Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VIII. 1865
- Issue
- No. 43 Januar-Februar
- Date
- 1865-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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kenne ich nickt; aber der Herausg, kennt nicht einmal Asher’s Aasg. des Benjamin (8: 15)1* De Wette War Mitbegründer der biblischen Kritik und Geschichte, aber die willkürliche .dogmatische Abtrennung voir Althebräischem und jüdischem hat nicht bloss auf den Umfang1 gewirkt— ״von der Archaeologie der Juden bringen wir hauptsachlich das tum Verständnisse des N. T. Nothwendige herbei,“ heisst es S. 2 — sondern auch auf dafe Uriheil, nhd der Herausg. ist nicht gerechter geworden. So figurirt Herzfeld’s Geschichte unter der Rubrik: Skepticismüs Und Hypothesensucht (SL 20), wahrend die richtige Anwendung historischer Kritik durch Ewald vertreten ist.' Jösephns und die Juden haben hur ,;Fabeln“ und ״Fabelhaftes“ (z. B. S. 426), und S. 395 (§ 259 Handel der JudenUach dem Exil) liest man : ״Nachdem die Juden ihr Band Verloren haften, sahen sie sich au f den Reichthum der Volker angewiesen, unter denen sie lebten, und in Folge des Druckes, den sie in den meisten Landern erführen, Ward* der Hände} das alleinige (!) Mittel ihrer Existenz und ihrer Bereicherung.“ Dient diese zweideutige und unrichtige Bemerkung zur ״rechten Einsicht in die Verwandtschaft ebenso, Wie in dem Unterschiede des altuiid neutestamentlichen Geistes?“ (S. 4).] 111• AUgemeine Uteratar» AVE-L ALLEM AKT. Das deutsche Gaunertluim tt. s. w. (II. Artikel, /^\Jahrg, VIT S. 12Ö). [741] .. [Betrachten wir nunmehr die ,Ansichten des Vf. über das Jüdisch-Deutsche. Er definirt dasselbe richtig als eine mit hebr. (im weitesten Sinne) unveränderten oder, germaniairten Wörtern.-durchmischte deutsche Volkssprache (IH,. 198). Er behauptet aber ,!auf das bestimmteste״ (S. 166), dass dasGaunerthum das Judendeutsche ״als schon geläufige deutsche Judenvolkssprache gefunden und für sich ausgebeutet hat.״ Letztere sei aber unabhängig von der deutschen Gaunersprache, in welcher das frühzeitige Zusammenfinden ״der schmutzigen christlichen und Jüdischen Volkselemente ifi dem gemeinsamen Zusammenleben und im gemeinsamen Betrieb der Gaunerkunst den gesammten Vorrath beider specifischen Sprachweisen bunt durcheinander geworfen״, wobei je nach den Persönlichkeiten in einer Gruppe die eine oder die andere, mehr in den Vordergrund tritt. Die wichtigste (für die Culturgeschichte der deutschen Jaden überhaupt beachtenswerte) Frage ist die nach dem Alter des Jadendeutsch. Gegen Zunx (g. V. 438)!■ welcher die Ausbildung des: eigentlichen Jargons erst in$ XYL Jahrh. verlegt, beruft sich der Vf., (S. 205) auf ״jüdisch-deutsche״ sogar germanisirte (1) Wörter in ältern G&unervocabularen —- worauf wir später zurückkommen — ferner auf ״ein sehr bedeutsames Zeugniss״ bei Buxtorf; die angeführte Stelle spricht bloss jedoch Von dem Nützen der deutsch-hebr. Schrift für das Verständnis^ he- Bräischer Handschriften in solchem Charakter; allein der Vf. hat Von der Entstehung dieser Cürrenfschrift aus der s. g. rabbinischen so wenig KenntnisS, dass er sie nur aus dem Syrischen abzuleiten weiss! (Itl, 257). Diese höchst abenteuerliche Hypothese ist ihm ״ganz unzweifelhaft.״ Er ״befestigt diese Ansicht״ dadurch, dass die Berührung Und Vermischungder Juden nnd Syrer im nationalen Zusammenleben(!) und in ,der Sprache geschichtliche Thaisache ist. Ebenso bekannt ist es (!), dass diu ältern jüdischen Gelehrten sogar viele (!) hebräische Schriften mit syrischen Buchstaben geschrieben haben.״ Wir wollen dem Vf. nicht auf seinen weiteren Behauptangen über die *Neigung der syrischen Schrift zur gothiscken und römischen und ihre Verwandtschaft mit der Stenographie folgen; wir möchten nur wissen, wo er die Nachricht gefunden hat, dass jüdische Gelehrte sich der syrischen Schrift bedienten , die meines Wissens nur von Christen gebraucht wurde. Characteristisch für seine historischen. Cömbinationeh .überhaupt ist diese Ableitang der in Deutsch- 1 and allein etwa im XVIL Jahrh. mit dem häufigeren Schriftgebrauch entstandenen Current,, die zum s. g. Deutsch-rabbinischen und der. Quadrat sich gerade so verhält, wie die deutsche und lateinische Current zur s. g. .Kanzlei nnd Fractär oder late!- nlschen *CursiV ündT Antiqua. Wer hebr. HSS. dqr letzten J&hihunderte gesehen,* braucht kein paläographisches Genie zn sein , um die alimäligen, Uebergange »genau