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Hebraeische Bibliographie · 1865-01-01 · No. 43 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VIII. 1865
Issue
No. 43 Januar-Februar
Date
1865-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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14 [741 za erkennen , an welche sich die Ligaturen von .selbst anschliessen. Sicherlieh wird keine HS. es bestätigen, dass die syrische Schrift *die ältestegraphische Ausdruck#- form für das Judendeutsch gewesen״ (S* 25f A. 2). *) ׳,־,./,• . ׳ ״Der entschiedenste Beweis für das hohe Alter des Judendeutsch, welches mit dem Colonenthum der! Juden auf deutschem Boden beginnt(!), giebt aber der ganze Sprachbau des Judendeutsch, besonders des jüdisch-deutschen Vocalismusund Diphthongismus, welcher:, wie er auch heute noch(!) in der deutschen Yerkehrssprache der Juden ausgeprägt ist, weit entfernt, eine jüdische Eigenthümlichkeit za sem>:dus volle Gepräge des Althochdeutschen und Altniederdeutschen! an sich tragt, und den bestimmten Beweis liefert, wie tief das Judenthum sogleich bei seinem ersten Br«• scheinen auf deutschem )Boden in Wesen und Sprache des deutschen Volkes ejngedrungen isi, und wie * die wunderbare innere Zähigkeit und wiederum die ebenso wunderbare Fügigkeit dies. Judenthums das auf deutschem Boden.Erworbene beständig treu und zäh festgehalten bat, vielfach sogar treuer und, zäher als das deutsche Volk selbst״ so dass, man das in der Verkehrssprache des deutschen Volkes längst aufgegebene und vergessene Althochdeutsch und Altniederdeutsch ... *ebensoviel Mittelhochdeutsches wie Neuhochdeutsches im Judendeutsch deponirt findet, und somit das Judendeutsch eine grosse Zuverlässigkeit in Bewahrung der deutschen Sprachwandelungen aller Phasen besitzt,, welche sehr überrascht * und für die deutsche Sprachforschung von Wichtigkeit* ist.״ Wir werden später den* als Ausgangspunkt genommenen Yocalismus. prüfen, und acceptiren im Allgemeinen die letzte. Folgerung, dass Jas Jpdendeütsch Archaismen enthalte, eine Ansicht, weiche eben von Zunz W gründet, und in meinem (dem Vf. unbekannten) Vortrag: ״Die fremdsßiachlichen Elemente u. s. w.״ (Präg 1845, S. 29-31, wo u. A. auf die Vöcabeln in Schimschon’s hebr. Lexicon hingewiesen ist) für die deutsche Sprachforschung verwertbet worden, während Jost (Arb Judenteutsch in Ersch u. Grober S. 323) behauptet, dass Zunz ״den schwachen Besten aus den! altern Teutsch zu hohes Gewicht beigelegt,״ die Sprache der .luden sei däs Hochteutsche, vom Plattteutschen fast keine Spür," vom Althochteutschen eben so wenig, einige mittelhöchteutsche Reste seien noch vorhanden. Wir müssen Alter und Maass der Archaismen dahingestellt sein lassen, bis ein gründlicher deutscher Philologe auch die älteren und *Späteren deutschen Vöcabeln in hebr. Schriften geprüft hat. Aber die Argumentation des Vf. beweist das gerade Gegentheil von demy was! sie beweisen soll, wenn mail Unter Judenteutsch einen Jargon oder auch nur ein corrumpirtcs Deutsch versteht! י Hat denn etwa Zunz beh&uptet, dass die Juden in Deutschland zuerst Hebräisch gesprochen, und erst im XVI. Jahrh. jüdisch-deutsch?! Er beginnt ja (hier S. 200): ״In den froheren Jahrhunderten hatten die Juden in Deutschland keine andere Sprache-als die ihrer Christliehen Landsleute geredet u. s. W.a Man sollte nun hieinen, dass das Alter des Jüdisch-deutsch vor Allem aus Schriften in diesem Idiom hervörgehen müsste.ן XJnser Vf., hat auch über das Verhältniss der Sprache zur Literatur keine Vorstellung, weil ihn die Gaunervocabeln irreleiten.1 Das Kapitel über die allgemeine jüdisch-deutsche Literatur (richtiger über die jüdisch -deutsche Literatur im Allgemeinen) beginnt (S. 207)' mit der* Bemerkung: ״Es liegt in der eigenthümlichen Stellung des jüdischen Volkes in Deutschland und in der eigenthümlichen Natur der jüdisch-deutschen Volkssprache, dass Von einer Literatur . . . nicht füglich vor Erfindung der Buchdruckerkunst die Rede sein kann . * « das Judendentsch entstand ja ans dem JBedürfniss und Streben , das im Judenth.um sich in Sitte und Spräche geltend machende deutsche Volkselement 1) Ueber die! drei mit Currentbuchstaben gedruckten Schriften des Josef von Maarösen konitte der Vf. (III, 241) schon Genaueres kn Art. Jüdische Typographie in Ersch!1. Grober S;. 70 finden (vgl. Caial. p. 1506 u. Add.}. Die Fürther defecte Ausgabe kenne ich nicht; von: dem Theil 1הב i8t Ausg. HirzLevi 1751־ (Q^nH הכחיד) Seiten stärk, im Antiquariat von A. Äther §r €o.y ebenso eine Ausgabe von ז Josef Rakower’s ןןןןן {קי£ in Current gedruckt, Amt. Kpsman 1759 86•(לשיני עט סיפגיס B1•

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