Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VIII. 1865
- Issue
- No. 44 März-April
- Date
- 1865-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ein gegangen und deren Verhältniss zu den andern Werken des Maimon. beleuchtet wurde, sondern auch [das arabische Original herangezogen,* aus ihhi mehrere vollständige, manche bisher ungedruckte, Gutachten in der Ursprache mit berichtigtet Uebersetzung gegeben wurden, nnd der Nachweis geführt wird, in welch argem Zustände die von Mordechai Tainmah angefertigte Uebersetzung unä diese kostbaren tJeberreste überliefert hat. Ausserdem dass ferner Munk das Schreiben־ des Maim. an Joseph b. Aknin aus derselben Handschrift gleichfalls nach dem Originale hekannt gemacht hat, hat Steinschneider in seinem Bodleianischen Cataloge im Art. Moses b. Maimon das Verhältniss der Uebersetzung zum Originale nach meinen Mittheilungen an ihn noch genauer angegeben und durch eigne anderweitige Angaben vervollständigt (S. 1907 ff.).* Von diesem Allen weiss Hr. Fr. durchaus nichts und das Dürftige; das er S. 30 über die Sammlung sägt, ist fehlerhaft; so weiss er unter Anderem nicht, dass die Anführung des Aruch in .einem .Gutachten ein falsches Einschiebsel ist (mein Moses b. M.Si47f., Steinschneider S. 1908)•, Wenn Hr. Er. später (S. 68 ff.) die Frage ins Auge fasst* welches das^Verhältniss der hebr. Uebersetzung, welche gedruckt vorliegfc, zum arabischen Originale der: Gutachten;- Sammlungen ist, und zwar des Alfasi des Ibn Migasch und־ des Maimonides: so verbreitet er sich nur etwas über die Alfasi’s; über die des Maimonides, die so Vieh seitig besprochen ist, *weisS er kein.Wort zii sagen und nur im ״Nachtrag“ weist er auf eine, kürzlich im ha-Magid mitgetheilte ״Uebersetzung mancher arabischen Responsen“ des Maimonides hin, ״die sehr zum Nachtheile des früheren Uebersetzers. R. Mordechai Tama, sprechen.“ Man hat also bisher wirklich dieses Verhältniss gar nicht gekannt. ־ * Alles bisher Bemerkte zeigt zwar hinlänglich, wie wenig heimisch Hr. Er. auf einem Literatur gebiete ist, zu welchem er den ״Entwurf einer Geschichte“ darbietet, und über das,, gemäss den Jahresberichten, er bereits im dritten . Jahre Vorlesungen gehalten hat. Alles Bisherige übersteigt' das folgende Curiosüm. Wie bereits erwähnt, bespricht Hr. Fr. das Verhältniss der Uebersetzung zum Originale der Gntachtensammlungen. * ״Die Beantwortung dieser Frage, sagt er S. 69, scheint um so schwieriger, als die Originale verloren ,gegangen sind.“ * Dazu hejsst es in Anm;;5 : ״Dieses hinsichtlich der Responsenwerke des Alfasi und Ibn Migasch. Das Original des Peer Hador soll sich in den Händen des Hm. Bernstein, Oberrabbiiiers zti Haag, befinden.“ Nun besitzt aber Hr. ׳Fr. dieses Original seit ungefähr zehn Jahren selbst in seiner eigenen Seminar-Bibliothek, er hat dieses selbst off entlieh bekannt gemacht und weiss nun ¥ kein Wort davon! Ist das noch 1je vorgekommen? Im Jahresberichte nämlich vom J. 1856 d. d. Breslau im Dezember 1855 mit der tinterschrift: ״Dr. Z. Frankel, Director“ S. 11, ist zu lesen: Hr. J, Cohn von hier bereicherte die Seminarbibliothek mit einem arabischen Mänuscript dir Responsen des Maimonides. Dieses ״arabische Mänuscript“ nämlich, *welches der Seminarbibliothek vor ungefähr zehn Jahren geschenkt worden, ist dasselbe, welches dem hebräisehen Uebersetzer des Peer ha-Dor Vorgelegen hat. Ich will Hm. Fr. —1י ausser dein was schon öffentlich darüber bemerkt *worden — noch einige Kennzeichen geben. Aid Anfänge steht: tm\ ינכתב 0י &אס טבת at*f derselben Seife: Mordechay Tarnferner: ״Estas consultas enyentadas pör el insigne Rabenu Mosel! Bar Maymon. Rabi Moseh de Egypto. Auf der Rückseite : שס1*ב ש^ת לד/רמב^□ בלשון עבךי ל וערב וש"־ לחרב ר' יצחק בן הר' יעקב אלפסי *uf «nein «»dem bi«««־ י שאלות ותשובות להרמב״ם ז^ל. worauf das arabische Inhaltsyerzeichniss folgt (לפהרסה אלאכתב• ist mir hier zu weitläufig, die verschiedenen Aufu. Nach- Schriften, zum T.heile von Saadia Danan, von denen einige atich in * die״ gedruckte Uebersetzung aufgenommen sind, wiederzugeben; und betnerke ich nur noch, dass eine solche auch von einem spätem Abschreiber, Juda Mordechai b. Isak Mordechai, der 1497 die Abschrift für Saadia ha-Levi in Fas gemacht, dort befindlich ist, die תסזר• liegende Handschrift wahrscheinlich von dem zuletzt genannten Schreiber berrührt und dem bezeichneten Jahre angeh ort. Von Fas brachte sie bekanntlich Jakob Sasportas mit nach Amsterdam, woselbst sie etwa ein Jahrhundert später MördCchäi Tama fand und übersetzte. Sie eihielt sich dort und war vor etwa äreissig Jahren