Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VIII. 1865
- Issue
- No. 43 Januar-Februar
- Date
- 1865-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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(Ueber die romantische und Volksliteratur der Jaden in j.-d. Sprache) belehrt werden sollte! der jedoch bei den einleitenden schiefen Betrachtungen stehen blieb, die unser Vf. (S. 413) allein für ״bedeutend* halt (vgl. Straft eum 1. c. S. 35). Wir' beschranken uns auf die zur Frage nach dem Alter nöthige Erörterung. Im Art. JüdischeXiteratur in Ersch u. Gr.Ende §. 20 (S.434) habe ich das Wenige^ zusammengestellt, was ich damals ins Mittelalter versetzte! in der engl. Uebersetzung (Jew. Lit, pk 178) auch Dieses modificirt. Ein specielleres Eingehen reducirt für Jüdisch- Deutsch auch das Wenige auf Null. Auf den Minnesänger Süsskind von Trimberg 4 5) wollen wir als isolirte Erscheinung auch nicht gegen den Vf. Gewicht legeh. In Bezug auf Datum 1279 für Artushof bemerkt mir Zunz, dass er in Seinen handSchr. Annalen unter 1279 nur ״ hebr. Auszug aus ארטלס הלב genannt הטבלה ה^טלה angefertigt* ohne Quelle finde. Bartolocci (bei Wolf I. p. 211) erwähnt eine hebir; HS., Assemani ist mir augenblicklich nicht zugänglich• Von einer j.־d. prosaischen Bearbeitung (vgl. Wagenseil bei Wolf 1. c.) ist mir bis jetzt nichts bekannt geworden. Ob die von mir aufgefundene altere Bearbeitung in Achtzeilen, wovon Ich eine Probe itn Serapeum mittheilen werde, ins Mittelalter hiüaufreiche, wäre noch-zn üütersucheu, ebenso, welche Bearbeitung in der HS. enthalten sei, welche Wolf (III. p. 133) aus ünger’8 Bibliothek erhielt, die also in Hamburg liegt, in meinem Verz. nachzutragen ist. Unsicher ’ ist auch das Zeitalter der Litte aus Regensburg und das Verhältnis ihrer Geschichte David’s (4 Zeilen bei Wolf VT, p. 201) zum Samaelbuch. .Das Sittenbuch (hebr. צדיקים ITt ארח) i•* eT8t 1542 erschienen (HB. 1859 S. 101 ri.756). Damit 8611 freilich nicht die Möglichkeit einzelner Schriften von Juden im Mittelalter geleugnet werden; es fragt sich hier nur,, ob solche die Bezeichnung jüdischdeutsch verdienen, weil sie mit hebr. Buchstaben geschrieben worden. Die deutsche Literatur der Juden beginnt wohl zunächst darum im XVI. Jahrh.״ VfSü erst! durch den Drück das deutsche Schriftthum den Juden zugänglich und geläufig wurde, wie auch anderseits das Lesen überhaupt erleichtert ward. Die profane Unterhaltungslectüre verlor nie ihre Anziehungskraft, und es entstanden Umschreibungen und dem '׳ Verfall der Sprache . folgende Üeberarbeitungen, aas den Kreisen, aas!reichem bei Delitzsch*), Jüd. Lit. $ 28 (genauer Jetv. Lit? p. 250), und hier III, 210 [״Pleris,* lies Florus, Catal. n. 3923) Beispiele angeführt sind. Richtig ist es, dass der prcdanen, mitunter frivolen Lectüre gegenüber sittliche und nationale Stoffe hervorgesucht worden. 4) Graetz (VI, 277) nennt die Mittelquellen nicht, Cartnoly (Ben-Chananja III, 22) schmuggelt deu Namen ״Brimberg* (Druckf.?) in die Urkunde ein. 5) Zur Gesch. der j. Poesie S. 81, wo irrig Amadis (ist nur hebräisch in Constantinopel gedr.) und das Maase-Buch nicht in Reimen. — Es möge hier gelegenilieh folgende, mir eben zugehende Notiz von Zedner Platz finden: ,/3פאריז אל *Q 1 לויענה , jüdisch-deutsche Üebersetzung einer bekannten italienischen Rqmanze,pe~ druckt Verona 1594, wird von J. Venturi, der das Bnch besass, in seinen itälienisehen Psalmübersetzung, Verona 1816, angeführt.“ In Betyakob’» bibliogr. Wörter- V buche finde ich darüber folgendes: ספלר מעשה יפה (so) פאריז׳ אוש בחרוזים י׳ חלקים עם »יורים נעתק מל׳ רומי לל׳א עיי הר״ר אליהו בעהר ] .4 ,בחור?). בערן הוא וו ירו נ ה (?) (הזספוח ש״י) שגד). Benjikob’4 ver- \ muthnng über den Uebersetzer Mliä Bahr verdient Beachtuug. Sein Fragezeichen über den Druckort führt mich zu einer weitern Berichtigung üb. die im Catäl. p.3096 unter Bern angeführten Drucke. In dem ersten ist בןךן w°kl Verona, dÄ auf dem Büche (welches wohl jetzt in der Hamburger Bibi.?) Con licenza dt Supcriori steht (W°tf P• 1199). Aber auch das קלא-בןך/ nacb *n YfüVt’ ]בערי füdnicltf, dürfte nach Veronain die Jahre 1594-5 gehören, aus denen bis jetzt nur מנהרה בלולה und מדרש חנחומה bekannt war. Ueber einen andern irrtlmmlich nach Bern versetzten Druck ist ixü Catal. p. 78t das Richtige zu finden. Möchte HkV Dr. Kayserling nacbforschen, ob eine sonstige Spur hebräischer Druckerei in Bern zu fln~ den sei.