Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 26 März-April
- Date
- 1862-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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30 6ד5ן einer angeblichen eigenen HS* citirte (Catal• p. 1908, wo 1178 Druckf. f. 1478). Alle bisher bekannten Quellen geben das Datum der Schöpfung, und zwar mitten im Texte an! Ueber Maim.’s officielle Anerkennung als Rabbiner von Kahira (sic} wird man wohl auch noch die genaueren Daten aus HSS. von Carmoly zur Bestättigüng der Conjecturen Graetz’s abwarten müssen. Ob zwölf Jahre nach der Niederlassung nicht auch etwas spät für eine solche Verordnung sei, wenn man dieselbe hauptsächlich als eine des ״anerkannten Rabbiners“ auffasst, bleibe um so eher dahingestellt, als es Gr. nicht für gut befunden hat, gerade das Argument zti berühren, welches Geiger gegen die Emendation 1167 erhoben aber auch widerlegt hat. Die Unterzeichner des Circulars sprechen nämlich von ihren früheren Publicationen in dieser Angelegenheit, u. zw. hat das arab. Original für ומאן הימים hei T!1ma: מרה ס^ין jjeinen Zeitraum von Jahren.“ Allein Geig, fasst die Sache so auf, dass die einheimischen Gelehrten, nach frühem vergeblichen Versuchen, sich mit den eingewanderten Männern von Ansehn verbunden. Dass einer von den Unterzeichneten; Meborach b. Natan (s. Geiger, d. m. Ztschr. XV, 817, החלוץ VI, 59) wahrscheinlich schon von Jehuda ha-Levi besungen worden (nach Gr. S. 165 um 1141) ist auch nicht zu übersehen. Was aber die Berufung auf Benjamin betrifft* so hat sie wahrscheinlich bloss dazu dienen sollen, die Angemessenheit einer anderweitigen sonst unbelegten Bemerkung (S. 457) zu begründen: ״Die Fixirung der Reisezeit (Benjamin’s) ist um so nöthwendiger* als die Notizenjäger viel Gewicht daran gehängt (sic) und die Data zum Ausgangspunkte (?) chronologischer Unbestimmtheiten gemacht haben. Sie geben &n, diese und diese historische Persönlichkeit war zu dieser Zeit noch nicht an dem und dem Orte, da Benjamin seiner (sic!) in dem Jahre nicht erwähnt. Es kommt also dabei **auf Praecision an.“ Diese Praecision ist ein Muster historischer Kritik. Dass die einzelnen Stützpunkte für die Jahre 1160-71 nicht sicher seien, ist schon im Litbl. 184:1 S. 398 A. 6 bemerkt. Gr’s. ״eingehende Kritik“ ergiebt als Anfang 1165, und auf diese 5 Jahre soll es bei manchen Thatsaclien ankommen. »Viel Lärm um nichts!“ Die Haupt- Sache steckt in Punkt 1: Benjamin war in Rom, als Alexander III. bereits »im ruhigen Besitz des Pontificats und der Hauptstadt war,“ also erst 1166. Wer aus den einzigen Worten Benjamin’« ומהם משרתי הפפא אלכשנדרום הוא ההגטון הגדול הממונה על כל דח אדום deducirt, dass dieses kurz nach der Wiedereinsetzung geschrieben sein müsse (ohne dass B. der Vertreibung gedenke; vgl. auch Asher p. 17), — der rechnet auf Leser, die seine Quellen nicht nachschlagen. Das übrige entbehrt der einfachsten Logik. Weil Benj. 1166 oder 1167 in Cilicien war, so war seine Reise eine rasche, also ״braucht man ihm bis Rom höchstens ein Jahr zu geben“; da er in Antiochien nach 1163 war., ״so kann er unmöglich die Reise 1160 angetreten haben!“ So weit über diesen ״verwirrten Notizenkram“ — der schwerlich auf Rechnung von Zunz (s. Vorr. zu Band V.) zu setzen ist. Dass Benjamin nicht nach 1171 in Egypten war* ist unbestritten. Aber Benjamin nennt von den 2000 Juden in מצרים Niemand als das Oberhaupt Nathaneiי welchem Maimonides wahrscheinlich später in der Würde folgte (152 אוצר נחטך, vgl. Gr. S. 358). Dieser war der Lehrer von Karäern und musste sich Maimonides anfänglich demselben in rituellen Anordnungen fügen (s. die Stelle aus כחאב אלכפאיח in 1861 המגיד S. 23). Wenn Gr. diesem einen ״laufenden Gehalt“ von den Gemeinden (S. 306) zUertheilt, so hat er eine Angabe aus dem XVI. Jahrh., die von der Zeit des נגידות spricht,1) ׳mit den von Benjamin geschilderten Zuständen zusammengenommen. Aber was soll man sagen, wenn er die ״Hauptgemeinde von 2000 Seelen“ (also wieder Benjamin’s Angabe) ״natürlich in Kahira (Neu-Misr)“ bestehen lässt, u. aw. desshalb, weil die Juden Fostat’s 1168 mit den übrigen Bewohnern nach der nahegelegenen Hauptstadt ausgewandert (S. 308)? Und die beiden Synagogen, die Munk (Annalen 1841 S. 74, zu ßenj. p. 199) in Mist, ״zwei Sabbaterwege von Kahira“ aufgefunden, sind mitgewandert?! Man sieht hier, wie weit Gr. die primären Quellen liest und versteht und verdreht — wenn ihm die 0 Vgl. Zunz zu Benjamin p.8, AsuUii t, 19 ed. Benjak.