Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 26 März-April
- Date
- 1862-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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53 tind die Sache *mit etwas zu viel Spitzfindigkeit behandelt worden. Ich muss daher leider das Sachverhällniss noch einmal summarisch erörtern, Wenn Pinslcer (S. 97) behauptet, dass schon Trigland den Verf. Elia b. Abraham kenne, so folgt daraus, dass man auch seine Behauptungen genau controlliren müsse. Ich habe es (Cat. Leyd. p.t04) ausdrücklich hervorgehoben, dass weder Trigland noch Wolf das Akrostichon beachtet, wahrscheinlich auch Mardochai b. Nisan, dass hingegen schon Josef Bagi, Verf. von ,אגרת קריר נאמנה, offenbar das Werk dem ״Elia b. Abraham Misrachi“ beilege0) u. Simcha (auf א״צ bezieht sich ״postremo“) diesen als einen der ״alten“ (nicht ״ersten“, wie Jost in seinen ״Notizen“ unter N. 29) bezeichne. Josef Bagi lebte zu Ende des XV. und Anfang des XVI. Jahrh. (Cat. Leyd. p.l27,273, nach Geigers Mitth. vom Mai 18J>9 ist Zeitschr. III, 444, 20 auch unter a. f 1 505- 10] Josef b. Mos. zu lesen; daselbst unter cl. befinden sich die ״Unterscheidungslehren des Elia b. Abraham“). Das Akrostichon habe ich meines Wissens zuerst erkannt, PinsJcer das später vorkommende יהודה בן שכחי . Er bekennt zuerst (S. 98), dass ihm beide Namen unbekannt seien7), aber S. י״ם kommt er auf die Idee, beide Namen in einen zu escamotiren — das Verfahren ist nicht zu scharf bezeichnet, denn es muss שבחי zu חשבי werden u. s. W., — und S. רכה (fehlt im Index S. 202) ist die Sache schon so sicher, dass dem ״Elia b. Abraham b. Jehuda Tischbi“ sogar Interpolationen zugeschrieben werden! Dieser soll der Sohn des Abraham b. Jehuda (Vf/s von יסוד מקרא) sein, auch im karäischen Gebetbuch Vorkommen 8). . Abr. hatte in der That einen Sohn Elia, der den Namen Tischbi führte (Cat. Leyd. p.2, so ist p. 253 A. 3 anstatt p.21 zu lesen), aber dieser würde das Wort Tischbi schwerlich hinter seines Grossvaters-Namen Jehuda gesetzt haben; jedenfalls war er ein Zeit״ und Landesgenosse des Josef Bagi, und doch sollte letzterer einen Elia b. Abraham Misrachi daraus •fabricirt, und der eigene Enkel, Elia Rabbenu, der den Leydn. Cod. im J. 1575 abschrieb, schon die Umstellung vorgenommen haben! 9) Ohne den Leydner Catal. zu kennen, hat Sc710rr (החלוץ VI, 77) sich mit den Hypothesen Pinsker’s nicht befreunden können, er ersetzt sie durch andere, im Wesentlichen folgende; Die Einleitung mit den Akrostichen bestehe aus verschiedenen Piecen desselben Verfassers Elia, welche ein unwissender Abschreiber zusammengestoppelt. Die eigentliche Abhandlung sei vom Verf., einem Spanier oder Italiener, um die Zeit der Verdrängung der Karäer •) Pinsker (S. 226) schreibt die beigefügten Ziffern mir oder dem Elia zu (שחשבן י(כך בעל הספר während ich (p.125) ausdrücklich bemerke, dass sie nur in קריה נאמנה Vorkommen, also hat ihr Urheber den Boas שהיד für einen Karäer gehalten. ’) P. mochte damals eben erst den Leydner Catal. erhalten haben (s. S. VII), — da das Citat daraus auf S. 83 mehr als Flüchtigkeit verräth (HB. IV, 86 A. 2). Aber zur Berichtigung seiner noch später wiederholten Hypothese brauchte er nur 10 Minuten demselben zuzuwenden, und das durfte ich erwarten, nachdem ich den Druck mehre Jahre vergeblich hinausgeschoben, um sein Werk benutzen zu können (s. m. Vorr. p. XXIII). — •)' Bei Zun»ß G. V. 425, ist er nicht genannt, vgl. unten Anm. 11. Isak b. Jehuda (S. ^ך, vgl. oben Anm. 4) fehlt im Index. •) P• (S. 97) hat 2 HSS. benutzt, wovon die eine jüngere Zusätze enthalten soll (die aber schon meist in der Tischend.!); welche von beiden im J. 1673 geschrieben sei, ist aus S. 98 nicht zu entnehmen.