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Hebraeische Bibliographie · 1864-03-01 · No. 38 März-April · p. [Seite 46]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VII. 1864
Issue
No. 38 März-April
Date
1864-03-01
Page
[Seite 46] (sequence 18)
Language
German
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Jo. van Campen’s hebr. Grammatik und Professur in Krakau. Von V. L.!•ffMOn■. Im ״Bibliographischen Handbuch über die theor. u. pract. Lit. f. hebr. Sprachkünde“ sind S. 31 unter N. 350 die verschiedenen Ausgaben von J. van Campen’s (Joan. Camperisis) aus Elias Levita’s Schriften entnommener * Grammatik aufgeführt. Es jgiebt aber noch eine,, allerdings sehr ,seltene,, die sich in der Zaluski’scheh Bibliothek befand und gegenwärtig in der Kaiserlich öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg zu suchen sein möchte. Johann Daniel Janozki theilt die folgende Abschrift des Titels tirit in seiner ^Nachricht von denen in der Hochgräflich-Zalüskisehen Bibliothek sich befindenden raren polnischen Büchern, 5. Theil, Breszlau bey Johann Jacob Korn, 1753.“ 8. S. 223-224: N. L. Libellus, De Natura Litterarum Et Punctorum Hebraicorum; aliisque ad exactaiü grammaticen, Christianis, et neotericis Judeis■hucusque incognitam, necessariis, ex variis opusculis' Elie Judei, grammaticorum omnium facile principis, per Joannem Camperisem concinnatus. Cräcovirfe Excusus per Mathiam Scharfenberg. Anno 1534. In 8., fünf und einen halben Bogen. Janozki bemerkt, dass die Zueignungsschrift, die J. van Campen an den Krakauischen Bischof und Polnischen Reichs-Unter-Kanzler, Peter Tomicki gerichtet, und zu Krakau den 20. April 1534 unterzeichnet hat, diese Ausgabe sehr merkwürdig mache, weil sie die zuverlässige Nachricht enthalte,- dass Tomicki nach seiner Er«; hebung zum Bisthume Krakau auf der dortigen Universität zuerst eine Professur der hebräischen Sprache gestiftet und zur Verwaltung derselben J. van Campen unter sehr vortheilhaften Bedingungen nach Krakau berufen habe, welcher allerdings erschienen, aber keine Lust zu bleiben bezeigt; er sehnte sich vielmehr nach Venedig und Elias Levita’s Bekanntschaft. Die Schlussworte der Zuschrift• läuten nach Janozki: ״Si me salvum contingat peruenire ad Eliam Venetias, brevi Lexicon dabimus copiosum, et alia de proprietate huius lingue, qüe Elias jpse promittit, multa. Quare me spero tue Cracouie non minus utilem fore absentem, quam nunc esse possum presens.“ (Ehe van Campen nach*Krakau kam, hatte Tomicki die erwähnte Professur einem gelehrten, Christ gewordenen Juden, Leonard David, übertragen, der die Obliegenheiten seines Amtes aber nicht mit genügendem Fleisse erfüllte).1) Janozki fügt noch hinzu, dass weder Valerius Andreas, Foppens, noch Wolf diese Ausgabe gekannt; Bartolocci’s Ausgabe von Elias Levita’s hebr. Sprachlehre, Krakau, 1517, 8., sei von Wolf mit Recht bezweifelt. Es habe der Krön ־ Gross- Referendar Graf Zälnski alle polnischen Bibliotheken durchgesucht, ohne irgend eine Spur dieser Ausgabe zu finden.! ' , Paquot, ״Memoires“, und die ״Notice sur la vie et les traveaux de Jean Campensis et d’Andre Gennep, professeurs d’hebreu au College des Trois-Langues äLouviun“ im ״Annüäire de l’Universite Cäthölique de Louvairi,“ 1846 S. 169-208, gedenken der besprochenen Ausgabe nicht. - Eine deutsche Uebersetzung von ״Prinz und Derwisch.“ (und Buch Esther in Reimen). In der hebr. HS. 355 der Münchener Bibliothek erkannte ich eine unvollendete Umschreibung der deutschen Uebersetzung von ״Kelila we-Dimna“ durch Graf Eherhard (״Buch der alten weysen“ in der Originalausgabe), 1) [Hr. Dr. Perles befragte mich kürzlich über die Angabe von Lekä$%enic%> Chronik d. Stadt Posen [vgl. Orient 1840 S. 87ff.] zum J. 1537, dass damals 14 Juden beiderlei Geschlechts in der Domkirche zum kathol. Glauben übergingen, bewogen von einem• getauften Krakauer Juden Paul, ״der die Bibel in hebr. Sprache herausgab.“ Dieser Paul ist offenbar P. Halic, der das N. T. 1540 edirte, über dessen Familie vgl. CataL p. 2896. Im Jahre 1542 beschloss man Petitionen wegen B.e- Schränkung der Juden in Gnesen und Krakau Cassel) Art. Juden S. 133). Es

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