Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IX. 1869
- Issue
- No. 54 November-December
- Date
- 1869-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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166 Onkel Ghaja בר פחתי (lies בר אחוד) genannt wird u. übersetzt ״Füratensohn“. Diesen Fürsten;,deposaedirt“ 5m Jahre 18B7 ganz zeitgemäss Herr Dr. Geiger, aber ,der Gransame giebt dem D'epo.8* sedirten nicht, wie gleichfalls zeitgemäss, Millionen Appanage, nein er zieht ihm noch sein letztes Kleid ab, und lässt ihn: einen ״Nackten,“ ,,Armseligen“ u. dgl. nennen! Also Herr L. erklärt das corrumpirte Wort mit Fürst, Herr G. dagegen mit Bettler\ Ich verliere hier kein Wort weiter, aber an den Lexicographen L. und einen Recensenten G. erlaube.ich mir die Frage: welche grammatische Form ist denn פחתי im Verhältnisse za סחותא und zu ני פחין? u. wozu das weithergeholte, falscherklärte, u. zur Form פחתי nicht passende pro, da ja einfacher u. formrichtiger das Wort von פחות geringer; schlechter etc. für die Auffassung G’s passt? — Im Artikel לןייןל§א II, 36R, a lassen Herrn L. meiue poetischen Lorbeeren (Krit. Lese S* 21) nicht schlafe:!. Er übersetzt die Stelle Pesachim 114,a . . , ואכיל אליתא in folgenden Reimen: ,,Wer da stets hat fetten Braten auf dem Teller, Der versteckt eich (vor den Gläubigern) auf dem Söller, laßt* mau Pflanzeo (xavtoefos), Kraut und Buben, Sitzt man (unangefochten) auf dem Mistberg drüben.11 Auch ich lasse Herrn L. unangefochten, schon dessbalb, weil ich die Stelle selbst in Versen übersetzt (1. c.) u. für parteiisch, selbstgefällig gehalten werden könnte. Dass die Verse hier״min-» destens überflüssig sind, wird Niemanden schwer^ werden zu behänpten, aber wie widersinnig die Erklärung des #קילקל ist, sieht Jeder ein, u. wie ungezwungen sie gegen eine vernünftigere zu vertauschen ist, haben wir a. a״ O. bewiesen. Doch auch hier. Verliere ich weiter kein Wort und ,gehe zum Schlüsse meiner Wörterschau über: לק# II. 490, a. Diesem Verbum ißt mit Unrecht die Bedeut• ״anatomiren“ zugeschrieben. Der von der römischen Regierung ve!v häugte Feuertod erfolgte auf dem Scheiterhaufen, und man konnte die Asche nicht anatomiren. Aber שלקו an der Stelle Bechorot 45 heisst eben: Man hat,*von der Regierung ermächtigt* statt de« Verbrennens auf dem Scheiterhaufen, die Verürtheilten todtge* brüht, u. die Todtge brühten hat man anatomirfc. שלק selbst behält daher seine alte Bedeutung, wie auch Fleischer die des Anatom!» rens ״im Nachtrag bezweifelt. Dass aber bei den Juden das Ana tomiren erlaubt war und zuweilen geübt wurde ist nachweisslieh (Gegenwart 1867, Seite 202 ff.). — תלש II, äjU, a ab- und aus י reissen, entwurzeln, pflücken. Schoß Musapbia erklärt •es aus dem griechischen %1Xk&w (בלשק יק סועל מעוקר), Schönhak nimmt es ebenfalls als denominativ von mtots, u. dasselbe giebt L. als wahr״ scheinlich. Vielleicht ist das״ Wort jedoch aus semitischen Boden erwachsen: Dass im Chaldäischen ת oft dem hebr. ש entspricht* braucht nicht erst bewiesen zu werden, ebenso wenig dass ר u. ל