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Hebraeische Bibliographie · 1864-09-01 · No. 41 September-October · p. [Seite 106]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VII. 1864
Issue
No. 41 September-October
Date
1864-09-01
Page
[Seite 106] (sequence 6)
Language
German
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dem wir einen, freilich schwachen Fingerzeig für die oben entwickelte.Entstehungsppt d4r סימנים findend Dort werden 10 rituelle Pflichten aufgezäblt, welche, hei dem' ziim Segen Spruche gebrauchten Weinbecher zu beobachten seien; Rabbi Jochanan meint, 4 genügen: הדחה ,שטיפה ,חי ומלא. -Am Bande liest man וסימן חימשה, die 4 Buchstaben des Wortes חמשה* * (fünf) sind die Anfangsbuchstaben der 4 vop Jochanan angegebenen Wörter. Der חמ״שה ]O'D *st aber ein KJnd des vorigen Jahrhunderts. Er steht nicht in der Ausg. Bömberg und allen aus der Justiniaifi geflossenen bis pur JFrankf. a. O. 1697 inclusive; ich fand ihn zuerst in der A. Prajikf. a. hl. 1724, der besten vor der Dyhrenfurther, Ob ihn die Amst. von 1714, oder die Frankf. a. O. 1715 zuerst hat, weiss ich flicht. Von S. 30 an erhalten wir eine, wenigstens flach Reihenfolge der Tractate geordnete Erklärung sämmtlicher Simanim, wobei der Verfasser ganz auf die Hülfsmittel seiner eigenen Gelehrsamkeit und scharfen Lösungsgabe angewiesen ist. Er sagt selber, dass er keine Schrift oder Abhandlung über diesen Gegenstand kepne, bis auf einige hingeworfene Bemerkungen im Kerem Chemed, ״des Verr fassers Name wisse er nicht,“ und man sieht den Erklärungen in der That an, daqs sie gründlich original sind. Die Bemerkungen im Eerem Chemed (VI. 252 ff.) sind bekanntlich4) aus keiner geringem Feder geflossen, als der Rapoport’s, die man auch ohne das bezeichnende Sternchen leicht an Gedanken *und Sprache erkennen kann. Aber auch ein älterer Stern bedeutender Grösse hat sämmtliche סימנים er־ klärt, der sehr gelehrte David Bardo in seinem למנצח לך־וך. Noch viel aueführlicher als Parflo behandelte Dr. M. Dinner diesen Gegenstand in d,er Einleitung zu seiner Ausgabe des Trac^ates Berachot Seite 22 ff. Pinner hat seinen Vprgäuger Pardo wohl benutzt^ aber ihn nicht ahge schrieben, sondern durch selbstständigen Fleiss ergänzt. Beider Erklärungen können durch den' gelehrten Fleiss des Yf. berichtigt werden, aber das Thema ist durch *hfl flicht erschöpft und keineswegs als abgeschlossen zu betrachten, schon deshäÜ) nicht, weil ihm die Editip princepg nicht Vorgelegen hat, welche bald andere, bald sicherlich bessere Lesarten enthält. So z, B. ist dort Moed Eaton 25h der סימן ganz richtig nach der Reihenfolge der vorkommenden Amoraim, wodurch die Bemerkungen des Vf. unnöthig werden.*) Eine andere Variante zu Tract. Sabb. 63, bei welcher Stelle Herr Br. eine sinnreiche, aber gewaltsame Emendation vorschlägt, ist von mir besprpehen in ,,kritische Lese“ Sw 33, n. 3.. ' ‘; 'f Wir haben das. seinem Umfange nach sp unscheinbare Buch einer längeren Besprechung unterworfen, als der Vf. und die Leser erwarten mochten, weil wir jedem Versuche zur Wiederherstellung des von defl Druckern strafbar vernachlässigten Textes des Tfrimud gern Zeit und Muhe opfern und dafür Aufmerksamkeit bei defl. lesenden Freupden der jüdischen Wissenschaft erhoffen dürfen. In. unserer kritischen Ausgabe des Tälmud^Textes naben wir auch diesem Punkte Sorgfalt zugewendet, r— Herr Rabbiner Brüll hat eine ausführliche Einleitung in die Mischna druckreif, wünschen sie bald druckfertig in der Öeffentlichkeit zu sehen, aber es - möge, dem Vf■ gefallen, mehr in wohlgeordneten Perioden und‘weniger mit räthsejhaften ׳סימנים (Abbreviaturen) , vpie er bpi den סימנים ifl der Mnempnatechnik gethan, zu. seinem dankbaren Publikum zu sprechen.] (Lebrecht.) ' וסיום ספר חיבור הטשיחה וההשבורח אברח ם בר] piniS?(! fütöp .[חייא ׳!י:,-•■,nrnר» *) [Vgl. Jüd. Lit. § 4 A. 58. St.] . *) Die HSS. haben auch in diesem Tractate viele יסיטנים welche bei uns fehlen^ der Cod. Monacus 95 hat 14, während ihm gerade der obige, bei - uns der Einzige im Tractate, B1. 25b. fehlt, obgleich derselbe acht und *alt ist, denn Natan b. Jechiei kennt ihn (r. אות)• Abermals ein Beweis, dass die Willkür der Abschreiber Rieses Gebiet im Talmud beherrscht hat.

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