Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 37 Januar-Februar
- Date
- 1864-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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dem Christenthum zugethän war, und׳ demnach identisch sei mit dem Convertiten Camillo Jagel (Wolflp.56). —Hingegen nahm J. die 10 Gebote nicht auf, um nicht dadurch (vgl. Berachot 12 und Aruch s. v. תרעומת) der irrigen Meinung Vorschub zu leisten, als wäre man etwa zur ״Beobachtung der 10 Gebote allein verpflichtet: מפני תרעומת המינים שלא יאמרו אין עיקר מן התורה אלא עשרת הדברים׳ או אלו לבד נתנו בסיני• Hierin unterscheiden sich bekanntlich unsere jetzigen meist seichten und zu Dutzenden fabricirten Glaubensbücher für Haus und Schule von ihren ältesten Genossen, dass sie die christliche Eintheilung der Sünden gänzlich fallen liessen und dafür wiederum die 10 Gebote, denen auch seit dem 16. Jahrhundert ein Platz im Gebetbuch eingeräumt wurde, aufnehmen. Befremdet hat uns daher die Bemerkung des Red. (N. 34 S. 84), dass J. in לקח טוב ^en 9. Glaubensartikel ״weggelassen“ habe 1). In der Venezianer Ausgabe, die uns vorliegt, lautet derselbe: הט׳: שאין להוסיף או לגרוע בתורת משה ופו‘ וירוע כי מתנאי הדבר השלם שלא לקבל תוספות או גדעון׳ והתורה היא שלמה ותמימה כמו שכתוב תורת 4 תמימה וגו'»"I. Freilich fehlt hier der Kernpunkt, den J., um Missverständnisse zu vermeiden, ausdrücklich hätte hervorheben sollen, nämlich: שואת ■התורה לא תהי4 מחולפת וכו'• Allein der Begriff der Ewigkeit und der Unveränderlichkeit der Thora liegt ja eo ipso in der Vollkommenheit derselben ausgesprochen, wie dies Maimuni und Albo, Ikkarim III, ausführlich nachgewiesen haben. Ueberhaupt muss bemerkt werden, dass der 9. Art. in der Uebersetzung der 13 Glaubensartikel von S. Tibbon bei Abravanel, י לאש אמנה verschieden von unsern Talmndausgaben lautet. J. folgte der Uebers. der Talmudausg., während die Vf. des Jigdal, des אני מאמין des deutschen und hauptsächlich des sepharadischen Ritus der Tibbon’schen Uebertragung folgten. Ausserdem dürfte X absichtlich aus Rücksicht gegen *die damaligen strengen Censoren diesem Glaubensartikel den eigentlich polemischen Character benommen haben, ohne zu fürchten, dass er deshalb der Ketzerei angeklagt werden könnte. Es ist darum das Zeugniss des R. Jesaia H11rwit% sowohl für die Rechtgläubigkeit der im לקח טוב vorgetragenen Lehren als auch für den Verf. derselben sehr wichtig, h. citirt nämlich (של״ה שעד האותיות אות ב4, בריות) eine grosse, interessante Stelle daraus über Menschenliebe (האס אהבת הבריות צריך לדדות י(בכל לבבך ובכל נפשך ובכל מאדך ohne an der Emtheiiung der Sunden u. dgi. den mindesten Anstoss zu nehmen, ja ehrenvolle die Bezeichnung: *הר״ך DDHH ר״ל ־אברהם יגל (להיות ששתי האהבות האלו הם שני עמודי התורה ובו׳) ** wohi ein Beweis für die Grundlosigkeit der Annahme eines Glaubenswechsels. H., der sein berühmtes Werk im J. 1623 (s. S. 77b u. 79b, ed. Fürth, in Betreff der Schemitta- Feier) geschrieben, würde ohne Zweifel von dem Abfall des J. etwas gehört und das Werk eines Getauften nicht benutzt haben. Die Autorität des ישל״ה ist auch ferner die beste Bürgschaft, dass die im לקח טוב vorgetragenen Glaubens- ,und Sittenlehren, trotz ihres christl. Anstriches, woran bloss christl. Autoren Anstoss genommen, mit dem Geiste des Judenthums vollkommen harmoniren. Elasar b. Samuel uiid Elieser b. Samuel. Von Znnx. 2 *) Zwischen 1190 und 1250 lebten vier Autoren und Gesetzlehrer Namens Elieser [Elhsar] b. Samuel. 1) Elieser b. Samuel aus Metz, abgekürzt ירא"ם Vf. des Buches יראים. Er ist genannt bei ה4און) 392 §§ ראביה) und 394. 1) [Ich habe, im Streben nach Kürze, mich weniger genau als im Catafa ausgedrückt; bei einem Catechismus, wie Jagels, kam es eben darauf an, die Beziehung zu anderen Religionen hervorzuheben. Die Varianten der verschiedenen Uebers. des Maimuni’schen Gl.-Art. s. Catal. p.1888. St.'] ־ 2) [Diese Mittheilung bezieht sich auf meine Notiz im vor. Jahrg. S. 127, und bestätigt fast alle dort aufgestellten Vermuthungen über Elasar aus Verona'. St.]