Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 41 September-October
- Date
- 1864-09-01
- Page
- [Seite 114] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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110 Pietät für diesen oder die Grabsteine absichtlich verschwiegen sei, lasse ich dahingestellt. Letzterer soll behaupten, dass man 767• n. Chr. ״die Aera der Schöpfung noch nicht gekannt,u während dieselbe schon in der s. g. Boraita des Samuel ״in Anwendung komme,“ welche, ״wenn sehr spät (!) im IX. Jahrh. verfasst war.“ Man vermisst hier die nothwendige Präcision des Sachverhältnisses, die Unterscheidung zwischen gelegentlicher Ausrechnung und Üblicher Dalirung (accentuirt im Art: Jüd. Uh §.*10), ferner der Bezeichnung durch Buchstabenzahl Von Wörtern, welche vor dem XIII. Jahrh. nicht vorkorftmt, und dem Zeichen פ״נ in dem angebl. Grabstein des Sängari — dessen Sohn nun auch aufgefühden ist, wenn ich mich recht erinneret In (Bezug auf Bor. des Samuel unterlässt auch Hr. N. eine Verweisung auf Zunz Hebr. Bibliogr. 1862 S. 16 vgl. S. 19 unten). In der Bor. wird bemerkt, dass im Jahre 4536 eine Art Revolution (wie es die Astrologen nennen) ein tritt; Zunz weist auf die Periode von 84 Jahren hin (vgl. Jüd. Uh §. 21 ) und schliesst daraus, ^Tass das Buch jedenfalls nach 7;76 und vor 860 Verfasst sei. — Die häufige DoppelfaXxtvmg der Grabschriften, welche als chronologische Grundlage dient, ist an sich verdächtig; auf dem dafür wichtigsten Steine (N. 35) erkenut Kunik (S. 149) in dem zweiten Datum eine zweite Hand (s. weiter unten); aber auch das vorangehende Wort ליצירה ist höchst unpassend durch die Eulogie von der Zahl getrennt. Die wenigen weitern Bemerkungen Neubauer’s lasse ich dahingestellt; aber das vop ihm mitgetheilte Material erweist auch im Vergleich mit den Tafeln manche Ungenauigkeit, bei deren Besprechung ich zugleich auf die Beschaffenheit des Textes aufmerksam mache. Die angebl. älteste Inschr. (v. J. 6) deren Original nicht vorliegt, lautet נ״ע עת ישועת ישראל (sic) בוקי בן יצחק כוהן, N. übersetzt ״dessen Seele bis zur Befreiung ... verweilen möge (?)“, welcher Unsinn! Hat er עד gelesen? כוהן ist vielleicht הכהן zu lesen; zu 2. משה לוי bemerkt N.: ״Undeutlich, ob מ oder כ,“ der Abdr. hat deutlich ר' משה, ob das ה zu הלוי zu ziehen? der Artikel ist hier erforderlich. In 3 ist הלוי oben nachgehauen, sollte dadurch Zadok zürn Sohn von 2 gestempelt werden? T>ie seltsame Abbrev. von ליצירה ist hier ליציה; die Punkte über den Buchstaben sind von N. ganz willkührlich behandelt, wobei freilich der Zustand der von ihm benutzten Steine in Anschlag zu bringen. -די- N. 8 ist ישיע״א sicherlich falsch, ich lese deutlich ישעם, und wenn das dreieckige Zeichen oben als ל nachgetragen ist: יבוא שלום ינוח על משכבו ישיעם, und in tieferer Reihe זכר צדיק לברכה ץצ״ל, also noch einige zu den vielen Eulogien, an welchen, wie an dem Titel 'ר, auch der Red. des Ben Chananja Anstoss genommen! — N.21 liest N. מת, der Abdruck habe falsch טכ; ich sehe deutlich בל, sollte hief* wieder מנוחתו כבוד טל (wie am Schluss) das Richtige sein? was? sollten die ganz deutlichen 2 Punkte über מת? ferner nicht את ה' א sondern א;עם wohl אלהיו U. darnach zu übersetzen. י-י- N. 35 steht im Abdruck חהחיים, ZU שנפטר gehört noch ein ה, U. s. weiter unten. — N. 48 lies {KgpU; die Schlussformel welche Hr. N. nicht deuten und doch übersetzen kann, heisst תעל שכבת הטל על מלונה und bereichert wieder den Vorratb an Förmeln durch eine, die erst von dem Karäer Hedesei componirt worden, wie Zunz