Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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27 *— > meinem Bibliothekszimmer machen kann. Dann aber wird gerade der Briefwechsel Delitzsch’s eine Fülle literarhistorischen Materials zeigen und von dem Anteil, den Heimann Michel an den ersten Arbeiten Delitzsch’s hat, überzeugen. San Remo, am 21. Februar 1896. Halle, den 24. Februar 1845. Hochgeehrter Herr! Herr Professor Delitzsch zu Leipzig sagt mir, dass Sie eine Handschrift des Werkes von R. Judah Chajug besitzen, und rühmt Ihre Gefälligkeit. Dies giebt mir den Muth mich mit einer Frage hinsichtlich dieses Patriarchen der Hebräischen Grammatiker an Sie zu wenden, die mir bei meinen Untersuchungen über die geschichtliche Entwickelung der Hebräischen Grammatik, insbesondere zunächst der Accentlehre, aufgestossen ist. Bekanntlich ist vor Kurzem ein Abdruck der Sehriften Chajugs aus einer Münchener Handschrift durch Dukes erschienen. Aber wie dieser Herr Dukes sieh auch in den zugleich ersehienenen literarhistorischen Mitteilungen (sich) als einen sehr nachlässigen Schriftsteller zeigt, so scheint auch der Abdruck Chajugs von vielen Druckfehlern entstellt und nichts weniger als kritisch zu sein. Ganz besonders gilt das von demjenigen Theil des Werkes der mich jetzt zunächst interessirt, dem in dem ס׳ הנקוד befindliehen שער שמות הנקוד לענינים (S. 191—199). Hier sind schon die Namen der Accente so beschaffen, dass der Verdacht der Ent- Stellung entsteht. Ebenso die beigesetzten Zeichen oder Figuren der Accente können unmöglich so in einer alten Handschrift erstehen und noch weniger von dem Verfasser herrühren; auch bemerktder Herausgeber S. 194 Not. 2 ausdrücklich, dass die Accente im Mamiscript nicht bezeichnet sind; wiewohl man dann wieder nicht begreift, warum er im Text hinter einzelne Accentnamen in Parenthese bemerkt, dass im Manuscript kein Zeichen stehe, wie dies allgemein der Fall ist. Der fragmentarische Charakter dieses dritten Buches ס׳ הנקוד lässt freilich auch besorgen, dass der Text in der Handschrift verwahrlost sein mag; wie denn auch der Mangel eines Arabischen Originals in diesem*Buch von der geringeren Beachtung oder dem ungünstigen Geschick dieses Theils des Chajug’schen Werkes zeigt. Ich möchte daher wohl wissen, ob der Text in Ihrem Exemplar auch von dieser Art ist, und mit dem gedruckten übereinstimmt; besonders hinsichtlich der Namen der Accente wäre diese Kunde von Interesse. Dürfte ich Sie wohl um eine Mittheilung hierüber Mnsichtlich der oben bezeichneten Stelle (S. 191—199 der Duk. Ausg.) bitten? Oder könnte ich vielleicht eine Abschrift oder,