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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-01-01 · 1 (Januar-Februar 1896) · p. Seite 26

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
1 (Januar-Februar 1896)
Date
1896-01-01
Page
Seite 26 (sequence 26)
Language
German
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26 verlorenen Brahmanen zu pilgern, um für entlegene Wissensgebiete sieh Aufklärung zu holen, aber den nächsten Hebräer um Auf- Schluss über die von ihm immer noch einzig und allein beherrschte rabbinische Litteratur zu befragen, fällt den Meistern vom Stuhl, die über solche Fragen sich zu offenbaren Vorhaben, in neuerer Zeit noch immer nicht ein. Einst hat hier grössere י־ Selbsterkenntnis und Bescheidenheit gewaltet. Von den Kirchenvätem und ihren Hausjuden, von den Cardinälen und Lehrern der Renaissance und ihren jüdischen Freunden zu schweigen, wie hat sich noch Buxtorf der Aeltere um einen jüdischen- Lehrer bemüht, und wie beflissen ist ein Mann wie Wägenseil, wie heute sein Briefwechsel beweist, all den jüdischen Männlein und Weiblein nachgegangen, von denen er sich einen Funken von Belebrung in jüdischen Dingen versprach!“ So weit das Citat aus dem Aufsatze meines Freundes, des Professors David Kaufmann ״Die Vertretung der jüdischen Wissenschaft an den Universitäten“, den derselbe in der Monatsschrift für die Wissenschaft des Judenthnms, Jahrg. 18 93 S. 5. ff veröffentlieht hat. Es sollte kein Wort aus diesem Citat fehlen; ganz und unverändert ist’s hier mitgeteilt. Nur der Ausdruck ״in neuerer Zeit“ (Zeile 6) ist hier erst durch den Druck hervorgehoben. Ich wollte damit andeuten, dass es dafür richtiger ״in neuester Zeit“ heissen möchte, welche grössere Selbsterkenntnis und Bescheidenheit in solchen Dingen vermissen lässt, worüber noch ein ganzes Capitel zu. schreiben ist. Dass es aber noch in der Zeit unserer persönlichen Erinnerung anders war, dass gelehrte Männer wie Delitzsch, Hupfeid u. A. für ihre wissenschaftlichen Materialien an jüdische Gelehrte sich wandten, davon , zeugt der Briefwechsel, in welchem sie mit letzteren standen. In meinen Händen ist eine grössere Anzahl von Briefen, welche christliche Gelehrte an Heimann Michel in Hamburg richteten, um Aufklärung und Belehrung von ihm, dem Manne reichen Wissens und Besitzer einer grossen Bibliothek (die nach seinem Tode in den Besitz der Bodleiana übergegangen ist) zu erhalten. Diese Briefe haben mir die Söhne Michel’s zur Zeit, als ich dieHerausgäbe des bibliographischen Wörterbuches ihres Vaters besorgte*)» überlassen. Ich beginne mit der Veröffentlichung der. Briefe von und an Hupfeid, die ich von hier aus, wo ich mich zur Zeit aufhalte, ohne weitere Bemerkungen folgen lassen kann. Anders verhält es sich mit den Briefen von und an Franz Delitzsch, welche oft verschiedener Verweisungen bedürfen, die ich nur in *) Unter dem Titel אור החיים, Umfassendes bibliographisches und literarhistorisches Wörterbuch, Berlin 1890 erschienen. ב־

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