Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VI. 1863
- Issue
- No. 32 März-April
- Date
- 1863-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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41 wie unsre Notiz und der nur bis ם (ohne ל) geschriebene alphabet. Hymnus אלהי קדם וכל הקדומות חדשות לפניו auf Bl. 2b coi. 2 von gleicher d&nnerer und schwärzerer Schrift, so dass sie vielleicht nicht von Salomo (״Josefa bei Lebr. S. 107 irrth.) b. Simson, dem Schreiber im J. 1342, (10 Tebet 103) herrühren, .obwohl dieser Name zur Notiz und auch zu Asulai’s Angabe (wo vielleicht לאחד für מאחד?) passt (vgl. Catal, p. 2641); doch führt dies zu tief in die Erörterung der Notiz selbst, zu deren Schluss übrigens die Benennung יוסף ממשפחת המעוני im J. 1381 (Cod. Vat. 111, bei Lebr. S. 73) zu vergleichen ist. Der Name des Malatje b. Josef ist beidemal fast wegradirt. Er ist der Ahn der bekannten Familie Treves (s. Catal. p. 2028, 2552 u. Jochanan b. Mat. Leydener Cat. S. 224). Ich entnehme nunmehr Nachfolgendes den freundlichen Mittheilungen des Hm. Prof. Lasini• vom August v. J. und Februar d. J.s). Die von Lebrecht (S. 48) nach Asul&i 4) erwähnte HS. befindet sich nicht in der Laurentiäna, — welche auch sonst keine Talmud-HS., etwa nach ßiscionfs Catalog erworben, besitzt — sondern in der ehemal. Magliabecch. (jetzt mit der Palatina zusammen die Bibi. Nazionale bildend). Diese berühmte Sammlung, (bi.576) אלו תקנות ר׳ יעקב שנקרא ר' תם. שלא להוכיר פשעו לבעל חשובה in wieder etwas veränderter Hand, dann erst die genealogische Notiz. *) Hr. L. (vgl. vor. J. S. 57, 120) konnte nur kurze Zeit den florentinischen HSS. widmen, da er seit mehreren Monaten als Prof, der semitischen Sprachen an der Universität zu Pisa fungirt, — wo es der Bibliothek freilich selbst an den gewöhn״ liebsten Hilfsmitteln wie Gesenius} und Freitag’s Wörterbb., für die Studirenden, geschweige an oriental. HSS. für die Lehrer fehlt. Das Hebr. ist dort durch den Supplenten und ausserord. Prof. S. De-Benedetti aus Novara vertreten. (HB. Y, 673).— Herr Lasinio bearbeitet jetzt im Auftrag der Regierung für die Annalt delle untrersitä Toscane die ״Paraphrasis“ des Averroes über die Poetik und Rhetorik, u. zw. Text aus der einzigen arab. HS. (Laurent. 180), nebst ital. Uebersetz. u. Anmm. Es wird dies, nach den von Müller (Monum. secularia Münch., 1859 N. 3: Theol. u. Pbilos. des Averroes, vgl. HB. V, 114 n. 1120) herausg. kleinen Abhandll. der zweite arab. Text des Averroes sein, der erste seiner Comm. über Aristoteles, wegen der philolog. Beziehungen einer der interessantesten, von Renan (Av. p. 61. d. 1. Ausg.) schon lange empfohlen. Herr L. wird natürlich auch die hebr. Hilfsmittel nicht vernachlässigen, und folge ich gerne seinem Wunsche, durch diese Blätter auf solche Mittel geleitet zu werden, während seine Arbeit langsam vorschreitet. Meine, seit 18 Jahren fortgeführte Untersuchung von HSS. hat mir über die, begreiflicher Weise vernachlässigten letzten 2 Bücher des Organon folgendes dürftiges Resultat ergeben. Von der Paraphr. besitzen wir nur die Uebersetzung des Todros (Catal. p. 2681, wo HSS. angegeben sind, darunter in Turin und Parma), woraus die lateinische von Balmes und Mantino gedruckt ist. Es dürfte aber auch das arabisch erhaltene Compendium des Organon mitunter zu beachten sein. Die einzige Ausgabe (Riva di Trenta) der hebr. Uebersetzung ist die des Jacob ben Machir (Catal. p. 1234), aus welcher die lat. des Balmes geflossen ist. Sie wurde aber bald als eine vielfach irrige bezeichnet, und nachdem Kenner des Arab. sie zu emendiren versucht, fühlte sich Samuel b. Jehuda ben Meschullam bewogen, das Büchlein neu zu übersetzen (Ende 1329). In seinem Epilog (bei Dukes, Litbl. X, 358) spricht er sich auch über das Yerhältniss des Averroes zu Alfarabi aus. — Zu jeder weiteren gewünschten Mittheilung bin ich um so bereitwilliger, als ich mich Herrn L. für anderweitige, von ihm (V. S. 132) erbetene Belehrung über einige HSS. zu Dank verpflichtet fühle, deren Inhalt anderswo Platz finden wird. 4) Das von Lebr. S. 49 (vgl. S. 106) erwähnte Missverständniss findet sich bei Fürst, Orient XII, 155.