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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-01-01 · 1 (Januar-Februar 1896) · p. Seite 9

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
1 (Januar-Februar 1896)
Date
1896-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9 — existierender Formen, das Anfuhren von nom. propr. als nom. appel. (so unter לולשם et ad nomen: ולשם יולד גס הוא, Gen. 10,21!). Bei Angabe der Citate ist auf exaete Wiedergabe des massoretischen Textes, besonders in Bezug a״f Piene- und Defectivschreibung, kein Gewicht gelegt, aber auch auf die grammatikalische Form nicht genügende Sorgfalt verwendet worden; stat. constr. ist mit stat. abs. vermengt und ה interrog. mit ה des Artikels; Verbal- und Nominal- . formen sind verwechselt, ebenso sing, und, plur., adject. und nomin., conjug., temp., mod. und pers. im Verbum u. s. w. Ausserdem aber fehlen über 3000, zum Theil für Grammatik und Lexicographie recht wichtige Wörter! Fragt man nach der Ursache dieser traurigen Erscheinung, so ist nicht das so oft missbrauchte ״Irren ist menschlieh“ die eigentliche Antwort. Der wahre Grund ist der, dass alle ,,Verfasser״ der uns im Druck vorliegenden Concordanzen im Grunde genommen nur ״Bearbeiter“ waren, sie haben das Alte verbessern wollen und Flickwerk zustande gebracht. Marius de Calasio (1621) und Buxtorf (1632) bearbeiteten die Concord. Isak Natans; John Taylor (London 1754) legte Buxiorf zu Grunde; Fürst (1840) benutzte seine Vorgänger und Bär (1861) bearbeitete Buxtorf und benutzte dabei Fürst. (Auf die Bibel selbst scheint nur Davidsohn (Lond. 1876) einigermaßen zurückgegangen zu sein). So vererbten sich die Fehler und Verstösse von Geschlecht zu Geschlecht und brachten nicht selten Unheil und Verwirrung in die Wissenschaftliehe Erforschung d^s biblischen Sprachschatzes. — Sollte der heisse Wunsch vieler Gelehrter, dass den Forschern eine neue, vollständige, gewissenhaft ausgearbeitete, zuverlässige, dem heutigen Standpunkt der Wissenschaft Rechnung tragende Goncordänz in die Hana gegeben werde, in Erfüllung gehen, so musste von vorne angefangen werden — und das hat Mandelkern gethan. Mit aufopfernder liebe hat er sich einer Arbeit hingegeben, die 14 Jahre seines Lebens in Anspruch nehmen sollte; mit ungewohnlicher Energie und Ausdauer hat er das Riesenwerk vollendet; mit Befriedigung und Vergnügen blickt er jetzt hin auf das gelungene Kunstwerk, das seine Hände geschaffen. Zahlreiche Stichproben, die wir unternommen, haben uns davon überzeugt, dass die Concordanz M.’s frei ist von den F< hlem und Verstössen, von den Mängeln und Gebrechen, welche die Arbeiten seiner Vorgänger für den heutigen Gelehrten fast unbrauchbar machen. Wir würden es aber trotz dieser Stichproben nicht wagen, ein solch sicheres Urteil zu fallen über ein Werk, dessen Wert oder Unwert erst durch langjährigen Gebrauch sich bestimmen lassen kann, hätten wir nicht selbst Gelegenheit gehabt, den Meister in seiner Werkstube aufzusuchen und die Art und Weise, wie er das grosse Werk ausführte, zu bewundern, hätten wir nicht selbst gesehen, wie er, gleich den alten Soferim, jedes Wort, ja jeden Buchstaben der heil. Schrift gezählt und wieder gezählt hat, damit ihm ja keiner entgehe. — Und weil M. die Arbeit von Neuem aufgenommen hat, konnte er auch noch ein Uebel beseitigen, das in der willkürlichen Art des Anführens liegt. Wenn man ein Citat aus der Bibel in einer Concordanz liest, so giebt es oft keinen Sinn, und giebt es ja einen ־ umso schlimmer. Wer muss nicht hell auflachen, wenn man in einer Concord. s. v. לאישה lies*: לבן הארמי לו לאשת (Gen• 25, 20), oder s. v. .:החין סשכבוכר •ריסיו לבם (Num. 31,18), oders.v.ואה סחלב מבני אהק:ר׳סלב

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