Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IX. 1869
- Issue
- No. 49 Januar-Februar
- Date
- 1869-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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18 Israeli hat keinen solchen Commentar verfasst, wobei er S. Sachs citirt (K. Ch. IX, 67), der freilich das Gegentheil behauptet, wie Geiger, und mit Recht. Wahrscheinlich wird Graetz noch weiter gehen und dem Israeli ,auch das berühmte Buch über den Urin absprechen müssen, auf welches der Jeziraeommentar unzweifelhaft verweist (8. mein Alfar&bi, S. 248). Die Erwähnung des Josef b. Gorion findet sich aber nicht in der hebr. Uebersetzung unter dem Namen des Jakob b. NisSim (HS, München 92, f. lOgb^, eö heisst׳ dort bloss ין?ה ממינו הנבואה קודאק אותו רבותינו דל בת קול«,, und im Gompendium des Dnnasch (HS, Schorr, jetzt in ־ Oxford) liest man nur יקראוהו בת קול וכן קראהו בם׳ יוסיפון (Cat. BodL.1248; Josephus, Antiqu. 13, 10, 3 bei Schorr החלוץ II, 121, WO auch ein varjrendes Excerpt aus einem 60mm, des: Elies. b. Natan zum Machsor, vgl. S. 140). Wir werdet! also bis auf Weiteres das arab. Makkabäerbuch für die abgeleitete Quelle halten, aber auch nicht mit Lelewel (Geogr. du moven äge IV, 44, bei Garmoly, Revue or. HI, 280) Josippon in' das XH. Jahrh. versetzen) Ich möchte auch noch auf die Analogien in der s. g. Chronik des Helinus und in Pseudo-Asaph verweisen, auf dessen, Einleitung offenbar die Sage von Alexander’s Zug nach der Lebensquelle eingewirkt hat (s. Vir» chow’s Archiv Bd. 38 S. 87; zur pseud, Lit. S 33, 81). Br. Z. hat auch dem Josippon Aufmerksamkeit geschenkt;־ um seine Angaben unsern Lesern deutlich zu machen, müssen wir seinem Buche (S. 108 f.) noch Etwas über eine andere Bearbeitung entnehmen. Afchipresbyter Leo, Gesandter der Herzöge von Campanien in Constantinopel (920—44), brachte von dort eine griechische Alexandersage mit, und lieferte eine ziemlich freie lateinische Bearbeitung für die Bibliothek des Herzogs Johann, in welcher sieh u. A, auch der Josephus befand. Das ,Werk spiegelt den abendländischen Geist des X. Jahrh, wieder, und verdrängte die ältere lateinische Uebersetzung des ä. g. Julius Yale• rius (vor 380, Z. S. 84•)• Hören wir nun Hrn. Z. (S. 132) Über Josippon. Kurz nach Leo, und höchst wahrscheinlich ebenfalls in Italien, hat Josippon eine ähnliche, etwas abkürzende Bearbeitung des Pseudocallistüenes in hebräischer Sprache verfasst und seiner Jüdischen Geschichte einverleibt, wo sie das ■zweite Buch oder die Kap. 6—13 (9—22 Breith.) bildet, nachdem im fünften1 י) Kapitel eine Erzählung der Begegnung Alexander’s mit den Juden nach jüdischen Quellen vorausgeschickt worden war: und neben seiner griechischen Vorlage hat Gorionides auch die lateinische Bearbeb tung Leo’s gekannt und benutzt, wie bereits von Gagnier naebgewiesen worden ist. Auch bei Gorionides findet sich, eben so wie bei Leo, der wesentlichste Inhalt der Kap, 32— 3, 36—8,' etwas abgekürzt, und zuweilen hebraisirend gefärbt, jedoch nicht geschöpft aas der latein. Bearbeitung Leo’s, sondern anmittelbar aus einem, griechischen Texte, welcher derjenigen von L. B. (des Pseudocall. B. der Leydner HS.) sehr nahe verwandt war, und “) t n. 7 Breith.; vgl. auch ü. bei Z. 8. 13t n. 24.