Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 39 Mai-Juni
- Date
- 1864-05-01
- Page
- [Seite 67] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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es Der wesentliche Inhalt dieser Notiz ist, wie wir zeigen werden, nicht neu} aber die hier deutlicher angegebenen Beziehungen geben ihr einige Bedeutung. Der Eingang ist freifich noch nicht ganz klar. Die Notiz wurde von David b. Salomo' Jedidja in Ferrara aus ״einem Buche“ nbgeschrieben: Ist er selbst der Schreiber der Miscellen, welche die Lucken des von Isak h. Jekutiel im J. 1433 abgeschriebenen Codex füllen? Das zu Grunde liegende Buch durfte das Werk des David Ihn Bilia (oder Billa?) sein, aus welchem Zarzah (מקור חיים, פ' חקרת) die Hauptsache fast mit denselbeb Worten anführt1),, freilich ohne den Namen des Kaisers anzugeben. Der Namen des vom Kaiser Befragten ist in der HS. undeutlich, Hr. Lasinio meint, es könnte כן אלחסן oder בן אלחכם gelesen werden. Wan erwartet den Namen eines Juden. Ist dieser der ״Ueberbringeru aus der Provence? Aus welcher Quelle hat ibn Bilia diese Frage? Wir kennen insbesondere zwei jüdische Gelehrte, mit welchen Friedrich in Verbindung stand. Der eine ist Jehada b. Salomo Rohen, aus Toledo, welcher zu 18 Jahren mit Friedrich’s ״Philosophen06 in arab. Sprache correspondirte 2 *); dass aber obiger Name aus' בן מחקה verstümmelt worden, wäre eine etwas kühne Conjectur8). Der andre ist Jakob b. Abba Mari b. Simson b. Anatoli, der auch mit Michael (Scotus) in persönlichem Verkehr stand4 * * *). Dass dieser in seinem unedirten 1) Es heisst dort, dass der Ochs König der wie der L<öwe der ךןרןןן sei. Ibn Bilia {Catal p. 858 und 2118, Plagiat bei Grätz VII, 359: ״Bilja“); übersetzte im J. 1338 מאמר בסגולת עור הנתש von. Johannes Pauli, MS. München 228, und ist vielleicht der Annotator in einer Leipziger HS. im J. 1344. 2) S. meine Mittheil, in אלצל נחמך LI, 234. Der ״lebhafte Briefwechsel“ bei Gtätz VII, 102 gehört zu den beliebten Uebertreibungen, das angebl. besondere ״astrolog. Werk“ beweist oberflächliche Abschreiberei (s. das Sichtigere schon in Kegi6ter Michael p. 331, Catal. p. 1308, 1577, 2003); die Angabe ״geh. um 1215“ ist eben so unbegründet als werthlös; wenn die arabische Bearbeitung des Bitrugi 1247 datirt, die wohl nicht lange nach der Correspondenz anzusetzen ist, so war Jehudä nicht vor 1225 geboren. 8) Als ״Philosoph“ Friedrich^ wird bezeichnet Jo. Palermitanus, welcher dem Fibonacci zu Pisa mathematische Fragen vorlegte (Libri, Hist, des sc. mathem. II, 303; Boncompagni, Intorno,ad alcune op. 1854 p.53). Desgleichen Theodorus, der Astrolog (Libri J.» e. p. 52, Boncomp. 1. c. p. 22, 45243 .11 75־), der insbesondere bei der Belagerung von Brescia (1238), sich den Hass der Prädicanten zuzog; vgl. Catal. MSS. Angl. 1, 84 n. 1753 (Digby 152): ״Summa Philosophiae Magistri Theodori Philosophi Imperatoris et Mag. Maymion Falconarii Caesaris, de scientia venandi etc.“ 4) HB. vor. •T. Si 10 A. 2; Grätz VII, 1045־ kann sich wieder nicht halsbrecherisjsher Conjecturen enthalten. Der Name Andreas (s. vor. Jg. S. 31) soll aus ״Anatoli“ verstümmelt sein und unsern Jakob bezeichnen. Nur Unkunde der Quellen und Namensverhältnisse kann solche Hypothesen hervorrufen. Anatoli (genatt Anatolio) ist nach Geiger eine Uebersetzung von Serachia (vgl. Catal. 1181, 2591); Bukes (!שירי שלמר s. 92) erklärt das für grandios und אנטולו f״r eiuen spanischen Namen, wie ״Anholin“ fl. Antholiri] im Cid; vgl. dagegen Jahja Sohn des ״Anatole“ bei Dozg, Hist, des Musulm. III, 305. In jedem Fall ist Anatoli, Vornamen und zw. eines Ahn des Jakob, keineswegs Familiennamen, wie alle hebr. HS. beweisen. Wie sollte Jakob b. ... b. Anatoli zu Andreas werden?! Freilich hat man, seitdem de Eossi (Index zum Catalog) unsern Jakob ktTrzweg ״Anatoli“ nannte, der Kürze halber von Jakob A. oder gar A. (z. B. Jellinek, Philos. S. 39 A. 15) gesprochen, und das genügt für Grätz. Lastructiv, auch in andrer Beziehung, sind die Citate in dem zu erwähnenden Cömm. zum Moreh von Mose b. Salomo aus