Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IX. 1869
- Issue
- No. 53 September-October
- Date
- 1869-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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der eigentliche Kampfplatz der Parthexen. Der . dortige Bischof Nicolai von DembotcsM (1758) ein Erzfeind der Jaden, benutzte die Gelegenheit und liess den Kampf in der dortigen Kirche selbst führen, ־worüber im J. 1759 in Lemberg (typia Oonfraternitatis S. S. Trinitatis) ein Werk in 2 Bänden erschien, welches die Namen aller der ßabbiuen und Frankisten auf bewahrt hat. Der. Ausgang des Kampfes ist bekannt. Es sind* Tausende von Talmudexemplaren öffentlich verbrannt worden, und Hunderte von Frankisten sind zum Christenthum übergegangen., nachdem Sie die Geistlichkeit selbst um die Taufe gebeten.י— Eine solche Bitte eben scheint die oben verzeichnete Brochure wiederzugeben. Da ich der spanischen Sprache nicht mächtig bin, so theile ich den Titel vollständig mit: ,,Memorial que los judios de Polonia y de otras vjarias provincias, oonfinäntes de la Turquia., prcsentaron al •nuevo Arzobispo de Gnesne; primado de aquel reyno, siendo arzobispo de Leopold, en que le pedian se dignasse admitirlos en el Gremio de la Santa Iglesia Catolica Romana, y de hacerles conferir el Santo Bautismo. Impresso en Madrid, en la imprenta de los Herederos.de la viuda de Juan Garcia Infanzon, y por sa oryginal jreimpresso en Mexico., en la imprenta de la Bibliotheca Mexieana Ano de 1759•“ Die Schrift eröffnet der Titel des Erzbischofs Ladisl. de Lubinski« Unterschrieben stehen : . Moyses Izrael de Segetto (Sziget in Ungarn), Anczel Salomo, sobrino de Moyses, David de Segetto, el mayor, en nombre de todos, Esdras Israel Aaron Samuel de Czernee de Valaquia, Mazaco Jacob de Bukarest en nombre de todos. Zwei Umstände sind bei diesem Werkchen auffallend .and mir unerklärlich: Warum haben diese polnischen und wallachischen Juden spanisch geschrieben, da Lubinski Pole ist; und' zh welchem Zwecke ist diese Schrift po schnell in Madrid und Mexico gedruckt worden? Dieser ganze Vorfall in Polen interessirte Spanien nicht im Geringsten. Dass die Frankisten eine Bitte an Erzbischof Lubinski gerichtet haben, ist notorisch, Graetz (Frank und Frankisten, S. 43, 44) erwähnt einer solchen, jedoch in polnischer Sprache . verfassten und auf Geheiss von Lubinski -gedruckten Bittschrift. *— .So weit Herr Bersohn, Ich halte das spanische Sehriftchen für eine- Ueber- Setzung, die Druckorte für fingirt. St, Gerne(, Mittheilungen aus der älteren Medlzinalgeschichtc Häm■** bargs. Guiturhistor. *Skizze auf urkündl. und. geschichtl. Grunde. Hamburg• 1869. XH u. 408 Sv u. 5 Hlustr. — Aus einer Anzeige in Virchow’s Arch., Bd. 46, Heft 3, S. 396, entnehmen wir, dass nach Hamburg im 16» u. 17. Jahrh. englische, holländische und italienische, wie auch: portugiesische Juden kamen, unter welchen nicht wenige Aerzte oder' sich dafür Ausgebende sich befanden; daher 1637 ein scharfes Edict gegen das Practiciren solcher Abenteurer. Aus den portugiesischen Juden gingen die berühmten Aerzte Rodrigo de Castro, Samnel de Sylva, Pereira, Alphonso Di'az de Pimentei u. Benj. Mussaphia, Henriquez, Fonseca norvpr, deren Erf lge auch hier za heftigen Angriffen von Seiten der