la 8pherea von ibn Esra übersetzt J) Ausserdem notirte Gesenius: Meninski, De fatis linguar. Orient. Tiennae 1780 (schon S. 108 A. 4 citirt), die Schriften von Colomesius, Gallia orientalis, Hagae Com. 1665, und Italia et Hispania Orient., ed. Wolf 4. Han. 1730. — Die kleine Schrift von Jules Soury, Des etudes hebr. et exegetiques au moyen-äge chez les chretiens d’occident, 8. Paris 1878 (Hehr. Bibi. XvUI, 37) ist mir unzugänglich; die k. Bibliothek besitzt sie nicht; ob sie ein Sonaerabdruck? S. auch Bleek, Einleit, in das A. T. S. 648. 2*