Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10־ * (Lev. 7, 53)! M. hingegen citiert so, dass jedes Citat einen vollständigen Satz bildet, ״wie er im Buche steht“ (hier wörtlich zu nehmen). — Alles dies ist aber erst eine Seite des Prachtwerkes. M. wollte nicht blos den von seinen Vorgängern bearbeiteten Stoff behandeln, Fehler verbessern und Mängel beseitigen; er wollte eine nach allen Seiten hin vollständige Concordanz des bibl. Wortschatzes geben, und so hat er denn auch jene Wortgruppen, die in den frühem Concord. prihcipieli w^ggelassen wurden, sämmtlieh aufgenommen. Hierher gehören zunächst die Partikeln. Dass die von Noldius (1734) verfasste Concordanz der Patkeln auf Vollständigkeit keinen Anspruch erheben kann, braucht nicht erst bewiesen zu werden. Bär (und nach ihm Fürst) hat einige Partikeln aufgenommen, andere nicht, ohne dass der Grund seiner Wahl einzusehen wäre. Und auch hier scheint die Que!le nicht die Bibel, sondern Nolöius gewesen zu sein.1) M. hat alle Partikeln angeführt und so die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung derselben wesentlich erleichtert. Im zweiten Teile der Concordanz (p. 1255—1311) führt Ml sämmt liehe Pronomina in grammatischer Ordnung auf. Der Stoff ist eingeteilt in 1) Pronomia personalia, 2) Pronomia demonstrativa, 3) Pronomina , interrogativa, 4) Nota relationis אשר• Ausserordentliche Sorgfalt wurde auf den dritten Teil des Buches (p. 1312—1348) verwendet, welcher das Aramäische oder Chaldäische behandelt, und ebenso auf den vierten, (p. 1349—1532), der den nom. propr. gewidmet ist. Die von Schuslowitz bearbeitete Concordanz der Eigennamen (Wi>na% 1878) ist für wissenschaftliche Zwecke unbrauchbar. Die von G. Brecher (Frankfurt a. M. 1875) wäre vielleicht besser gewesen, wenn es B. vergönnt gewesen wäre, sie selbst zu vollenden, was aber leider nicht der Fall war; in ihrer jetzigen Form steht sie der Concord. von Sch. nach. M. hat aber diesen Teil seiner Concord. mit derselben grossartigen Meisterschaft behandelt, wie die übrigen Teile. — Den einzelnen Wurzeln fügt M. kurzgedrängte Erklärungen in lateinischer und hebräischer Sprache bei, deren jede einzelne ein glänzendes Zeugnis ist für die umfassende Kenntniss der orientalischen sprachen, für die ungewöhnliche Belesenheit in den Werken älterer und moderner Grammatiker und Exegeten, für die unbeschränkte Beherrschung des ganzen Materials des Massora, mit denen ausgerüstet der Meister an sein Werk ging. Von grossem Werte ist auch die Angabe der abweichenden Lesarten der Septuaginta, Peschitta und Vulgata, für Bibelkritiker auch die der jüngeren Conjecturen. Dem Unerfahrenen werden die bei zweifelhaften Wurzeln stets angebrachten Hinweise auf die Stelle, wo sie in unserem Werke behandelt werden, sehr willkommen sein. Ein Verzeichnis der Abbreviaturen werden aber manche Benutzer der Concordanz schmerzlich vermissen; vielleicht entschliesst sich Verf. ein solches nachzuiiefern? — Hervorgehoben muss noch die vorzügliche Ein« leitung werden,.in der Verf. eine kurze Uebersicht über die Geschichte der bibl. Concordanzen, darunter Interessantes über die Concord. von Elia Bachur, liefert. Ferner sei noch auf das Graphische hingewiesen; dieses ist so eingerichtet, dass der Benutzer gleich finden kann, נ) Eine vollständige Nomen- und Partikel-Concordanz, von Piortowsky <1841) verfasst, hat im Jahre 1853 Bagster in London zum Druck angekäuft (H. B. VI, 72 im Briefkasten). Weiss vielleicht jemand, was aus derselben geworden? י־