Mannheim
Compact Memory

Hebraeische Bibliographie · 1864-01-01 · No. 37 Januar-Februar · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VII. 1864
Issue
No. 37 Januar-Februar
Date
1864-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2249537-7176849-7176851--0963-2250468
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1% J. 1853 betheiligte er sich an einer Reihe von Vorträgen im Bet ha-Midrasch, welche zunächst för die Mitglieder des ^Studienbeförderungsvei'eins“ bestimmt und von den Talmud -Tora- Fonds honorirt waren« Fast alle jene Vorträge (mit« Ausnahme von Z*»**'s) verloren sich im Berliner Sande (e; Lelrechfs Bericht inr der Nat.-Zeit. v< 6. Apr.; 1853), ■tad isl seitdem Kein. Versuch derart mehr gemacht worden*. Sachs hatte über Proverbiä mehr in homiletische* als kritischer Weise gelesen, er und seine Zuhörer äkdi m ihren geginstitigeh Erwartungen getauschte Der Kreis von FachgCtfosSen and ßchülerh verengte sich in seiner Nähe in dem Maasse, als sein Ruf von der Kanzel herab die Welt erfüllte; Zuletzt verwies er selbst einige ״Sföhrte des׳ Ostens,“' Welche seine hüuslicheit Talmudstudien als Zuhörer und Geriö&enr theilten, und ton dem Männe, 'welcher dazu berufen und! befähigt war, *Berlin Zu eitferCeüfrtl-• stätte jüdischer Wissenschaft zö machen, kartir es die gerechte Geschichte nicht verschweigen, dass er den Anhängern seiner Richtung die Belehrung nicht ersetzte, die er ihnen nach einer andern Richtung hin! verleidete» Man hat die Verwunderung laut werden lassen, dass Berlin keinen einzigen Leichenredner für Sachs aufzuweisen habe« Es ist aber in unsrer Zeit die Bahre auch für Juden nicht mehr die geeignete Stelle, um diejenigen wieder nahe zu bringen, die das Leben auseinander getrieben• Sachs war geistreich bis zur UebeischWCngliehkeitf und zollte HörMirinem gleicher Befähigung und Richtung gerechte Anerkennung, —^ gefährliche Eigenschaften för den Lehrer and Historiker. Wen» aber Mit- und Nachwelt au seinen eminenten Gaben zu wenig participirteiv, so wird sein frühzeitiger Tod umso mehr auch von denjenigen tief bedauert Werdeir, welche, seiner theologischen Riehtuiig ferner stehend, nur den Mann der Wissenschaft in's Aige fassen. [447] feit (Dr. Moritz), geh. zu Berlin 13. Sept. (21. Etui) 1808 starb plötzlich Freifag, 0. Febr. als Reconvalescent von einer gefährlichenKrankßeit, wahrscheinlich nicht ohne Einfluss der Trauerbotschaft vom Tode seines intimsten Jugendfreundes, des 0r. Bachs (vor., Jf.). Obwohl in der religiösen Praxis der liberalsten Richtung angehörend, hatte doch V. die Berufung dieses Predigers eifrig betrieben und die Richtung desselben durch seinen, anderweitig wohl begründeten Einfluss unterstützt. Eine Würdigung VeitV als Abgeordneten des Landes und der Stadt (er war Mitglied des Magistrats, zufetzt steflvertretender Vorsitzender der Stadtverordneten) und in vielen anderen alfgemeinen und jüdischen Aemtern und Würden, müssen wir andern Organen überlassen, und ist wohl noch eine betreffende Denkschrift zu erwarten* Eierher gehört *ein Name als der eines Verlegers von wichtigen Werken jüd. Wissenschaft, in Compagnie mit J. LehfeTdt, (s. HB. i S. 82) und eines gewandten Publicisten und Poeten auf dem äebiete des Judenthums; doch sind wir im Augenblick nicht iiri Stande, eine Zusammenstellung seiner Schritten nachzuweisenf Nach der Mittheifung eines Freundes gab er 183$ in den ״Blättern f. lit. Unterhaltung64 einen Nekrolog seines Vetters Bendavid, und seine letzte Arbeit war der Riesse?*8 (HB. Vi 8.106 N.317). — V. wurde unter allgemeiner Auszeichnung beigesetzt; aiich über ihn breit Joel die Leichenrede. [448]

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.