Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IX. 1869
- Issue
- No. 49 Januar-Februar
- Date
- 1869-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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14 HSS. des Originals and den Ausläufern in anderen Literaturen. Ueber letztere wünscht er ausführlichere Mittheilungen heryorxurufen, namentlich über eine armenische Und vielleicht noch wichtigere syrische Uebersetzung (vgl. D. M. Ztsohr. VI, 439); erajtere (S. 87) bezeichnet Aristoteles als Verfasser. Ich habe vor mehr als 20 Jahren, als Hr. Z. hier in Berlin lebte, Gelegenheit gehabt, mit ihm über den interessanten Gegenstand mich zu unterhalten, und empfing von ihm die Anregung, die Alexandersage in jüdischen Quellen weiter zu verfolgen; er' schreibt mir bei Uebersendung des Buches: ״Es ist mein sehnlich• ster Wunsch, dass die grosse Fülle der auf Alexander bezüglichen Sagen, welche in der hebräischen Literatur so mannigfach verstreut ist, eine gediegene Sammlung und Bärstellung von kundiger und geschickter Hand erfahren möchte, worin namentlish mit kriti• schein und historischem Tacte gezeigt werde, welche eigenthümliehen Umbildungen und Neubildungen specifisch hebräischen Ur* Sprunges sind. Ich habe Grund zu der Annahme, dass der• Werth und der Einfluss dieser eigenthümlich hebräischen Gestaltung ein keineswegs unerheblicher ist.‘־' Herr Z. schliesst hieran den Wunsch, dass ich mich selbst dieser ״eben so interessanten als dankbaren Aufgabe“ unterziehe, oder einen dazu wohlgeeigneten (gelehrten auffinde, anrege und mit etwa nöthiger Instruction versehe. Wenn ich nun leider nicht in der Lage bin, der einen wie der anderen Alternative Genüge zu leisten: so will ich doch, Mt Hinweisung auf die, von Hrn. Z. erörterten Punkte einige Nachweisungen zasammenstellen, indem ich dabei bedaure, dass eine Vorlesung uMnes Collegen Lebrecht über die Alexandersage in der jüd. Literatur, gehalten im J. 1859 (s. Wissensch. Blätter aus d. Veitei Heine Ephraim’schen.Lehranstalt, S. XIV), worin namentlich der Eniäuss des Pseudocallisthenes ausgeführt worden, nicht zur Oeffenfclichkeit gelangt sei. Nach Hrn. Zacher (S. 12) unterscheiden sich die 3 pariser HSS., welche Müller zur Ausgabe des Pseudocall, benutzt hat, derart, dass A. die ursprüngliche alexandrinischc Fassung enthält, B. eine etwas jüngere griechische, welche zur Vulgata wurde; C. ist eine ungeschickte, kritik• und geschmacklose Erweiterung von JS.," scheint aber für etwaigen jüdischen Einfluss auf den griechisehen Text und jedenfalls für die spätere jüdische und orientalische Literatur von Wichtigkeit (vgl. S. 132 ff.). Die latein. Bearbeitung des s. g. Jul. Valerius reicht über d, J. 340 hinauf (S. 84). Die Hauptquellen für die Alexandersage in der jüdischen Literatur sind schon von Bapoport (deutsch in Geiger’s *Zeit- Schrift II, 54' ff. und in Erech Millin S. 68) behandelt, jedoch ohne die hier vor Allem wichtige Untersuchung über die Originalität oder Abhängigkeit von anderen Quellen, die ihm auch nicht zu Gebote standen. Man wird wohl Mer hauptsächlich auf zwei Sa• genkreise zurückkommen, die griecMsch-westliche und die arabischorientalische. Die nachfolgenden Bemerkungen schliessen sich zunächst an die verschiedenen jüdischen Literaturgebiete.