Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IX. 1869
- Issue
- No. 52 Juli-August
- Date
- 1869-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Wesentlichem treue Reflex des im Sanscrft entsprechenden ursprünglichen Namens Siddhapati ist. Ist diese Annahme richtig, 80 lat eB absolut unwahrscheinlich, dass diese Corraption schon' von dem Uebersetzer selbst berrtihre — denn eine Verwechselung* des arabischen o d, und j r, die sich so unähnlich (!) sind, ist nicht wahrscheinlich —Sondern so gut als gewiss, dass sie erst von minder kundigen Abschreibern der hebräischen Uebersetzung eingeführt war. Was aber den zweiten Punkt: die in der ueber« Setzung des K&lilah und Diinnah eingeschobenen Geschichten be* trifft, so wird sieh׳ an den angeführten Stehen (§ 95, 99) ergeben; dass sie zwar im Allgemeinen mit den entsprechenden im hebräisehen Sendabar tibereinstimmen, im Einzelnen aber so sehr von der darin vorliegenden Darstellung abweiohen, das. absolut keine Wahrscheinlichkeit dafür spricht, d&BS sie aus ihm entlehnt sind. — Diesem gemäss muss die hebräische Uebersetzung des Kalilall und Dimfiah nicht allein einen andern Verfasser haben als die des Sendabar, sondern höchst wahrscheinlich auch beträchtlich jünger sein, da die corrumpirte Form סנדכאו, Sindabar, doch eine gewisse Zeit nöthig hatte, ehe sie sich statt der richtigen סנדבאד, Smdabdd — so werde ich fortan als nächsten Reflex der indischen Form Siddhapati schreiben —- flxiren konnte. Was nun die Einführung des Namens Sendabar statt Bidpai in den hebräischen Text selbst: betrifft, 80 glaube ich im allgemeinen mit Silr. de. Sacy׳*), dass es zunächst auf dem Mangel oder der Ungenauigkeit der diakriif* Sehen Zeichen beruht; im einzelnen weiche ich jedoch *darin von ihm ab, dass ieh annehme, dass der Uebersetzer aie Variante laXä Tkndebd*'), 1 2oder eine ihm ähnliche. L>JuS Sendebd, in seiner Bandschrift fand, und dadurch an den ihm schon geläufigen Namen des Indischen' Philosophen Sendabar erinnert ward.. Die Zeit, in welcher die hebräische Ueheraetznng abgefasst ist, ist bis jetzt nicht genauer zu bestimmen. Da die. lateinische UeberSetzung derselben TS, 14J, welche wir sogleich erwähnen wer* den, zwischen 1263-1278 fallt, so wird sie wohl auf jeden Fall vor 1250 zu suchen sein. Von ihr ist bis jetzt nur ein einziges Manbscript bekannt, welches sich in Paris befindet und von Sifv. de. Sacy henutzt und beschrieben worden ist.*) Es fehlt ihm der Anfang, oder vielmehr etwas über die ganze 'vordere Hälfte; es beginnt nämlich mit der Geschichte, welche sich in Süv. de Saey‘8 arabtscher, 286 Seiten umfassenden Ausgabe, S. 148, Zeile 2 von, unten findet. 4) Von da an ist es unvollständig. Die hohe Bedeutung dieser Uebersetzung für die Erkenntniss der letztexreichbaren Form; des indischem Werks, aus welcher sie stammt, ־wird, sich im Verlauf 1X Sitv. de Sacy» Notice« et Extraits, ES, 1, 403». 2J Ebend., und in der Ausgabe des Kaliiah und Dinmab, 8. r ך Noticea et Extraits, IX, I, 41$ fg. , « ־ *) Vgl. ebenda IX, l; 421, wo der Texfcdieser Erzählung hebräisch und *u^ fl eich nach fünf arabischen Handschriften xnitgetheilt wird. In WoldVHeber&eUung Inden sie sich I, 127; ln KnatchbulT« englischer8• 178.