Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 25 Januar-Februar
- Date
- 1862-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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16 noch in dem Inhalt, weder in dem Cbaracter noch in dem Zwecke. Es ist * nirgend die Rede von Engeln und Wundern, ejs wird keine biblische oder talmudisclie Autorität angeführt; dahingegen ist von den Weisen der Aegypter und Chaldäer die Rede. Der Tag wird in 12 grosse Stunden getheilf, Mercur heist כוכב חמה, und gleich dem Buche.Jezira kennt sie den Drachen (תלי), wobei gelegentlich zu bemerken, dass ähnlich dem בל?$ התלי*) bereits j. Rosch haschäna 2, 4 איחבלע für Mondfinsternis hat. Bei einzelnen Sätzen werden, gleichsam um dem Gedäöhtniss des Lesers zu Hülfe zu kommen, Bibelstellen angefügt; z. B. ובצנה יזקו מטר לאידו; ככב מטר כחמה ימטר על רשעים פתים ובצנה רוח גדולת וחוק; ככב הרוח בחמה רוח סערה עשה דברו Möglich, dass der Beiname הדורש hierdurch zu erklären ist. Dass man den Verfasser für den Samuel des dritten Jahrhunderts hielt, hpweist ירחינ^ה, WQr mit er im Raschi-Commentar zum Bereschit rabba citirt wird und die deutliche Behauptung im Cusari. Allein dem widerspricht die Schrift selber, nicht nur durch ihren Inhalt und ihre Sprache: sie redet von dem Jahr 453*6, in welchem bis auf 2 Stunden Sonne, Mond, Schaltjahre und Tekufa’s in gleicher Art wie zu Anfang gewesen, und lehrt wie von dem Jahre an und weifer die Berechnungen anzustellen. Das genannte Jahr ist 54 mal .84 J., 11p.d schon nach der Elieser-Baraita c. T rind alle 84 Jahre (d, i. 3 mal?8 ,oder 4 mpl 21) Sonne und Mopd wieder an einer Stelle. Per Verfasser fehte also nach A. 776, und vor A, 860, kannte noch keine Arbeiten der Araber, von deren Angaben in den Entfernungen der Planeten er gänzlich ab weicht. Drei griechische Worte, deren er sich bedient, trigon, hexametron, strongimos oder strogimos (vgl. arqevyofiai u. verweilen) scheinen ihn nach byzantinischen Gegenden zu verweisen, und wenn wir ihn in die ,Zeit 810^840 verlegen, ist einerseits die Bekanntschaft mit פר״א und יצירה 'p, andrerseits die Unbekanntschaft mit derjenigen Astronomie erklärlich, die von Hassan u. Abraham b. Chijja anerkannt wurde. Donolo’s Uriheil über SamuePs Dunkelheit wird durch die Baraita bestätigt. Wenden wir uns zu der Schrift selber, so Buden wir in dem ersten Capitelden Himmel., Orion und das Siebengestirn, den Drachen nderdie Sonnenbahn, die Planeten und deren Licht, im zweiten und dritten die Mondbewegungen und den Lauf des Thierkreises besprochen, auch wird gelehrt wie ein Sonnenzeiger anzufertigen. Das vierte Capital bespricht den Chfracter der Jahreszeiten und der Planeten, das fünfte die Planetenbahnen, zugleich mit Anweisungen, Molad, Tekufa u. s. f. zu berechnen״ In? sechsten Gapitel ist von der ursprünglichen Stellung der Planeten und .der Eintheijung des 25.0^ diakui, jm silenten von der Entfernung der Planeten von der Erde, jm achten von ihren Hoch- Und Tiefpunkten, jm neunten von ihrer Natur und den Einflüssen ,auf Irdisches und Menschliches die Rede, jedoch mit dem Bemerken, dass deh Sternen keine eigenmächtige Gewalt jnnewohne, Gutes oder Böses zuzufügen; was sie thun, erfolgt nur auf des Schöpfers Geheiss. Dieser Inhalt, wenngleich zu der Beschreibung im Cusari passend? füllt den נ)![Vgl. ״Orientalische Ansichten über Sonnen- und Mondfinsterniss‘‘ im Mag. f. d. Lit. des Ausl. 1845 S. 319. St•]