Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 29 September-October
- Date
- 1862-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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122 [786 Vorrede erzählte Anekdote: Der damals 10jährige Natan Adler pflegte die Nächte am Studirtische zu durchwachen, in Folge dessen aber, von einem Morgenschläfchen gefesselt, grade nach dem ״Alenuc£- Gebet in die Synagoge' zu kommen. Der den Jüngling hoch^chätzende und liebende Asulai sagte bei einem solchen Fälle einmal: הנה נא ידעתי כי איש אלהים קדוש הוא עובר על י צו תמיד. — Zu s. 86, n. irrthümlich habe ich angegeben, dass die Bömberg. Ausg. des Talmud in Wien ist. Es ist die Justinianische, aus welcher alle späteren Ausgaben geflossen sind. Sie ist seltener als die Bombergische, wahrscheinlich weil sie eben die Presse verlassen hatte, und der grösste Tlieil der Exemplare noch in Italien war, als dort im Jahre 15534־ der Talmud verbrannt wurde, während die Bomb, schon weit und breit ausser dem Bereiche der Brandstätte war; ausserdem ist diese in weit grösserer Anzahl von Exemplaren abgezogen. Die hiesige KönigL Bibi, besitzt von der Just, bloss סנהדרין und ״ שבועות Die Meisten kennen in ihren Anfuhrungen den Unterschied der beiden Venetianer Ausgaben kaum, sie berücksichtigen ihn wenigstens nicht; man sagt bloss בדפוס וועיציא steh* s0 SO, und allerdings ist Justiniani in der'Regel nur Nachdrucker des Bömberg 1m Talmud, so wie dieser seinerseits Nachdrucker Soncino’s ist; allein die Justinianische Ausgabe hat doch auch Handschriften benutzt, und der ]Eierausgeber war der hervorragende Gelehrte Josua Boas. Dieser verlieh der Ausgäbe schon ein kritisches Gepräge durch Aufsuchung und Verzeichnung der Parallelstellen, wodurch der Text aus sich selber einen Quell der Berichtigung und.Erklämng flüssig machte.] Allgemeine Literatur, Ghwolsott, (sic) D. A. lieber Tammux u. die Menschenverehrung hei den alten Babylonieni (aus d. Russischen). 8. Petersburg 1860. (1 12 S.) [786} (Nach einer Uebersicht der bisherigen Ansichten über T. erhalten wir eine neue Quelle, nämlich Auszüge aus der ״nabat. Agriciiltur“ des Ibn Wahschijja י), dessen Glaubwürdigkeit der Vf. noch jetzt festhält und nächstens vertheidigen wird. -בית ■־־ אלאסכול (S. 41,50 — die Rückverw. differirt stets um 4) erinnert an das talinud. י איש שהכל בו אשכול nach Neueren: schola; der Götze (S. 51) heisst auch Ab. Sara 11b ינשרא שב^ריביא der »Gaon“ im Anich —י der ihn mit dem Stein der Kaaba zu identiüciren scheint — ist wahrschein! ׳ui Hai (vgl. HB. IV, 107); auffallend ist der Mangel einer Localbezeichnung, wie die parallelen חרעחא , בית (Bruch? Ruine? vgl. ־־־ •עטליוא 5יריד לצריפא ,(נתבי־א' Das in der l.uft schwebende Götzenbild (S. 50) ist eine bekannte, schon talmüdische Sage, die auf den Sarg Muhammed’s übertragen worden (D. M. Zeitschr. V, 379, Pseudepig. Lit. S. 44 A. 25, vgl. HB. II S. 10); ich sehe darin einen neuen Beweis der Unechtheit.] LlpsiuSj R. .4. Der Guosticismus, sein Wese^ Ursprung und Entwickelungsgang. (Separalahdruck aus Ersch 11. Gruber’s allgemeine Encykl. IS. 71. Bd.). 4. Leipzig, Brockhaus 1860. (176 Sp.) [X87] [Die Grundgedanken — denen der Ref. des Centralftl. S. 620 beipfliabtet — sind, ״dass der Gnost. seinen Ursprung dem Judenchristenthume vedankt, dass von einem Einflüsse hellenischer Mythologie, so weit er nicht durch den damals schon längst eiugetretenen westöstl. Religionssynkretismus gegeben war, und ebenso von. einem Einflüsse hellenischer Philosophie erst für ein weiter fortgeschrittenes Stadium des Gnost. die Rede sein darf.“] Nöldeke, Th. Ueber d. Mundart d. Mandaer. (Aus d. X. Bd. d. Abh. der k. Gesellschaft d. Wiss. zu Göttingen). 4. Göttingenר Dietrich 1862. (80S.) . [788] ») Dass, und wie so ich die erbetene Notiz über die hiesige HS. nicht geben konnie? wird wohl Prof. G. seitdem bei seiner wiederholten Mittheil, erklärt haben.