Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 41 September-October
- Date
- 1864-09-01
- Page
- [Seite 108] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2249537-7176849-7176859--1061-2250562- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
104 zählt (S. 11) ©ine Reihe von Fragen über das ‘Heiligthum, za Mekka ü. s. wi auf, deren ungenügende Beantwortung noch immer eine Menge Räthsel übrig lasst, zu denen man den Schlüssel vergebens suchte. ״Anhaltendes Studium, Zufall, Glück oder wie man es nennen will, liess mich, wenn ich nicht irre, denselben finden, und zwar da, wo man ihn am wenigsten suchte, nämlich im A. Testament11' (S.15״). Die drei Hauptzüge seines Systems sind: 1. Das mekkan. Heiligthnm ist zur Zeit David’s von den vertriebenen [verbannten] Simeoniten, den, s. g. ״Ismaeliten“, von den Arabern die. ersten Gorhum genannt, gestiftet. _ 2. Sie setzten das mekkan. Test ein [das eigentliche Passah] , dessen Terminologie hebräisch ist. 3., Die zweiten Gorhum der Araber sind Flüchtlinge aus der babyl. Gefangenschaft* Mekka .war ursprünglich kein Stadtname. [Es ist מכק ךבן־ן »e*n grosses Schlachten“ S. 73]. .— >?Der Monotheismus, der lautere jehovismus, ist keineswegs der Glaube eines schlichten unentwickelten Naturmenschen“ (S. 17). In den jehovistisöhen Bearbeitungen, lassen sich noch folgende ältere Cultusformen entdecken: 1. Stein- und Baum־ Verehrung, 2: Baals-Cultus, 3. Jehova als Stier oder Bock. 1$ןף ist stets wörtlich zu nehmen, und auch in Jes. 51, 1. 2 ist Abraham ein Block und Sara eine Grube (mit obscönem Nebenbegriff). ״Wer wäre so tböricht zu behaupten, dass* ElizUr^ Zuriel und Zurtschaddai jemals Personennamen gewesen.“ Nach Arnos 5, 25 war Baal- Saturn die Nationalgottheit in der Wüste, ihm war die Stiftshütte gewidmet, ״ein öffentlicher Jehovahdienst bestand nicht“ (S. 33, vgl. S. 77). Auf die mit Baal zusammengesetzten Namen wird grosses Gewicht gelegt (S. 39). * ' So weit der wesentliche Gang der Einleitung: Wir müssen uns versagen, auf die Details der eigentlichen Entwicklung einzugehen, und heben .hür einige für das Ganze wesentliche Erklärungen hervor: Hagar (der 'Frauennämeii) ist ursprünglich hag-ger, das arab;Dschorhum qv-q (S. 93—5); Schimeon Wurde zu Jischmael wegen der Analogie von Israel (S. 96), Ibrahim ist aus Ibriim [richtiger lbrijjim] entstanden (S. 150). Hanif heisst Ketzer (S. 189); so nannten die zur Römerzeit mit dein Pentateuch nach Arabien gekommenen Juden die mekkanischen (S. 189). Modhadh ist Medad (S. 168). Eine im J. 870 copirte Inschrift •des Steines zu .Mekka ׳soll bedeuten: ״. 'ויסר! בל נשיאי יחשלם. והעם. בבית יי. <גך נרנלדד. ארמיםV»1״ er führte alle Vornehmen von Jerusalem und das Volk im Hause [d. ft. ,,das )Land“] Jehovah’s nach Nergaldad der Aramäer“ (S. 158), Es versteht sich, dass diese Art von Geschichtsforschung nicht von irgend einem dogmatischen Standpunkte aus beurtheilt werden kann; wohl müsste sib aber das Misstrauen gegen die perhorrescirten Quellen consequent festhalten und auch auf die scheinbaren Stützen luftiger Hypothesen anwenden, wie z. B. die arabische ״lieberlieferung“ Legende u. ägl., S. 53 f., 91, 92, 136 —• bei welcher auch hicht selten der Einfluss der jüdischen gewirkt hat; ich verweise über dieses noch immer nicht speciell genug erforschte Verhältniss u. A.t auf meine Bemerkungen.über die Quellen des Uamxa in Frankens Zeitschr. 1845 S. 447 (vgl. dazu Jost V, 299, Graetz V, 116) ü. S. 325 über Abu Ma’ascher, (vgl. hier S. 164, wo nicht eine ״Erdichtung“, sondern ein Missverständniss vorliegt, die Bestimmung des Schaltmonats war* in der That eine Prärogative des Nasi); so ist auch Faran für Mekka nicht eine ״Erdichtung muhammedanischer Theologen“ (S. 90, s. oben N. 474 S. 31); hingegen ist der Ursprung der Legende von der Auswanderung *palestinensisclier Stämme, Kananiter, Philistäer u. dgl. nach der Berberei, Afrika u. 8. w- (vgl. hier die Simeoniten S. 100) noch unklar (vgl. Jüd. Lit. § 5 A. 73). Selbst eine nahe liegende Vermuthung von dem Einfluss der jüdischen Lehre auf Muhammed wird abgewiesen mit der Bemerkung, dass alles die Opfer Betreffende alt sei (S. 132).י) * ■ *) S. 95 findet der Vf. Israeliten auch beim arabischen Styx in Berehot (m Beeroth) in Hedhramaut [— *י[ךן£זף der Duma über die Seelen der Ungläubigen gesetzt ist. Die Beweise würden ihn zu weit ablenken. Es mögen hier einige Nachweisungen folgen, die ich vor etwa 20 Jahren als Ergänzung zu Geiger*s Preisschrift (S. 68) gesammelt. ' * Nach R. Jirmijja b. Elasar (Erubin 19) giebt es 3 Pforten der Hölle.: in der Wüste,