Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VIII. 1865
- Issue
- No. 44 März-April
- Date
- 1865-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 768] Archäologen als für Philologen luteresse hat, mit einigen, die Juden in Angouleme betreffenden Einzelheiten. —Nach Ch. Em. Ruelle’s Berichte in dem yon Aug. Aubry herausgegebenen ״Bulletin du Bouquiniste,“ 1865, S. 185 n. 186.] (PL. Hoffmann.) FRANKEL, Z. Entwurf u. Geschichte der Literatur der' nachtalmudisehen Responsen. 4. Breslau, Schietter 1864. (|־Thi.) [768] [Man ist überrascht, wenn man diesen *,Entwurf einer Geschichte“ durchgelesen, über die confuse Vorstellung, welche dessen Vf. von Geschichte haben muss; denn von einer 'innem Entwickelung, von einer Charakteristik der verschiedenen Zeiten und wie dich diese in den'literarischen Produkten und in den Entscheidungen ausprägt, ist hier Nichts zu finden. Auch mögen die geschichtlichen Seltsamkeiten, die uns hier dar geboten werden, unbesprochen bleiben. Es wundert uns kaum von Hm. Er. (S. 2) zu; lesen: ״Die Hellenistenpartei schlug in den Sadducäismus um;“ schon von früher her ist uns dessen Schrulle bekannt, der wir auch hier (S. 7, A. 9) wieder begegnen, den Thalmiidisten Jochanan יהסנדלד den Sandälenverfertiger, in einen ,*Alexandriner‘* umzuwandeln. Einer Gedankenlosigkeit mag es auch bloss zuzuschreiben sein, wenn wir S. 41 lesen, Salomon b. Aderet sei ״in Palästina“ gestorben, wahrend. Ad. Spanien nie verlassen hat. Bedenklicher noch ist es, wenn Hr. Fr. .sich mit seinem eigentlichen Gegenstände so wenig vertraut zeigt. Wenn er S. 72, A. 2; die Sammlung der von Geonim ausgegangenen Gutachten, welche unter dem Titel ״Naharoth Dameschek“ und dann wieder als ״Scharre Theschubah“ erschienen ist, gar nicht characterisirt und auf die seltenen dort angeführten Stellen aus ״Jeruschalmi,“ die zu geschichtswidrigen Resultaten benutzt worden sind, gar nicht eingeht; 80 genügt nicht die Verweisung auf Beers Hecension, da grade der Entwurf einer Geschichte das Geeignete über eine so beachtenswerthe Sammlung und daran sich knüpfende, für die Geschichte der Literatur sehr wichtige Fragen angeben muss,, und Beer bei Weitem dieselben nicht erschöpft hat. Eben so wenig reicht es Suis,; wenn Hr. Ff. im ,*Nachtrag“ angiebt, die auf Veranstaltung des Vereins: Mekize Nirdamim erschienene .neiie Sammlung geonaischer Gutachten ״stehe ungefähr auf dem Niveau des Schacare Teschuba“. Abgesehen davon, dass wir bei Hrn. Fr. über dieses ״Niveau“ gar Nichts erfahren, musste ihn auch ein flüchtiger Blick lehren, dass ein grosser Theil dieser neuen Sammlung vollkommen identisch ist mit den in Sch. Th. enthaltenen, dass aber grade die seltsamen Stellen aus ״Jeruschalmi“ in der neuen Sammlung fehlen, daher in Sch. Th. mit Bestimmtheit sich als spätere Einschiebsel erweisen. Höchst befremdlich ist ferner, wenn aus Aderet’s Gütachten (S. 42) eine fälsche Erklärung über ינחשירכן das sich in unserm Thargam za JU Mos• 25* 27״findet, mitgetheilt, wird. Wenn Adereth nichts Besseres zu geben wusste, so. ist. dies nicht auffallend; aber unbegreiflich ist, zu welchem Zwecke Hr׳. Fr. diese Stelle hier wiederholt*. Hat derselbe wirklich niemals ein syrisches Wörterbuch aufgeschlagen? t)ort hatte er gefunden, dass auch im Syrischen נחשירתל Jager bedeutet, dass, wie Michaelis hinzufügt, die Peschito sich dieses Wortes ’ bedient, Ephraim es als ein persisches bezeichnet; eine Vertrautheit mit der seit Michaelis sehr bereicherten syrische^ Literatur-hatte, ihn belehren müssen, dass der Stamm in den verschiedensten Forcen vorkommt* bei Barhebraeus (Chronicon 288. 357. 471. 49.4), .in Curetoii’s spjcilegium (86, 6), in Lagarde’s Analecta (131, 6), in Ztschr. d. DMG. XV, 658 urs. w. Wenigstens hätte doch Hr* Fr. wissen sollen, dass bereits 1836 Luzzatto in Oheb Ger z. St. (S. 40) jm Namen Le Clerc’s angiebt, dass *das Woirt persisch sei. * Am Allerschlimmsten wird, soviel ich sehe, mit Maimonides verfahren. XJeber dessen Gatachtensammlung, welche uns in hebr. Uebersetzung u. d. T. Peer ba-Dor vorliegt, habe ich 1840 in ,dem hebr. Theile des Melo Chofnajim S. 54-80 (im Deutsehen S. 104), 1847 in den* hehr. Theile des Nit’e Na‘inanim S. 17 u. in dem Deutsehen S. 19 f., 1850 in dem hebr. Theil des Moses b. Maimon, Studien S. 7 a b u. in dem Deutschen Anm. 11, S. 47, Anm. 12, S. 47 f., Anm. 14, S. 48, Anm. 28, S. 53 ff, Anm,?0,JS. 55 f., ,Anm. 31, S. 54, Anm. 42, S. 61, Anm. 46, S. 64 ff., Anm. £7* S. 66 f., vgl. daselbst das Verzeichniss der benutzten Handschriften S. 75, ausführliche Mittheilungen gemacht, wobei nicht bloss auf den Inhalt vieler Gutachten