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Hebraeische Bibliographie · 1864-09-01 · No. 41 September-October · p. [Seite 110]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VII. 1864
Issue
No. 41 September-October
Date
1864-09-01
Page
[Seite 110] (sequence 10)
Language
German
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10« [647 die Bedeutung des Artikels in במקום urgirt (S. 149) obwohl derselbe Our in der Punktation steckt; freilich kein Wunder, wenn sogar die vocälische Namensentstellung in der berüchtigten ״Nabat. Landwirtschaft“ herbeigezogen wird (S. 150). Die baggadischen Ausschmückungen von Ismael, welche selbst Beer durch die Worte : ״wie jEinige wollen“ qualificirt, figuriren hier (S. 99) als ״jüdische Ueberliefefuiig.“ Bo kommen auch die jüdischen Legenden, die inan sonst als unnütze Fabeln bei Seite schob, zu hohen kritischen Ehren (s. z*. B. S. 152); ja selbst der Beisende Benjamin erscheint als Autorität (S. 116! vgl.. S. 19, 135). Eine, freilich nicht unserm Vf. eigene Confüsion ist es, wenn der alte Saturndienst mit der Bezeichriütig Saturns als ״Stern Israels“, wie ihn ״selbst(!) Sehr späte Rabbinen nennen“, zusammengebracht wird (S. 34). Der .Talmud kennt zwar Schutzengel der Nationen und den Einfluss der Planeten auf Personen und Dinge (s. Brecher, d. Transö. S.!j56, 168, zur ps. Lit. S. 36), aber die Verteilung der Nationen unter die Planeten gehört erst der arabischen Astrologie an; der erste .Jude, welcher Saturn mit Israel und dem Sabbat in Verbindung bringt, ist, wenn ich nicht irre, Ibn Esra (st. 1076); für Saturn als ״Patron“ Ierael’s nennt Zunz (Annalen II, 156 A. 17) keinen altern als Zarzab (1368). Was die philologische Seite der Abhandl. betrifft, so ist der Vf. im Allgemeinen in den Geist des Semitismus tiefer eingedrungen als seine meisten Stützen; dennoch widerstreben nicht wenige Einzelnheiten dem Sprachgefühl und dem Bedürfniss nach einfacher Auffassung. Es genüge die kurze Hinweisung auf folgende Stellen: S.28 ע1ר (ursprüngl. ahstr.y erst durch üebertragung: Helfer), S. 38 א הרן ן aus מארון U. אביר aus Apis; S. 87 אךך^ aus נדר$ S. 88 #8°מ כי יב lange man kommt“; S. 106 עיך von מועד (vgl• das talmud. איך bei Jellinek, שפח חככוים s• v•) '1 S. 106 Läbbeika ״. ‘Hananika von חבוניך) ענניך להביך?); s•124 אבן המסקל; s. 127 פסק s01J besonders vom Uebergang über einen Fluss gesagt sein!! das wäre bekanntlich עכר״; s.179 מילת von מילדת (vielmehr מולדת)! s.,182 Hatim aus ״חטאים Wir haben dem vorliegenden Buche, welches von vielen Seiten mitSpott und Hohn begrüsst werden wird, die ernste Aufmerksamkeit geschenkt,, welche dem eifrigen Forschen nach Wahrheit auch in seinen Verirrungen־ und eihem Mahne von so grossen anderweitigen Verdiensten gebührt. Der Vf. scheint so *sehr von der Wahrheit seiner Annahmen durchdrungen, dass ihn auch die gründlichste Widerlegung nicht davon abbringen würde; um so mehr müssen wir bedauern, dass seine erste grössere Arbeit auf unserem Gebiete so wenige reife Früchte trägt. Ein schädlicher Einfluss wäre nur in sofern zu befürchten, als es dazu beitragen Wird, die freie Forschung zu discreditiren; doch scheint es hohe Zeit, dieser Art vermeintlicher Geschichte ein ernstes Halt! entgegenzurufen. — Ich bemerke noch* .dass in der Uebersetzung viele undeutsche Ausdrücke Vorkommen, welche JHolländismen «nd; der Ausdruck: ״Reinlichkei tsgesetze״ S. 179 für Reinheijtsg. gehört wohl ebenfalls dem UebersetzerJ GEIGER, A. Eine Erinnerung an frühere Zeiten. Glückwunschschreiben an Ör. L. Zunz zur *Vollendung des T0♦ Jahres. 8. Frankfurt a• M Auffarth 1864• (15 Sgr.) (64T3 HOLDHEIM״ S., Drei Predigten. 8. Berlin, Peiser 1864. (8* 77 S י 6 Sgr.) 1048] [Diese drei Predigten, einzeln erschienen (HB. IV, N. 250-252), sind durch das Titelblatt in ein Heftchen vereint.] (IW. IQ JELLINEK, AD., Aus der Wiener israelit. Cnltus-Gemeinde 5624. Sieben Zeit- Predigten. 8. Wien, Herzfeld « Bauer [1864]. (II, 9Ö S., 12 Sgr.) [6493![Diese sieben Predigten, von denen sechs innerhalb sieben Wochen gehalten wurden, kündigen sich mit Recht als unmittelbare Produkte derZeit ״aus der Wiener sraelitischen Cultus - Gemeinde“ an; sie geissein in der dem Vf. eigenen, *kernigen

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