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Hebraeische Bibliographie · 1864-01-01 · No. 37 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VII. 1864
Issue
No. 37 Januar-Februar
Date
1864-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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4. Miscelien* ' Abrahams (BarneU), Baccalaureus d. üniv. London, Dajjan der sephärd. Ge!rteinde,dann Oberlehrer des Jewish College (vgL HB. I S. 101), Hauptbegrunder des ״Verein zur Verbreitung religiöser Erkenntnis*“ und Vf. der meisten Tractällein, welche von diesem Vereine herausgegeben worden1), starb Sonntag, 15. November 1863, nur 33 Jahr alt (Jew. Chr. N.466). [444] ׳ Lindcnthal (J. L.), geboren zu Brighton!796, seit 35 Jahren Secretär und zweiter Vorleser der Newsynagogue in London, starb am 24. December 1863 (Jew. Chr. N,472). Er gab den ersten Impuls zu einer englischen .Ueb.ersetz.ung der Bibel nebst Commentai^ welche jedoch nicht ausgeführt wurde« (Catal. p. 1625 u. Add.) [44 5] •ppert (Jul.) hat den zweijährigen Napoleonpreis von 20,006 fr. von der Academie des Inscr. erhalten } der Präsident begründete die Zuerkennung durch Hervorhebung der Verdienste O/s um die Entzifferung der Keil- Schriften u. s. w. [verspätet] [446] Sachs (Dr* Jechiel!Michael, vor dem Tode Rafael Abraham genannt), geb. zu Glogau 3. Sept. 1808, von 1838-44 Prediger in Prag, dann Rabbinats- Assessor in Berlin, starb hierselbst am Sonntag, 31. Januar d. J. nach kurzem Krankenlager. Die Leichenrede wurde am 3. Febr. in der Synagoge vom bresl. Rabb. Joel gehalten. — S, war hauptsächlich als Prediger und insbesondere als Apologet und Polemiker gegen Reformbestrebungen berühmt (vgl. HB. V, 35), doch ist unsres Wissens keine einzige seiner Predigten gedruckt worden,, die er freilich in den letzten Jahren nicht niederschrieb, kaum disponirte. Dieses von religiöser Empfindung getragene oratorische und poetische Talent, welches auch seine Bearbeitung religiöser Hymnen u. dg), (in ״Relig. Poesie“ u. s. w., ״Stimmen v. Jordan,“ im ״Machsor“׳) kennzeichnet, drängte sich auch in seine philologischen ״Beiträge“, deren Fort- Setzung lange Zeit in Aussicht gestellt war, und wozu vielleicht noch Materialien im Nachlässe sich finden. ' Sachs consumirfe lange Zeit in wissenschaftlicher Unterhaltung den Stoff, welchen. Andre in literarischer Form der Nachwelt überliefern; es geschah aber auch Dieses mehr in aphoristischer Weise. Bei gründlicher klassischer Bildung und einer persönlichen Begabung für das Schöne, war ihm die strenge wissenschaftliche Form und Disciplin eher ein Kriterium für Mangel an Genie, und wenn es sich um theologische Gegenstände handelte; für Mangel an Gesinnung, wenn nicht gar Character; daher kam es, dass er seine Richtung niemals präcisirte, für dieselbe als eigentlicher Lehrer nicht wirkte. Er hielt im zweiten Jahre seines Hierseins (1845-6) Vorlesungen ״über die Literatur- und Culturgeschichte der Judena, welche von einem gemischten Publikum besucht waren und Ankläng fanden. Im 1) Ich bemerke gelegentlich, dass mir von dem letzten Jahrg. der Tracts, welche ich sonst regelmässig in meinem Expl. des Jew• Chr. fand, die NN.30 u. 3436־ incl. nicht zugegangen sind, weshalb auch die Anzeige bisher unterblieb.

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