Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 42 November-December
- Date
- 1864-11-01
- Page
- [Seite 131] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Erhebung gewesen — die jeder nach seiner Weise psychologisch oder historisch oder nur durch Wunder׳ erklärt — auch in die veredelnden Umgestaltungen der Welt einzugehen fähig ist? — Man sieht, dass Geiger’s Vorlesungen die wichtigsten Fragen des Judenthums und seiner Geschichte in höchst anregender Weise, mit Ernst und Würde, mit Geist und Gelehrsamkeit behandeln, dass der Vf. ein Gleiches* von den Vertheidigern entgegengesetzter Ansichten zu fordern berechtigt ist, und dass seine weitere streng Wissenschaftliche Begründung einzelner hier anticipirter Behauptungen den Forschern stets willkommen sein muss.] (M. St,) HERXHEIM ER, S. Theoretisch-praktische Anleit. z. Erlernen des Ebräischen. 5. Aufl. 8. Berlin, Schroeder 1864. (£ Thlr.) [682] KLEINERT, PAUL. Der Prediger Salomo. Uebersetzung, sprachliche Bemerkunge» und Erörterungen zum Verständniss. 8. Berlin 1864. (Schulprogramm des Friedr. Wilhelems-Gymn.) [683] KOMPERT, L. Geschichten einer Gasse. Novellen. 2 Bde. 8. Berlin, Gerschel 1865. (III, 283, 356 S.; 3 Th.)!684] [״Dem deutschen Volke sollen diese Geschichten erzählen, was diese ״Gasse״ einst an Leid und Freud’, an Drangsal und Aufrichtung umschloss; ihre Gestalten, Naturen So treu wiedergegeben, als ich es vermochte, sollen darthun, unter welchen Kämpfen und Wehen das Licht des Morgens nach so langer Nacht für sie ange— brochen ist . . . Sie sollen es erklären, warum der Born des Familiensinnes und der Zusammengehörigkeit noch immer so voll und unerschöpft fliesst, und wie es gerade dieser geheimnissvolle Zug war, der das deutsche Volk bestimmen konnte ... Der Poet darf es vielleicht sagen, was der Politiker ironisch lächelnd ablehnen wird: dieser Zug innerer Verwandtschaft war am Ende das entscheidende Moment!״ — Von den 7 vorl. Novellen sind fy aus dem vom Verf. mitred. Jahrb. abgedruckt. Sie bilden den Gegensatz zu der Kleinmalerei oder Carricatur, welche nur in Jargon, Idiotismen, Anekdoten und Bonmots jüdisches Wesen und Unwesen zu kennzeichnen vermeint. K. spannt das *־Interesse des Lesers durch einfache Erzählungen mit ungekünstelter Redeweise, durch ungesuchte oder erfundene Situationen, in welchen namentlich die ernsten Kämpfe zwischen Altem und Neuem anschaulich werden, ohne ostensive einseitige Tendenz. Das Edle und Bessere der schwindenden Zeit an seinen Verächtern darzuthun, ist ihm freilich eine Hauptsache, und die beiden oben Von uns hervorgehobenen Worte dürften der Schlüssel zu seinen fast nirgends direct ausgesprochenen Ansichten über Judenthum sein. Eine philosophische Kritik darf der Poet ״lächelnd ablehnen,״ und von der historischen sagt er selbst (II, 135), dass ״die Enthüllung von Geheimnissen eben nicht die starke Seite des geschichtlichen Verstandes bildet.״ — Möchte auch unsere Zeit einst einen Kompert finden, der so viel Edles und Gutes an ihr zu schildern versteht.] SACK, K. H. Die Lieder in den hist. Büchern des A. T., neu übersetzt u. erläutert. Für gebildete Verehrer der h. Schrift. 8. Barmenר W. Langewiesche 1864. (XVI, 167 S., £ Thlr.) [685] SCHWAB, MOISE. Alman&ch perpetuel hebreu-fran^ais. Ouvr. approuve par M. le Grand Rnbbin. 8. Paris, Libr. Du Petit - Journal 1864. (XXVIII, 312 S.) [686] [Auf den Wunsch einiger Consistorien hat der Vf. den im J. 1814 von Rodriguez- Mosanto herausg. 50j. Kalender in verbesserter Gestalt fortgeführt. Der ״Avantpropos״ enthält die nöthigen Vorbegriffe, es folgt ein ״Resume chronol. de l’Histoire juive״, wozu die Quellen in einer demnächst erscheinenden Nachbibi. Geschichte der Juden in 3 Bdn. nachgewiesen werden sollen, auf die ״Tables perpetuellqs״ folgt eine ״Statistique1) ״ Seite), dann die Jahresformen für die J. 1864-1914.. Däs ganze Buch ist französisch abgefasst. — Hebr. Kalender für längere Perioden seit dem XVI. Jahrh. sind zusammengestellt im Catal. p. 557.]