Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IX. 1869
- Issue
- No. 52 Juli-August
- Date
- 1869-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2249537-7176880-7176922--1387-2250880- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
gelängten Vorschlag beachtet, dieialattdiscbenBelegsteBenbtt&dig'er vorzuführen. ' ־• ׳ - _ Der Klage, dass der äussertargumisehe Wortschatz des fnblisehen Chaldaismus und des Talmud. keine lexicalische Zulassung gefunden, wird, was den Talmud betrifft, nur schwach duröh*ein Wortregister abgeholfen, weiches aber für die. wichtigsten Dinge stumm bleibt. So fehlt der l$äme 3לעם> bei Welchem eine so merkwürdige Entdeckung gemacht würde/•die aber nicht unter diesem Worte, sondern unter ינים za finden istn Für die vielen neueren Ansichten in Geschichte und Dogmatik wäre freilich ein deutsches. Register Bedürfniss.־ Der bibl. Chaldaismus blieb ausgeschlossen. Das Feld, welches dem Wörterbuchs zum Gegenstände der Bear•• beitung dient, und aus welchem der Verfasser seine Beweise schöpft,, ist. ein sehr ausgedehntes• Ea sind;. A. die sämmtlichen Targamim des A, T. B. die beiden Talmud©, die verschiedenen! haggadischen Midraschim, wie Tanchuma und Rabbot, .nnd die haiachiächen, wie Sifra und Sifre. Zur Unterscheidung der TargumirtL ausser Onkelos zum Pentateuch, heisst hierPseudojonatan Jonatan. 1 und die unter dem Namen Jeruschalmi bekannte Recension jenes Jonatan Jonatan II. Das heisst aber , den' alten■ Irrthum fortpflafr zen und durch Nummern Ordnen. . Jerusehahm L u. il• wäre nicht bloss wabrheitgemässer, sondern äuch'im EinM'ang mit den Scihriften des Mittelalters. 'Der Verfasser spricht sich darüber nicht aus, da er überhaupt keine Einleitung über die Targumim dem Wörterbuche angeschlossen und auch;wenig über die von ihm befolgte Method,e in den kurzen Vorreden niedergelegt hat. Dagegen giebt er (I. Seite V) Rechenschaft über seine Vokalisirung des ■4k in den Verben ם*א mit Kamez ׳ etc., statt der üblichen Schreibart mit Chatuf, Hierbei zeigt es sich! dass er, wie wir vermuthet haben, and wie er jetzt selber angiebt, die Biblia regia nicht benutzt habe. Diese hat durchgehenas Chatuf, welches nicht;von Buxtorf ״ejS•; firnden“ worden. Die ebenfalls nicht benützte Complutensisohe Po.r lyglotten-Bibel schwankt zwischen Kamez und Patach, •die Genueser Ausgabe׳ Justiniani’s der Psalmen von -1516 schwenkte zwischen Kamez und Chatuf-Patach, aber die. Antwerpener Polygl. hat cönsequent Chatuf-Patach und sie liegt der Buxtorfschen Ansgabe zu Grunde. Voreilig alBQ hat Herr L. in der Vorrede schon angefangen, an diesem hochverdienten Gelehrten siöh zum Ritter zu machen, und er setzt dieses Geschäft im Laufe des Werke», oft wegwerfend, fort. Buxtorf’8, "oder vielmehr , der Bnxtrofe, (denn. Väter und Söhn sind Vf. des Lexicon. Talmud.) grosse Leistlingen känn nur ein Parteimann oder Unkundiger herabwürdSgen. B.'s gewissfenhafter Sammlerfleisa, sein© gradsinnige Combinationsgübe und seine ungewöhnliche Belesenheit im- Talmud trugen sein Wert in Ehren und Achtung durch alle Länder*, bis jetzt durch ein Viertel- Jahrtausend, und es wird schon seines Umfanges wegen noch viele Jahre in ׳ehrenvöllem'Gßbrauch bleiben. Die ,Schönufltg, mit welcher B. fremde Irrthümer berichtig{,1 hätte Herrn .L• ein ritterliehes Muster kein können; statt dessen macht er Buxtorfs grosses Feld von'Ci*